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Von Geburtstagen, Monstern unterm Bett und Ouzo – On birthdays, monsters under the bed and Ouzo

Da bin ich wieder nach einer ziemlich aktiven, aber coolen Woche. Am Donnerstag mein Geburtstag, eine Ratte, Maus oder was auch immer unter meinem Bett am Freitag und ein wirklich toller Samstagabend bzw. eine Samstagnacht, aber ich fang dann mal am Anfang an, was?

Am Donnerstag wurde ich zu einer dermaßen unchristlichen Zeit von einem Typen geweckt, der mir ein riesiges Geburtstagspaket brachte, dass er bestimmt mindestens genauso erschrocken war mich zu sehen wie ich ihn. Es war nämlich so früh, dass ich noch nicht mal ansatzweise einen Gedanken ans Aufstehen verschwendet hatte. Immerhin wird man ja auch nicht jünger, nicht wahr? Naja, jedenfalls hab ich einen Geburtstagskuchen aus Deutschland bekommen. Wie krass ist das denn bitte? Und da war nicht nur ein Kuchen in meinem tollen Paket, sondern viele tolle Geschenke – juchu. An dieser Stelle noch mal vielen vielen Dank an alle für ihre lieben Päkchen, Briefe, Karten und Mails – ihr habt mir echt den Tag versüßt, obwohl ihr gar nicht hier wart. Abends gings dann mit Aline ins „The Crown“, wo es lecker Abendessen, Cider und ein tolles Geburtstagsgeschenk gab, das uns definitiv dabei helfen wird, unseren Dublin-Trip vorzubereiten. Lustigerweise hat mir an meinem Geburtstag fast jeder geschrieben „Ich hoffe, du hast nen tollen ersten Geburtstag fern von zu Hause“ – dabei war ich vor sechs Jahren zu meinem 18. Geburtstag auch nicht zu Hause, sondern auf großer Italienrundreise, aber das zählt wahrscheinlich nicht, weil ich da alle meine Freunde im Schlepptau hatte. Naja, ich hatte jedenfalls einen tollen Tag und es war wirklich super schön zu sehen, wieviele liebe Menschen an mich gedacht haben. Ich fühl mich echt geehrt!

Freitag war sogar noch nen Zacken spannender als Donnerstag – zumindest hat mich meine Freitagnacht zu Tode geängstigt, weil ich ein Monster unter meinem Bett hatte und wenn ich Monster sage, dann meine ich das vollkommen ernst. Da war echt eins und Garfield hat es offensichtlich gewusst, denn er ist den ganzen Tag wie bescheuert um mein Bett herum gesprungen, weil er mich scheinbar beschützen wollte – mein kleiner Held. Anfangs dachte ich ja, die Katze hat einfach nur nen totalen Lattenschuss, aber als nachts, nachdem Garfield nach draußen spaziert war und ich das Licht ausgemacht hatte, komische Geräusche von unter meinem Bett zu hören waren, dachte ich mir, das geht nicht mit rechten Dingen zu. Todesmutig hab ich unter’s Bett geguckt, aber nichts sehen können, also wieder ins Bett, Licht aus und erneutes Geräusch. Das wurde mir dann irgendwie unheimlich, also bin ich in die Küche spaziert und hab die Taschenlampe geholt, um den Dingen mal etwas genauer auf den Grund zu gehen und siehe da, plötzlich bewegte sich irgendwas ziemlich Großes unter meinem Bettlaken – aaaaah! Das war dann genau der Moment, in dem ich mich entschied, meine sieben Sachen zu packen und ins Wohnzimmer umzuziehen, um mein Nachtlager auf dem Sofa aufzuschlagen. Um sechs Uhr morgens hörte ich dann wieder Geräusche, die sich Richtung Wohnzimmer bewegten – diesmal kein Monster, sondern Jamie, der selbiges gefangen und in eine Kiste gesperrt hatte, nachdem Garfield es in sein Zimmer getragen hat. Gruselig gruselig, denn es war irgendeine riesige Mega-Monster-Maus oder ne Ratte oder irgendwas anderes Komisches – jedenfalls bin ich jetzt einfach mal froh, dass es aus meinem geliebten Zimmer entfernt wurde, denn ich wäre unter Garantie paranoid geworden, wenn ich ständig irgendwelche seltsamen Geräusche gehört hätte, von denen ich nicht weiß, woher sie kommen oder ob sie mir nicht eines Nachts über den Kopf springen während ich mich meinem Schönheitsschlaf widme. Meine Helden!

