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Weihnachtsendspurt – the last days before Christmas

Christmas Shopping Meine letzte Schulwoche für dieses Schuljahr ist nun auch fast zu Ende und deshalb noch mal schnell ein kurzer Rückblick über das, was hier in den letzten Tagen so passiert ist. Letzten Montag litt ich unter einem entsetzlichen Kater  und dachte, ich würde den nächsten Morgen nicht mehr erleben, weil ein gewisser Herr im Vergleich zu mir einfach mal viel zu viel verträgt oder ich einfach nur nicht in Form war, am Dienstag bin ich dann ominöserweise doch wieder aufgewacht und am Mittwoch war ich dann mit Khatija beim Weihnachtskonzert der Schule.Ihr wisst ja, dass ich eine kleine Schwäche für Weihnachtslieder, Konzerte und singende Kinder habe, von daher könnt ihr euch ja denken, dass ich mal wieder hin und weg war und den ganzen Abend über fröhlich singend durch’s Haus gesprungen bin. Am Liebsten hätte ich die ja alle mitgenommen, damit sie mir vierundzwanzig Stunden am Tag ihre Liedchen vorsingen und spielen kommen, aber um Konflikten mit ihren Eltern aus dem Wege zu gehen, habe ich die Idee dann doch lieber zu den Akten gelegt und selbst gesungen. Ansonsten ist in der letzten Woche nicht wirklich viel passiert, glaube ich, zumindest kann ich mich an nichts Besonderes mehr erinnern.

Am Montag dieser Woche war dann unsere Language-Assistant-Wichtel-Weihnachtsfeier, die wir im “Bella Pizza” bei italienischem Essen und leckerem Schokokuchen begangen haben. War mal wieder ein lustiger Abend, wohl auch dank Lauriannes Geschenk für Pierre, und wir haben herzhaft gelacht. Schreit also definitiv nach einer Wiederholung zu Ostern oder irgendner anderen Feierlichkeit, die wir noch erfinden müssen. Ach ja, für alle, die es interessiert, ich habe ganz wundervolle pinke Minnie Mouse Hausschuhe bekommen. Perfektes Geschenk für mich, ich hatte ja schon leichte Panik, was mich erwarten würde, aber mein Secret Santa hat das mal ausgezeichnet hinbekommen. Am Dienstag gings dann noch mal zum Weihnachtsgeschenke einkaufen ins Zentrum, dieses Mal aber nicht wirklich für euch, sondern im Auftrag der britischen Weihnacht. Obwohl es nach anfänglichen Schwierigkeiten nicht wirklich danach aussah, habe ich tatsächlich noch alles bekommen und konnte dann noch mal ab zur Schule.

Da gab’s nämlich mal wieder was zu bestauen – dieses Mal die Tanzkünste der Schüler. In einem etwa zweistündigen Programm gab es so ziemlich alles zu sehen, was man auf zwei Beinen und zu Musik anstellen kann. Breakdance, Modern Dance, klassische Choreographien zur Musik der Nussknacker Suite und der Jump Dance, den einige meiner Schüler aufgeführt haben, waren nur einige der Programmpunkte – letzterer war aber wirklich einer meiner Favoriten, weil er einfach mal richtig gut aufgezogen und in eine tolle Show verpackt war. Ich hab mich jedenfalls köstlich amüsiert und freu mich schon auf das, was mich dann im nächsten Jahr hier erwartet. Jetzt werde ich aber mal den Rest der Woche genießen und dann geht es am Montag nach Hause zum Schwarzbrot und Gehacktesessen 😀

*** English version ***

My last week at school for this year is almost over, so I take the chance to give zou a quick overview of what happened over the last couple of days. Last Monday I was suffering from a horrible hang over and thought I won’t wake up ever again, because I couldn’t handle the British way of drinking in contrast to somebody else or because I was simply not in form,but anyway, I woke up on Tuesday and on Wednesday I went to the Christmas Concert of my school with Khatija. And as you all know how much I like Christmas carols, concerts and singing kids, I don’t really have to tell you how much I enjoyed it and that I was totally on Christmas drugs afterwards, jumping through the house singing and whistling Christmas songs. I so would have loved to take them all home and make them sing and play for me for at least 24 hours, but in order to avoid conflicts with their parents I thought it would be best to banish that thought and sing on my own. Well, as I can’t remember anything really really special, there hasn’t happened anything too exciting it seems.

