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Bei den Höhlenmenschen – Visiting the cave men

Ja, ich habe lange nichts mehr geschrieben und ja, ich gelobe Besserung. Wirklich sogar, denn ich hab meine treue Leserschaft in der Tat sträflichst vernachlässigt. Nicht mit Absicht, sondern, weil ich hier momentan alles andere als gelangweilt bin und, weil mein Blogeintrag der letzten Woche nach einem klitzekleinen Problem irgendwo in den Tiefen meines Laptops verschollen ging. Aber egal, ich habe die Feierlichkeiten zum Jahrestag von Gay Fawkes Attentat auf das britische Parlament inklusive anderthalb Wochen Nonstop-Feuerwerk hervorragend überstanden, die erste Woche Schule nach den Herbstferien verlief auch bestens und joah, sonst muss ich doch echt mal erwähnen, dass hier bei mir ungeahnte hausfrauliche Fähigkeiten ans Tageslicht treten. Kochen und backen machen tatsächlich Spaß, man mag es kaum glauben. Kommentare zu meinen Kochkünsten dorthin, wo sie hingehören und wenn nicht, wird bitte für immer geschwiegen!

Um mal zum eigentlichen Punkt zu kommen: Aline und ich waren heute mit der Freundin von Prinzessin Mia von Genovien aus „Plötzlich Prinzessin“ in Cheddar. Verblüffende Ähnlichkeit und mindestens genauso freakig, aber so haben Aline und ich es gleich noch mal nen Zacken lustiger gehabt als ohnehin schon. Ach ja, bevor hier das große Grübeln ausbricht, ja es ist DAS Cheddar und ja, dort gibt es Käse. Der und die alten Höhlen des Cheddar Gorge sind aber auch das einzige, was der Ort so an touristischen Attraktionen zu bieten hat. Das lassen neben unseren Beobachtungen jedenfalls auch die Reaktionen der Engländer erahnen, denen man berichtet, man würde einen Ausflug nach Cheddar machen. Aber egal, uns hat es nämlich richtig gut gefallen und länger als einen Tag muss man ja auch nicht bleiben, wenn man nicht will. Wir haben unseren Aufenthalt jedenfalls genutzt, um uns alles anzugucken, was uns so in die Quere kam. Beine vertreten musste nach der Busfahrt allerdings auch unbedingt sein. Ich habe noch nie solange in einem Bus gesessen, der nur 24 km zurücklegen muss – das Ganze hat fast anderthalb Stunden gedauert. War jetzt aber auch nicht so schlimm, weil die Landschaft mal wieder ein Traum war. Ich kann es kaum erwarten das alles im Frühjahr und Sommer zu sehen und dann bei nem Pint Cider im Biergarten einer der vielen kleinen Cider Farms zu sitzen, aber zurück nach Cheddar. Das ist nämlich nicht nur Englands Käse-Hauptstadt, sondern auch Heimat von Höhlenmenschen und einer richtig tollen Höhle, die auf „Herr der Ringe“ getrimmt ist. Gibt noch eine weitere, in der man sich über alles Theoretische informieren kann, also wann welche Gesteinsart entstanden ist, wo sich weitere unterirdische Höhlen befinden und was denn nun eigentlich der immer wieder vergessene Unterschied zwischen Stalaktiten und Stalagmiten ist, von denen ich bis eben fälschlicherweise dachte, sie hießen Stalakniten, aber die viel lustigere Höhle ist die, in der man sich auf die Suche nach einem Kristall macht, der von einem großen Feuer spuckenden Drachen bewacht wird. Blöderweise waren Aline und ich vom Rest der Höhle sowas von hin und weg, dass wir vor lauter Fotos und Rumgeblödel das Ende vollkommen verpasst haben. Also gab’s für uns nur den Kristall, aber keine Showeinlage von seinem Hüter. Dafür konnten wir uns dann im prähistorischen Museum nochmal so richtig austoben, nachdem wir uns brav mit Richard Cox Gough’s Biographie, Steinzeitmenschen im Allgemeinen, dem Feuermachen und Jagen sowie Kannibalismus beschäftigt haben. Neben den Ausstellungsstücken zum Thema Höhlenmalerei gab es nämlich eine Plexiglaswand auf der man nach Herzenslust mit roten, gelben und blauen Wasserfarben rumkritzeln konnte. Dass ich dabei meine helle Freude hatte, könnt ihr euch ja denken -fehlten nur noch Glitzerfarben und pinke Prinzessinnen-Aufkleber!