Gestern Nachmittag hab ich mich dann nochmal mit Aline bei Starbuck’s getroffen, um bei nem Kaffee unsere Ausflüge nach London, Bath und vielleicht Cheddar zu planen und danach noch nen kleinen  Schaufensterbummel zu machen. Abends gings dann wieder ins „The Crown“, wo wir uns bei nem Cheesburger mit Pommes, Cider und Fosters echt gut mit Lorianne, französische Kollegin von Aline und Agnes, polnische Mitbewohnerin von Aline, unterhalten haben. Nachdem wir dann ins „Hatchett Inn“  umgezogen sind, hab ich nach nem weiteren Cider spontan entschieden, noch mal die Location zu wechseln und bei Ben vorbeizuschauen, der gefragt hat, ob ich nicht noch mal rumkommen will. Hab ich dann auch gemacht und für diese Zeit des Tages in Kombination mit Ouzo und Tee, waren wir echt noch äußerst kreativ und produktiv und haben uns richtig gut unterhalten. Aber hey, ihr wisst ja, dass ich nachts die besten Ideen überhaupt habe…

*** English version:

Here we go again, it was a quite busy week, but it was really cool I think. There was my birthday on Thursday, a rat, mouse or whatever monster under my bed on Friday and a really nice evening and night on Saturday, but let’s start where it began.

I was woken up by a guy delivering a huge birthday parcel from Germany and guess what, he must have been as shocked to see me as I was to see him, because it was freaking early and I was still lying in bed as I mean you don’t get younger, right? Well anyway, I got a Birthday cake from Germany. How amazing is that, please? And there has not only been a cake in there, but many nice presents – yippie. Thank you for that one and of course for all the nice parcels, letters, cards and e-mails. You all really made my day although not being over here. In the evening I met Aline to go to The Crown again to have dinner, some Cider and getting a birthday present that was pretty cool and will definitely help organising our trip to Dublin sometime. Funnily almost everybody sent messages like „Hope you have a great first birthday away from home“. It’s actually been my second birthday not being at home, but somehow the first one has either been forgotten or simply doesn’t count as it was six years ago on a trip through Italy, but somehow different as there we’re all my German friends around me. Nevertheless I had a really good day and it was really great to see how many people thought about me. I feel really honoured about it.

Friday was even more exciting – at least my Friday night that scared the hell out of me, because I had a monster under my bed and I am being serious. There was one and Garfield did obviously know about it and tried to protect me – little braveheart. At first I thought he was just being totally crazy jumping around my bed all day, but when Garfield had left my room and there were suddenly strange noises coming from under my bed every time I switched the lights off, I knew there was something going on down there. At first I had a look, but couldn’t see anything, then I switched the light off again and there it was again. That’s when I went down to get a torch and have a closer look and then there was something really moving under my linen – ahhhh. That’s been exactely the moment when I decided to grab my stuff and move to the living room to sleep on the sofa. At six in the morning there was another noise coming towards the living room – no  monster, but Jamie who caught it when Garfield took it to his room. Scary scray as it was some mega mouse or rat or whatever, but after all I am really happy to have it removed from my beloved room, because I would have become paranoid hearing the noises all the time not knowing where they exactely came from and expecting something to jump on me while sleeping.

Yesterday, Aline and I met in the City Centre for a coffe at Starbuck’s to plan our trips to London, Bath and possibly Cheddar and to do some window shopping. Afterwards we went to „The Crown“ where we had a Cheeseburger and Fries, some Cider and Fosters and a really good conversation with Lorianne, one of Aline’s French colleagues and Agnes, one of Aline’s house mates. After going to the „Hatchett Inn“ after a couple of drinks, I spontaneously decided to change locations for one more time that night and went to Ben’s for some Ouzo, tea and a hell of a lot productivity for that time of the day. But as everybody knows I get my best ideas in the middle of the night…

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Leute, trinkt Cider or People, drink Cider!

Sonntagabend, mein bequemer Sessel, eine schöne Tasse Tee und mein Laptop – was das bedeutet? Einen Rückblick auf’s Wochenende natürlich. Das war bis auf den heutigen Tag nämlich recht ereignisreich. Sind wir am letzten Sonntag noch fröhlich zur Clifton Suspension Bridge hoch geklettert, so hat das Wetter das heute zu verhindern gewusst. Bestes englisches Nieselwetter mit fiesen kalten Temperaturen. Ich bin heute also zu Hause geblieben und hab gefaulenzt. Dafür war ich gestern und vorgestern unterwegs. Am Freitag waren wir bei einem Treffen für Fremdsprachenassistenten und Junglehrer in der Clifton High School, wo es ein Quiz zu Bristol und Umgebung sowie einen äußerst aktiven älteren Herren gab, der Detlef D! Soost starke Konkurrenz machte, wenn es um das Einhalten seiner Barn Dance Choreographien ging. Zu original englischem Geflöte und Gefidel wurde sich also im Kreis gedreht, abgeklatscht oder bei Wein, Bier & Co. mit anderen Assistenten unterhalten. Zur Stärkung gab’s dann noch ein leckeres Büffet mit Quiche, Hähnchen, Salaten und ‘nem englischen Krümelkompott namens Crumbs. Da war aber irgendwas Milchiges drin, also hab ich sicherheitshalber mal gepasst, ihr wisst ja. Nach Stärkung und einigem Hin und Her ging es dann noch mal mit ein paar Leuten in Richtung City, wo wir dann in einem Club gelandet sind, in dem es alle Getränke für nur £ 1,95 gab – ein echtes Schnäppchen, meine Lieben. Vor allem, wenn man betrachtet, dass im Bacardi-Cola mehr Rum als alles andere war. In Deutschland wäre das genau anders herum.