On Monday we had our little Secret-Santa-Dinner with some of us assistants and it was a really nice evening that we spent in a little Italian restaurant called “Bella Pizza” having Italian food and lush chocolate cake. Was well fun again, probably especially because of Lauriannes present to Pierre, and we really laughed a lot. We definitely have to do that again for Easter or another occasion that we have to make up or something, but secret presents are cool. At first, I was a bit afraid of what I would get, but I definitely got the perfect gift – pink Minnie Mouse slippers. Thanks Secret Santa! On Tuesday I went to town for another shopping session, but this time I did not go there to buy presents for you, but on behalf of British Christmas and although I thought everything would turn out a bit tricky, I got Modern Danceeverything and could leave for another great show at John Cabot’s. This time we watched the pupils dance and it was really amazing. In a two-hour programme we saw pretty much everthing you can do on two legs and with music on. There were bits of Breakdance, Modern Dance, classic choreographies for parts of the Nutcracker Suite and a Jump Dance, which was bloody amazing. I did at least really enjoy myself and do absolutely look forward to next year’s events. Until then I’ll enjoy the rest of the week, because I am going home for Christmas for some lush German bread and minced meat

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Verbrechen begehen – Committing a crime

christmasmarketDie Zeit vergeht momentan sowas von im Flug, dass ich es selbst kaum glauben kann. Heute konnte ich schon das zweite Türchen meines Adventskalenders öffnen und in drei Wochen bin ich schon für meine Weihnachtsferien in Deutschland. Es ist wirklich der Wahnsinn und glaubt es oder nicht, aber, ich habe bereits alle Weihnachtsgeschenke gekauft – muss den Spaß dann nur noch irgendwie nach Deutschland kriegen, aber mir fällt bestimmt noch ‘ne clevere Verpackungstaktik ein.

Gestern war nämlich mein freier Tag und den habe ich für eine ausgiebige Shoppingtour durch Cabot Circus, The Mall und den Rest des Zentrums genutzt. Neben Massen an Weihnachtsgeschenken ist auch jede Menge für mich abgesprungen. Eine meiner gestern noch gefeierten Errungenschaften habe ich allerdings eine halbe Stunde später schon wieder bereut – eine Mütze. Chrischi hat sich bei der Vorstellung gestern schon totgelacht, aber ja, ich habe mir eine Mütze gekauft. Die Farbe gefällt mir auch immer noch – lila, der letzte Versuch, aber komischerweise ist mir die Mütze jetzt irgendwie viel zu groß und gibt mir das Gefühl, einfach nur total bescheuert auszusehen. Joah, was gibt es sonst noch so zu berichten? Eigentlich so viel, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, aber das ist dann wahrscheinlich nur die gerechte Strafe dafür, dass ich in letzter Zeit so unregelmäßig blogge.

Die letzte Woche war relativ ruhig, obwohl in der Schule ziemlich viel auf dem Programm stand. Die Jahrgänge 10 und 11 haben ihre Vorprüfungen geschrieben, das heißt Prüfungen in den Bereichen Lesen, Hören und Schreiben absolviert und jetzt bereiten wir uns auf die mündlichen Prüfungen in der nächsten Woche vor. Von Dienstag bis Donnerstag werden wir insgesamt 65 Schüler jeweils 30 Minuten lang in die Mangel nehmen, von diesen 30 Minuten können allerdings 15 Minuten zur Vorbereitung genutzt werden. Also alles halb so wild. Der Großteil wird die mündliche Prüfung bestimmt gut meistern, allerdings macht sich unter den Schülern so langsam die Panik breit, weil sich das Geforderte nach wirklich viel Arbeit anhört: Jeder Schüler muss eine einminütige Präsentation zu einem Thema nach Wahl machen, dann gibt es zwei kurze Rollenspiele, wie zum Beispiel „Beim Arzt“, „Im Fundbüro“ oder „Im Hotel“ und dann folgt ein kurzer Teil, in dem es sich um Konversation dreht. Wer jetzt allerdings denkt, da könnte irgendwas Unvorhergesehenes passieren, der irrt, denn alle Schüler haben einen Fragenkatalog, der sämtliche Fragen, die gestellt werden können, abdeckt und sogar noch eine Vielzahl von Antwortmöglichkeiten gibt. Für die Schüler, die sich für das höhere Sprach-Niveau entscheiden, gibt es eine kleine Änderung im Rollenspiel-Teil. Sie müssen eines der normalen Rollenspiele machen und ein narratives Rollenspiel, d.h. anhand von fünf Bildern einen Tagesablauf beschreiben. Das machen allerdings nur etwa 12 von 65, die werden dann also das Highlight der drei Tage werden.