Aber auch der schönste Ausflug geht mal zu Ende und so haben wir uns gegen 16 Uhr auf den Weg in Richtung Wells gemacht, von wo aus der Bus weiter in Richtung Bristol ging. Die Wartezeit haben wir uns dann mit einem Sprint zur Wells Abbey verkürzt, bevor es wieder nach Hause ging, wo Aline und ich noch ne Runde durch die City gedreht und ein Riesenrad vor’m Castle Park entdeckt haben. Juchu, ihr wisst, was das heißt. Außerdem ist hier momentan das absolute Weihnachtsfieber ausgebrochen. Das äußert sich in Deko, Deko und noch mehr Deko, Werbung für Weihnachtsmusical und lustigen Weihnachtsliedern, die ich wie immer, schon seit September singe. Aber ist ja nichts Neues für euch, ne?

*** English version:

Shame on me! I haven’t written anything for ages, but I’ll be a god girl again and try to get you as up to date as possible. To defend myself, I did not forget you, but I was just terribly busy, my last entry disappered somewhere on my laptop and yes, that’s basically the main reasons for me not writing. But okay, as you can see, I survived the Gay Fawkes Night including all the fireworks and my first week at school after the first term break and yepp, everything else is fine as well. What should be mentioned as well: I am just discovering my housewife skills – cooking and baking can be real fun, I can’t believe it. All those who want to leave comments know where to do that – the other ones may keep silent until the end of their days!

But to get to the point of this post: Aline and me went to Cheddar with Princess Mia of Genovia’s best friend herself. Their resemblence and daftness was amazing, but so Aline and me had even more fun than we’d have anyway. Ah and to make things clear: Yes, it was THE Cheddar and yes, there was cheese, which by the way seems to be the only tourist attraction along with the caves of the Cheddar Gorge. But okay, we didn’t plan to stay there for ages so everything was fine and we had a really good time down there exploring everything we could get. That was absolutely necessary anyway as the 18 miles to go there took us almost one and a half hour – by far the longest trip I’ve ever had by bus when you relate it to the really short way. But it was only half as horrible as it might sound now as the landscape was really nice and I am already looking forward to having a nice pint of Cider in one of the beer gardens of one of the dozens of Cider Farms during summer time down there, but let’s get back to Cheddar, which is not only England’s capital of cheese, but also home of ancient cave men and a really amazing cave that kind of works with the “Lord of the rings“ characters. There is also another cave where you can get a lot of theoretical information on the origins of certain rocks, further cave systems and the difference between stalactites and stalagmites, that you’ll forget again as soon as you leave the cave anyway. But the real highlight was the cave in which you could go on a quest for a crystal protected by a fire spitting dragon. Unfortunately, Aline and I enjoyed the cave that much that we spent ages at each station taking millions of pictures or fooling around and guess what, we missed the final. When we finally arrived in the last cave the show was already over and there was only the crystal left, but we could luckily go wild in the prehistoric museum after dealing with Richard Cox Gough’s biography, cave men in general, hunting, starting a fire and cannibalism, because there was an awesome wall made of plexiglas next to some exhibits of cave-painting and you could doodle on it with red, yellow and blue water colours. Guess you can figure out who was definitely having fun with it – the only thing missing were glitter colours and some pink Disney princess stickers!

But all good things come to an end and so we went back to Wells at about 4 pm where we had a quick glance at the Abbey before heading towards Bristol again, where Aline and I did some window and DVD shopping and discovered a big wheel opposite the Galleries and directly in front of the Castle Park. Guys, you know what that means!

Furthermore, I’d like to officially announce that the Christmas season has started over here. Symptoms: Christmas decorations, decorations and more decorations, adverts for Christmas musicals and me singing the funny Christmas songs I am already singing in September anyway. But that’s nothing new, is it?

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Ab zu den Römern – Let’s go and see the Romans

Heute gibt es wieder eine neue Folge „Bildungsbloggen mit Caro“, die euch jetzt mal ‘ne Runde von ihrem Ausflug nach Bath erzählt. Da war sie nämlich heute mit Aline, Laurianne und Mathilde. Wer von Bath noch nie irgendwas gehört hat, dem sei gesagt, dass es sich dabei um eine 85.000 Einwohner-Stadt etwa 20 km östlich von Bristol handelt, die bereits vor 2000 Jahren auf Grund ihrer Thermalquellen von den Römern besiedelt wurde. Zu historisch? Dann versuchen wir es mal mit Literatur: Die gute Jane Austen, „Stolz und Vorurteil“ oder „Emma“, hat sich nämlich eine Weile später als die Römer auch am River Avon nieder gelassen und von 1801 bis 1806 fleißig Romane geschrieben, die heute vorzugsweise uns Anglistikstudenten vorgesetzt werden und mit Keira Knightley oder Gwyneth Paltrow in der Hauptrolle über Kino-Leinwände flackern. Das also zum Thema Bath.