Gestern waren Aline und ich dann mal ein paar Pubs erkunden – ist etwas kommunikativer als sich in ‘nem Club die Stimmbänder zu versauen, weil man sich die Gesprächsfetzen zu brüllen muss, damit man sich irgendwie verständigen kann. Zuerst waren wir in einem Pub namens „The Crown“ in der All Saints Lane und danach ging’s in eine australische Bar „Walkabout“. Beide waren wirklich toll, wenn auch total unterschiedlich und wurden bestimmt nicht das letzte Mal aufgesucht. Ich hab gestern übrigens auch meine Leidenschaft für Cider entdeckt – eine äußerst schmackhafte Alternative zu Bier, die ganz schön süffig ist, aber auch einige Umdrehungen hat. Der Abend war insgesamt wirklich nett. Wir haben zwei tolle Kneipen gefunden, uns gut unterhalten und uns mal wieder darüber amüsiert, wie die Briten feiern gehen. Die laufen nicht nur wie die Sommerfrischler rum, sondern sind bereits um 19 Uhr so besoffen, dass sie nicht mehr ansatzweise gerade laufen können. Manche wirken aber auch besoffener als sie eigentlich sind, so zum Beispiel eine Gruppe Engländer, die wir im „Walkabout“ getroffen haben und die laut irgendwelche Lieder gegröhlt haben. Unterhalten konnte man sich mit denen trotzdem, vor allem als es um deutsche Trinkspiele ging. Auf dem Heimweg dann wieder das typische Bild: leicht bekleidete Mädels ohne Schuhe. Ist ja nachts auch gar nicht kalt…

*** English version:

It’s Sunday evening, I am sitting in my comfortable armchair having a nice cup of hot tea and my notebook is on my lap – and that means? A review of my weekend, of course. It was quite busy except from this day which I spent at home relaxing. Last weekend we’ve been wandering to the Clifton Suspension Bridge, but as it was absolutely not that nice today – typical British drizzle – I did not go out. But I was, of course, on tour yesterday and the day before.

On Friday we went to a Party for Foreign Language Assistants and PGCE’s at Clifton High School where the guys organized a quiz on Bristol and the area around it and where there was an old hyperactive man who would be the hardest rival for German star choreographer Detlef D! Soost ever when it came to sticking to his Barn Dance choreography. So everbody was dancing and clapping to the orginally British sound of fiddles and pipes or having a chat while drinking wine, beer or whatever drink you can think of. To get some power again there was a buffet with quiche, chicken, salats and an English dessert called “Crumbles“ that I did not eat as there was something milky in there. It’s best to be on the safe side. Afterwards we went to a club with some other guys where every drink was £ 1,95 – really good offer, my dears – especially taking into consideration that a Bacardi-Coke contained more rum than Coke. In Germany it would have definitely been the other way round.

Yesterday, Aline and I went to explore some of Bristol’s pubs – which is much more communicative than destroying your vocal cords by shouting at each other in a club just to be able to somehow understand each other. First of all we’ve been in a pub called „The Crown“ in All Saints Lane and afterwards we went to the Austalien bar „Walkabout“. Both places have been really nice although they were quite different, but I am sure we’ll definitely go there again. Ah and by the way, I found my hidden passion for Cider which is a really really delicious alternative for beer, totally nice to drink, but with some hidden rotations, if you know what I mean. All in all it was a really nice night. We found some great places to spend nights out, had a great conversation and got amused again about the way Brits party. They do not only dress as if it was midsummer they are also that drunk at 7pm that they can hardly walk on their owns. But to be honest some of them do appear more drunk than they actually really are, e.g. a group of Bristolians we met in the Austalien bar, singing songs and having one drink after the other. They were surprisingly clear when we had a little chat and exchanged English and German drinking games. On our way home we got the typical view again: barefooted girls wearing dresses being so short that they could also be a bigger belt, but okay, as long as they aren’t cold…

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