Ansonsten werde ich nach der mündlichen Prüfung meine eigene kleine Gruppe bekommen, die ich bis zu den Abschlussprüfungen im nächsten Jahr unterrichten werde. Juchu! Das wird zwar mehr Arbeit als einfach nur mal so irgendwelche Sprechübungen zu machen und im Unterricht Fragen zu beantworten, aber ich freue mich schon richtig darauf, mir tolle Wege auszudenken, um ihnen die verhasste Grammatik näher zu bringen oder ihnen dabei zu helfen, sich Vokabeln einzuprägen. Ich hab schon zehn Millionen Ideen – wenn doch nur mehr Zeit wäre, das alles umzusetzen! In der nächsten Woche steht außerdem noch der sogenannte „Options-Evening“ an, ein Abend, zu dem die Schüler der achten und neunten Klassen mit ihren Eltern kommen, um sich nach einer Vorstellung aller Fächer für ihre GCSE-Kurse zu entscheiden. Das GCSE ist hier so etwas wie die Mittlere Reife. Meine Aufgabe für diesen Abend ist es nun also, den Fachbereich Deutsch so toll, spannend, innovativ und super wie nur denkbar darzustellen, damit sich möglichst viele Schüler für das Fach Deutsch entscheiden und das bedarf natürlich einiger Vorbereitung. Ich denke aber, dass das, was ich bereits habe und das, was da noch so kommen wird, ganz cool wird und wir hoffentlich ganz gut wegkommen. Ansonsten gibt’s morgen Abend noch ein Theaterstück in der Schule, das der Theaterkurs des Jahrgangs 12 aufführt und das ich mir wenn nichts dazwischen kommt auf jeden Fall anschauen werde, weil auch eine meiner Schülerinnen mitspielt, die später Musicaldarstellerin werden möchte.Kultur pur hier, letztens war ich übrigens mal wieder im Kino – gab „Changeling“ mit Angelina Jolie und John Malkovich, der in Deutschland mit dem Namen „Der fremde Sohn“ in die Kinos kommt. Sehr sehenswert, also unbedingt angucken!

Am selben Tag ging’s dann auch noch mal über den Weihnachtsmarkt hier in Bristol, der allerdings anders als alles andere, was mit Weihnachten zu tun hat, recht mickrig ausfällt. So gibt es nur 12 bis 15 Stände, ich hab vergessen zu zählen, ein Riesenrad mit dem keiner fährt und ein riesiges Bierzelt, in dem wahrscheinlich selbst nach Schließung „Do they know it’s Christmas“ und „Christmas Time“ von John Lennon und Yoko Ono laufen. Nichts gegen die Musik, ich sing ja selbst immer fleißig mit, aber jedes Mal, wenn man dort vorbei geht, läuft eines der beiden Lieder. Ach ja, die deutsche Bratwurst war okay, auch wenn eine ordentliche Thüringer besser gewesen wäre, aber der Glühwein war irgendwie nicht das Gelbe vom Ei. Heiß und fruchtig war er ja schon, aber der Wein war bis zum Schluss nicht zu schmecken. Im Zuge unseres Glühweinabenteuers haben wir auch ein Verbrechen begangen. Wir wollten gerade mit unserem Glühwein in der Hand vom Weihnachtsmarkt spazieren, da hält uns ein Ordner an und meint, wir möchten doch bitte auf dem Gelände austrinken, Alkohol in der Öffentlichkeit sei doch schließlich verboten. Wir hatten’s aber eilig, weil wir noch ins Kino wollten, also haben wir brav gepustet und so getan als würden wir uns an seine Anordnung halten und schwupps, als der gute Mann weiter Patrouille lief, waren wir hinter den nächsten Ecke verschwunden und mit Glühwein im City Centre unterwegs, coole Aktion, oder? Stellt euch mal vor, wir wären erwischt worden, das hätte hübsche neue Passfotos gegeben, haha. Naja, jetzt wärm ich mal weiter meine Füße an Jamies tollen Kamin und mach mich dann an die englische Übersetzung dieses Textes und dann wird noch ein bisschen Unterricht vorbereitet. Also ihr Lieben, habt eine tolle Adventszeit und putzt am Sonnabend ordentlich eure Stiefel!