Nein Quatsch, etwas mehr kann ich ja schon noch berichten. Heute morgen um 10 Uhr sind wir mit dem Zug von Bristol Richtung Bath gefahren und die Zugfahrt, dauerte im Übrigen wahnsinnige 15 Minuten, war ja so niedlich. Naja, nicht wirklich die Zugfahrt, aber das, was man draußen vorbeiziehen sah. Englischer geht es echt nicht mehr. So niedliche Wiesen und Hecken, kleine niedliche Cottages und pompöse Landsitze – einfach toll. Bath selbst ist angeblich auch ziemlich nobel, zumindest hört man das immer wieder, wenn es ums Thema Mietpreise und Shoppen geht, allerdings haben wir ja vorrangig Sightseeing betrieben und Schaufenster begutachtet. Richtig intensiv haben wir uns vor allem mit dem Römischen Bad und der Bath Abbey beschäftigt, die direkt nebeneinander liegen. Ich persönlich hatte ja irgendwie erwartet, dass die römischen Quellen sich etwas außerhalb des Stadtzentrums befinden, aber die liegen tatsächlich mitten in der Hauptgeschäftsstraße, in der Lindt-Schokolade übrigens als die Spezialität schlechthin verkauft wird. Nun ja, „The Roman Bath“ ist Baths Hauptattraktion und das merkt man nicht nur an den relativ hohen Eintrittspreisen, die wir dank eines 2für1-Gutscheins und Studentenausweises geschickt mehr als halbieren konnten, sondern vor allem an den Menschenmassen, die sich durch das Museum quetschen, dem Bill Bryson persönlich übrigens seine Stimme für den Audio-Guide geliehen hat. Wir sind also etwa zwei Stunden, gepresst wie die Sardinen, auf den Spuren der Römer gewandelt, haben Mosaike, Artefakte und (k)nackige Hintern beguckt; um dann natürlich auch das Wasser zu testen, das ganz schön warm war und ziemlich dampfte – das nur mal als Anmerkung, falls das auf den Fotos nicht so rüber kommt. Die Bath Abbey ist halt ‘ne Kirche – zwar eine ganz schöne mit witzigen Ornamenten und schönen Fenstern, aber nicht wirklich spektakulär oder irgendwie weltbewegend anders als andere Gotteshäuser. Amüsant ist nur, dass an der Fassade die Himmelsleiter dargestellt ist, an der alle Engel hinauf klettern und einer wieder nach unten muss. Zu genial! Nach unserem Kulturprogramm ging’s dann auf eine leckere heiße Schokolade ins Riverside Café und danach noch mal auf Schaufensterbummel durch die Innenstadt. Gegen Abend wurde es uns dann aber doch langsam zu kalt, also wieder zurück in den Zug und ab nach Hause, schließlich wollen wir im Frühjahr ja auch noch was zum Angucken haben, wenn wir nochmal nach Bath fahren.

*** English version:

Here we have today’s brandnew episode of „Educational blogging with Caro“ who is now going to tell you a bit about her trip to Bath where she’s been to with Aline, Laurianne and Mathilde today. Who hasn’t ever heard of Bath before should know that Bath is a city with approximately 85,000 inhabitants, lying 13 miles east of Bristol, that was settled by Romans because of its hot springs around 2000 years ago. The ones of you that are more into literature will probably know Jane Austen, “Pride and Prejudice“ or „Emma“who did the same as the Romans just a bit later and not to do some wellness, but to write novels preferebly given to English students at university or shown in cinemas starring Keira Knightley or Gwyneth Paltrow.

But let’s get back to our day trip. We left Bristol at about 10 am this morning and it took us only 15 mins to get to Bath by train. And it was so cute – not the drive itself, but what could be seen outside. It was so English – green fields and hedges, lovely cottages or noble mansions. Bath itself is said to be pretty noble as well, especially when people are talking about rents and shopping, but as we went there for educational purposes only (haha) we only dealt with the main sights and did some window shopping. Our main fields of interest have been the “Roman Bath“ and “Bath Abbey“ that are situated directly next to each other. I actually would have expected the hot springs a bit more outside of the City Centre, but they are totally close to the main shopping road that by the way sells Lindt chocolate as a delicacy – so you can get there really quickly. But okay, let’s get back to the “Roman Bath“ that is one of Bath’s main sights if not its most famous one – what is not really hard to realise as they have a relatively high entrance fee, that we could halve with the help of our 2for1 voucher and our student ID, and because of all the people running through the museum with Bill Bryson himself speaking on the audio guides. We’ve been there for around two hours retracing the Roman’s footsteps and admiring mosaics, artefacts and naked Roman bums and tested the water, of course, that was by the way pretty warm and steamy – just to let you know, in case you don’t see that in the pics.

The Bath Abbey was a typical church – a nice one with funny ornaments and nice windows, but not really spectacular or different from other churches. Really cute was the facade that showed a stairway to heaven with little angles climbing up the ladder and one of them being send back because of not having been nice enough to get there. So funny! After our sightseeing program we went to the Riverside Café to warm up for some window shopping with a delicious Hot Chocolate. But as we were freezing after two more hours, we decided to go back to Bristol, but hey that’s okay as we definitely want to have some stuff left to see when we go there again….

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