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Mit ARD und ZDF sieht man wirklich besser – British reporting on biathlon

magdalena_neuner_gBiathlon-Berichterstattung im englischen Fernsehen ist irgendwie komisch – das finde ich zumindest nach dem heutigen Biathlon-Nachmittag. Ich mein, es grenzt ja schon an ein Wunder, dass es auf dem britischen Eurosport überhaupt eine Live-Übertragung gegeben hat, denn es gibt, grob zusammengefasst mal kein Team, das schlechter in dieser Sportart ist als die Engländer und Holländer, aber das war echt mal ein totaler Witz.

Davon, dass der Sport aus den Sportarten Ski-Langlauf und Schießen besteht, bekommt man hier nämlich herzlich wenig mit. Gezeigt wird zu 98% nur der Schießstand, hin und wieder gibt es dann ein paar Start- und Zielbilder oder eine kleine Impression aus der Strafrunde. Das war es dann aber auch, was man von der Strecke zu sehen bekommt. Die Kommentatoren waren allerdings ganz niedlich und haben sich wirklich Mühe gegeben, den Zuschauern Infos zu den einzelnen Athleten zu geben und die Deutschen richtig auszusprechen. Am Niveau der deutschen Berichterstattung können die hier aber nicht mal ansatzweise riechen. Gut, sie kennen die Ergebnisse der letzten Rennen, aber man darf nicht erwarten, dass spontan jemand weiß, welchen Platz im Gesamtweltcup ein Sportler mit seinem Rennergebnis einnimmt. In Deutschland weiß der erfahrene Biathlonreporter, wie man sich das Ergebnis mal fix errechnet oder zumindest die richtige Info von der Regie bekommt, hier wird rumphilosophiert, ob denn nun Wilhelm oder Neuner vorne liegt.

Aber gut, Biathlon ist hier so eine Randsportart wie Rugby in Deutschland – ich werde mich also lieber darüber freuen, dass die Rennen überhaupt übertragen werden und für mich selbst kommentieren, anstatt zu nörgeln, dass die Briten das nicht so toll wie die Jungs und Mädels von ARD und ZDF hinbekommen. Beste Britin war übrigens Emma Fowler aus Somerset (also ganz in der Nähe) mit Rang 81, ihre Landsfrau Adele Walker landete auf 102 von 106 Startern, das nur zur Info für alle Biathlonfans.

*** English version:

The reporting on biathlon on British television is weird, at least that’s what I think after today’s afternoon of biathlon. I mean it’s amazing that Europsport UK reports live at all, because there is hardly any team that’s worse in biathlon than the UK and the Netherlands, but the reporting was really a joke.

There was almost no chance to see that the sport actually consists of both – crosscountry skiing and shooting, 98 percent of what was shown were the shooting range, every now and then you got pictures from start and finish and if you were lucky you could see that such a thing as a penalty lap existed. The reporters were quite cute and they really tried to give as much information as possible and to pronounce the names of the Germans properly, but you can’t compare the level of reporting with the German one – there are worlds between them. Okay, they know the results of the last races and have heard about some basic facts, but you can’t expect them to spontaneously know where an athlete ranks after their race. Every experienced German reporter knows how to calculate the Worldcup points, but in the UK they philosophise whether Wilhelm or Neuner is ahead.

But okay, biathlon is as popular in the UK as rugby is in Germany, so I think I should better be glad that they show it on TV at all and will start commenting on my own instead of moaning that the guys from ARD and ZDF are doing a better job than the Brits. By the way, best British athlete was Emma Fowler from Somerset (so really close to Bristol) on position 81, Adele Walker became 102 out of 105 athletes – only to inform all the biathlon fans out there.

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