*** English version:

christmasTime’s running so fast, I can hardly believe it. I opened the second door of my advent calendar toay and it is only three more weeks until I am in Germany for my Christmas holidays, but what is even more amazing: I have all my Christmas presents – only have to get them to Germany somehow, but I think I’ll find a way. Well anyway, as it’s been my day off yesterday so I used it for some massive Christmas shopping at Cabot Circus, The Mall and all the rest of the centre and I did not only buy loads of presents, but also pretty much stuff for me. Shame, shame, shame and as if that wasn’t enough, I have to tell you that I did already regret one of my buyings 30 minutes after leaving the shop – I bought a hat. Yeah, Chrischi already laughed her ass off thinking of me wearing a hat, but it was friggin cold and I really liked the colour. Well, I still do, but it is somehow much bigger now than it was in the shop and this somehow gives me the feeling of looking totally stupid wearing it. But okay, what else could I tell you? Actually there’s millions of things, but as I haven’t blogged for such a long time again (I know it’s my fault) I have no clue where to start.

The last week was pretty quiet, although it was a busy time at school as my year 10s and 11s had their mock exams and did their exams in reading, listening and writing and prepare for their speaking next week, which means 65 oral examinations for us from Tuesday to Thursday. Each of them has 30 minutes whereas they can use 15 minutes for preparation, so it’s only 15 minutes they do really use for speaking. I am really sure they’ll be doing fine, but there are quite a lot of them who already start to panic, because they think it is really much work to do, but they actually only have to do a one-minute speech on a topic they pick, two role plays on „At the doctor“, „In the lost property office“ or „In the hotel“ and afterwards there’s a bit of conversation on questions they do already know from a catalogue giving them even the answers to all of the possible questions. There is only a slight difference for those doing the higher level, which are only 12 out of 65, but at least it is a bit of a change for us: They have to do a narrative role play instead of the second normal one. What is pretty cool is that I get my own small group of year 11s after their speaking to prepare them for their exams next year. Yippie! That means of course way more work than now, but I am really looking forward to it as I can think of many many cool things to help them get the grammar or to learn their vocabulary. I do already have millions of ideas on what to do with them – if there was only the time to realise all of them, but first of all there is next weeks „Option Evening“ that shall help students and parents of years 8 and 9 to decide for their GCSE subjects. My task will be to present German as a subject as great, exciting and funny as possible so that as many as possible decide on taking it as their GCSE subject and that is of course a bit of work, but I think I found some really nice activities, so we’ll be fine. What else is there? Ah right, tomorrow I’ll go and see a performance of year 12s drama course, which will hopefully be great fun, but I promised to come as one of my students is acting and she wants to become a musical actor after leaving school, so it will be pretty interesting to see her, I think. What a cultural life I have, my dears – last week I went to the cinema again and saw „Changeling“ with Angelina Jolie and John Malkovich which is a really brilliant film, so if you haven’t seen it by now go to the cinema and do it. It’s really worth it!

The same day we went to Bristol’s Christmas Market which is a bit sorry for itself as it has only 12 or 15 stalls, a ferring wheel nobody is using and a beer tent playing „Do they know it’s Christmas“ or „Happy Christmas“ by John Lennon and Yoko Ono all day. I mean, I love those songs and do always sing along, but they are playing it every time you pass the market. It’s amazing! And they sell German Bratwurst and German Glühwein, which was only hot and fruity, but didn’t seem to contain any alcohol at all, but what was best was that we commited a crime that day! When a security guy of the market told us that we weren’t allowed to leave the market with our mulled wine because that was illegal we pretended to stay there and drink it there, but sneaked around the corner and escaped when he kept on doing his patrol. Too cool, would have been so funny if we would have been caught, only imagine the pics, haha! But okay, that’s all for today, I hope you all have an awesome Christmas time and don’t forget to clean your boots for Saturday!

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Bei den Höhlenmenschen – Visiting the cave men

Ja, ich habe lange nichts mehr geschrieben und ja, ich gelobe Besserung. Wirklich sogar, denn ich hab meine treue Leserschaft in der Tat sträflichst vernachlässigt. Nicht mit Absicht, sondern, weil ich hier momentan alles andere als gelangweilt bin und, weil mein Blogeintrag der letzten Woche nach einem klitzekleinen Problem irgendwo in den Tiefen meines Laptops verschollen ging. Aber egal, ich habe die Feierlichkeiten zum Jahrestag von Gay Fawkes Attentat auf das britische Parlament inklusive anderthalb Wochen Nonstop-Feuerwerk hervorragend überstanden, die erste Woche Schule nach den Herbstferien verlief auch bestens und joah, sonst muss ich doch echt mal erwähnen, dass hier bei mir ungeahnte hausfrauliche Fähigkeiten ans Tageslicht treten. Kochen und backen machen tatsächlich Spaß, man mag es kaum glauben. Kommentare zu meinen Kochkünsten dorthin, wo sie hingehören und wenn nicht, wird bitte für immer geschwiegen!

Um mal zum eigentlichen Punkt zu kommen: Aline und ich waren heute mit der Freundin von Prinzessin Mia von Genovien aus „Plötzlich Prinzessin“ in Cheddar. Verblüffende Ähnlichkeit und mindestens genauso freakig, aber so haben Aline und ich es gleich noch mal nen Zacken lustiger gehabt als ohnehin schon. Ach ja, bevor hier das große Grübeln ausbricht, ja es ist DAS Cheddar und ja, dort gibt es Käse. Der und die alten Höhlen des Cheddar Gorge sind aber auch das einzige, was der Ort so an touristischen Attraktionen zu bieten hat. Das lassen neben unseren Beobachtungen jedenfalls auch die Reaktionen der Engländer erahnen, denen man berichtet, man würde einen Ausflug nach Cheddar machen. Aber egal, uns hat es nämlich richtig gut gefallen und länger als einen Tag muss man ja auch nicht bleiben, wenn man nicht will. Wir haben unseren Aufenthalt jedenfalls genutzt, um uns alles anzugucken, was uns so in die Quere kam. Beine vertreten musste nach der Busfahrt allerdings auch unbedingt sein. Ich habe noch nie solange in einem Bus gesessen, der nur 24 km zurücklegen muss – das Ganze hat fast anderthalb Stunden gedauert. War jetzt aber auch nicht so schlimm, weil die Landschaft mal wieder ein Traum war. Ich kann es kaum erwarten das alles im Frühjahr und Sommer zu sehen und dann bei nem Pint Cider im Biergarten einer der vielen kleinen Cider Farms zu sitzen, aber zurück nach Cheddar. Das ist nämlich nicht nur Englands Käse-Hauptstadt, sondern auch Heimat von Höhlenmenschen und einer richtig tollen Höhle, die auf „Herr der Ringe“ getrimmt ist. Gibt noch eine weitere, in der man sich über alles Theoretische informieren kann, also wann welche Gesteinsart entstanden ist, wo sich weitere unterirdische Höhlen befinden und was denn nun eigentlich der immer wieder vergessene Unterschied zwischen Stalaktiten und Stalagmiten ist, von denen ich bis eben fälschlicherweise dachte, sie hießen Stalakniten, aber die viel lustigere Höhle ist die, in der man sich auf die Suche nach einem Kristall macht, der von einem großen Feuer spuckenden Drachen bewacht wird. Blöderweise waren Aline und ich vom Rest der Höhle sowas von hin und weg, dass wir vor lauter Fotos und Rumgeblödel das Ende vollkommen verpasst haben. Also gab’s für uns nur den Kristall, aber keine Showeinlage von seinem Hüter. Dafür konnten wir uns dann im prähistorischen Museum nochmal so richtig austoben, nachdem wir uns brav mit Richard Cox Gough’s Biographie, Steinzeitmenschen im Allgemeinen, dem Feuermachen und Jagen sowie Kannibalismus beschäftigt haben. Neben den Ausstellungsstücken zum Thema Höhlenmalerei gab es nämlich eine Plexiglaswand auf der man nach Herzenslust mit roten, gelben und blauen Wasserfarben rumkritzeln konnte. Dass ich dabei meine helle Freude hatte, könnt ihr euch ja denken -fehlten nur noch Glitzerfarben und pinke Prinzessinnen-Aufkleber!

Aber auch der schönste Ausflug geht mal zu Ende und so haben wir uns gegen 16 Uhr auf den Weg in Richtung Wells gemacht, von wo aus der Bus weiter in Richtung Bristol ging. Die Wartezeit haben wir uns dann mit einem Sprint zur Wells Abbey verkürzt, bevor es wieder nach Hause ging, wo Aline und ich noch ne Runde durch die City gedreht und ein Riesenrad vor’m Castle Park entdeckt haben. Juchu, ihr wisst, was das heißt. Außerdem ist hier momentan das absolute Weihnachtsfieber ausgebrochen. Das äußert sich in Deko, Deko und noch mehr Deko, Werbung für Weihnachtsmusical und lustigen Weihnachtsliedern, die ich wie immer, schon seit September singe. Aber ist ja nichts Neues für euch, ne?

*** English version:

Shame on me! I haven’t written anything for ages, but I’ll be a god girl again and try to get you as up to date as possible. To defend myself, I did not forget you, but I was just terribly busy, my last entry disappered somewhere on my laptop and yes, that’s basically the main reasons for me not writing. But okay, as you can see, I survived the Gay Fawkes Night including all the fireworks and my first week at school after the first term break and yepp, everything else is fine as well. What should be mentioned as well: I am just discovering my housewife skills – cooking and baking can be real fun, I can’t believe it. All those who want to leave comments know where to do that – the other ones may keep silent until the end of their days!

But to get to the point of this post: Aline and me went to Cheddar with Princess Mia of Genovia’s best friend herself. Their resemblence and daftness was amazing, but so Aline and me had even more fun than we’d have anyway. Ah and to make things clear: Yes, it was THE Cheddar and yes, there was cheese, which by the way seems to be the only tourist attraction along with the caves of the Cheddar Gorge. But okay, we didn’t plan to stay there for ages so everything was fine and we had a really good time down there exploring everything we could get. That was absolutely necessary anyway as the 18 miles to go there took us almost one and a half hour – by far the longest trip I’ve ever had by bus when you relate it to the really short way. But it was only half as horrible as it might sound now as the landscape was really nice and I am already looking forward to having a nice pint of Cider in one of the beer gardens of one of the dozens of Cider Farms during summer time down there, but let’s get back to Cheddar, which is not only England’s capital of cheese, but also home of ancient cave men and a really amazing cave that kind of works with the “Lord of the rings“ characters. There is also another cave where you can get a lot of theoretical information on the origins of certain rocks, further cave systems and the difference between stalactites and stalagmites, that you’ll forget again as soon as you leave the cave anyway. But the real highlight was the cave in which you could go on a quest for a crystal protected by a fire spitting dragon. Unfortunately, Aline and I enjoyed the cave that much that we spent ages at each station taking millions of pictures or fooling around and guess what, we missed the final. When we finally arrived in the last cave the show was already over and there was only the crystal left, but we could luckily go wild in the prehistoric museum after dealing with Richard Cox Gough’s biography, cave men in general, hunting, starting a fire and cannibalism, because there was an awesome wall made of plexiglas next to some exhibits of cave-painting and you could doodle on it with red, yellow and blue water colours. Guess you can figure out who was definitely having fun with it – the only thing missing were glitter colours and some pink Disney princess stickers!

But all good things come to an end and so we went back to Wells at about 4 pm where we had a quick glance at the Abbey before heading towards Bristol again, where Aline and I did some window and DVD shopping and discovered a big wheel opposite the Galleries and directly in front of the Castle Park. Guys, you know what that means!

Furthermore, I’d like to officially announce that the Christmas season has started over here. Symptoms: Christmas decorations, decorations and more decorations, adverts for Christmas musicals and me singing the funny Christmas songs I am already singing in September anyway. But that’s nothing new, is it?

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Lage der Nation für Jule – State of the Union for Jule

Auf Wunsch einer einzelnen Dame, wir wollen ja keine Namen nennen, stimmt’s Jule, kommt jetzt mal wieder ein neuer Eintrag von mir. Da mein letztes Lebenszeichen vom Donnerstag stammte und ich heute, am Montag schreibe, heißt das, ich habe ein weiteres Wochenende in der Partyhochburg Bristol überlebt und das sogar richtig gut.

Am Freitag haben Aline und ich mal wieder bei Cider & Co. unseren Lieblingspub „The Crown“ unsicher gemacht. War eigentlich für 19.30 Uhr angesetzt, aber mein Bus entschied sich dann 30 Minuten Verspätung zu haben und so stand ich fast 40 Minuten an der Bushaltestelle und habe Smalltalk mit meinen Leidensgenossen gehalten. Sehr amüsant war, dass mindestens vier Busse der Linie 7 den Berg hinuntergefahren sind, 40 Minuten lang aber kein einziger von ihnen wieder hoch kam. Nach geraumer Zeit standen dann allerdings urplötzlich drei Busse auf einmal vor unserer Nase und so kam dann doch noch jeder dort an, wo er eigentlich hin wollte. Mit der Linie fahr ich aber trotzdem nicht mehr – meine Nr. 6 ist nämlich immer pünktlich und ihr wisst ja, ich kann Unpünktlichkeit bei anderen außer mir nicht leiden. Nun ja, nach schönem Abend im Pub ging es dann gegen Mitternacht wieder nach Hause, wo mich auch schon mein kleiner pelziger Mitbewohner sehnsüchtig erwartete. Nach ein paar Sprüngen auf meinen Laptop und ner ausführlichen Knuddelstunde hat er sich allerdings verkrümelt und mich bis morgens um 7 Uhr in Sicherheit schweben lassen. Dann ging’s in meinem Zimmer allerdings so richtig los – über’s Bett und unter den Schreibtisch, unter meine feinsäuberlich zusammengelegte Wäsche und noch dann noch ne Runde Krallenschärfen am Teppich und weiß ich wo. Nach einer halben Stunde war das Spektakel vorbei und ich konnte noch bis etwa 9 Uhr weiterschlafen, dann war ich allerdings so hellwach, dass ich aufstehen musste. Den Samstag hab ich dann ruhig angehen lassen, ich weiß gar nicht mehr genau, was ich überhaupt gemacht habe, jedenfalls bin ich dann abends zu Khatija spaziert und wir haben Nudeln gegessen, bevor wir weiter in Richtung City gefahren sind – mit europäischer Lenkung übrigens. Das gab ein paar ziemlich verwirrte Gesichter als wir an der Ampel standen. Zum „Vorglühen“ ging’s dann mal wieder ins „Agora“ mit den £1,95 Getränken. Das ist allerdings auch das einzig Gute an dem Laden, denn ab nem bestimmten Zeitpunkt wird die Musik dort so laut aufgedreht, dass an Unterhaltungen nicht mal mehr ansatzweise zu denken ist. Darüber trösten dann auch nicht die Getränkepreise hinweg, die im Vergleich zu normalen Pubs auch nicht so viel billiger sind, wie ich finde. Aber gut, ich bin sowieso eher der Pub-Typ. Ich find’s da einfach irgendwie kommunikativer und gemütlicher – gut also, dass wir nach ein, zwei Drinks weiter spaziert sind und einen ziemlich coolen Pub entdeckt haben – „The White Harte“. Da gab’s dann auch wieder lecker Cider und keinen Bacardi-Cola, wir konnten uns unterhalten und ja, war toll. Wann wir dann zu Hause waren, weiß ich gar nicht mehr so richtig, aber es war spät und ich bin nach ner Runde Computer spielen zum Runterkommen schnell ins Bett gefallen. Am Sonntag dann wieder morgendliches Theater mit Garfield und gemütliches Frühstück und dann ging’s zum Shoppen in die City. Fazit: böser, böser Cabot Circus! Man kauft dort eindeutig zu viel ein. Ich weiß schon, wohin ich mit einigen Bristolbesucher auf gar keinen Fall gehen darf, denn das hätte ein nicht so nettes Ende für Kreditkarten, Portemonnaies und den Koffer, der wieder nach Deutschland muss. Nicht, dass das nicht auch für mich gelten würde, aber ist ja für den Moment erstmal egal, ne? Nach fast fünfstündiger Shoppingtour durch ziemlich viele der 120 Geschäfte hab ich mich dann mit Aline im „@-Bristol“-Café getroffen, von wo aus wir dann später Richtung Bristol Cathedral spaziert sind. Dort warteten schon Alice und ihr Freund und nach ein paar Minuten kam auch Irish und Eva an. Zusammen sind wir dann zum Hafen gegangen, wo wir im „Pitcher & Piano“ Nachos gegessen und Preisfrage: was getrunken haben? Dem, der die richtige Antwort als Erster liefert, spendier ich selbiges Getränk bei Besuch in Bristol, ansonsten Pech gehabt 😛


*** English version:

On a special lady’s demand, we’re not mentioning any names Jule, are we, I’m writing another entry to my blog, now. As my last sign of life was on Thursday and today’s Monday you can see that I survived another weekend in partytown Bristol, but here we go:

On Friday, Aline and me have been to our favourite pub „The Crown“ again to have some Cider & Co. Actually we were meant to meet there at 7.30 pm, but as my bus decided to have a delay of 30 minutes I stood at the bus stop for 40 minutes and had smaltalk with my fellow sufferers. What was really weird is the fact that at least four busses of line 7 passed us and went down the hill, but none of them returned until there were suddenly three of them at the same time. Although we reached our aims really quickly I decided to keep on going into town only on my dear line 6 from now on. It is never late and it’s always very funny to go on this line as you can have really nice conversations. That’s how I got back home where Garfield was already waiting for me to cuddle him by the way and also jumped on my laptop a couple of times, but okay I interprete it as him being glad to see me. After some cuddles he went somewhere and left me in peace until 7 am when he suddenly started jumping through my room as if the devil himself was chasing after him. He jumped over my bed, hid under my desk and my clothes and sharpened his claws on the carpet and whereever. After doing this for almost 30 minutes he was so exhausted by his spectacle that he felt asleep again and got me another 1,5 h of sleep. My Saturday was quite relaxing though and I can’t even remember what I actually did, but in the evening I went to see Khatija’s house where we had some noodles before heading into town with her car that has a European steering. The confused faces when stopping infront of the traffic lights were so hilarious – especially the one of a little kid that might have never seen that before. Sooo cute! For predrinking we went to „Angora’s“ – the club with the £ 1,95 drinks again, but that’s really the only good thing about this place as from a certain point on the music is so loud that you can hardly understand anything. Not even the prices are a rebound for that, but I do think it’s not that cheap anyway when you compare it to real pubs which I absolutely prefere by the way. They are more comfortable and somehow more cummunicative or I am only more into pubs than in clubs – might be as easy as that. Well anyway, we found a really nice pub just off the Park Street that is called „The White Harte“ and yeah they were serving Cider and not only Bacardi-Cola there, we could understand each others words and it was a great night in the end. Don’t even know when we were back home again, but I went to bed pretty soon after calming down with some games on „Who has got the biggest brain“.

My Sunday started with another performance of Garfield and a nice breakfast and it continued with power shopping at Cabot Circus. Bad bad place! You definitely buy way too much there! I really know that I shouldn’t take some of my friends and family there when they come to visit me as they might get serious problems with their debit cards, their purses and their suitcases that will weigh far too much on their ways back to Germany. Not that this would not apply to my, but it doesn’t matter at the moment as I am here, does it?

After almost fives hours in many of the 120 shops at Cabot Circus I went to see Aline in the „@-Bristol“ café where we met to go to the Bristol Cathedral together to see Alice and her boyfriend, Eva and Irish. Altogether we went to the harbourside again where we had some Nachos and guess what at the „Pitcher & Piano“!? Who finds the right answer will get the drink when visiting me over here and who doesn’t visit me, but wants the drink gets a bad break 😛

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