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Verbrechen begehen – Committing a crime

christmasmarketDie Zeit vergeht momentan sowas von im Flug, dass ich es selbst kaum glauben kann. Heute konnte ich schon das zweite Türchen meines Adventskalenders öffnen und in drei Wochen bin ich schon für meine Weihnachtsferien in Deutschland. Es ist wirklich der Wahnsinn und glaubt es oder nicht, aber, ich habe bereits alle Weihnachtsgeschenke gekauft – muss den Spaß dann nur noch irgendwie nach Deutschland kriegen, aber mir fällt bestimmt noch ‘ne clevere Verpackungstaktik ein.

Gestern war nämlich mein freier Tag und den habe ich für eine ausgiebige Shoppingtour durch Cabot Circus, The Mall und den Rest des Zentrums genutzt. Neben Massen an Weihnachtsgeschenken ist auch jede Menge für mich abgesprungen. Eine meiner gestern noch gefeierten Errungenschaften habe ich allerdings eine halbe Stunde später schon wieder bereut – eine Mütze. Chrischi hat sich bei der Vorstellung gestern schon totgelacht, aber ja, ich habe mir eine Mütze gekauft. Die Farbe gefällt mir auch immer noch – lila, der letzte Versuch, aber komischerweise ist mir die Mütze jetzt irgendwie viel zu groß und gibt mir das Gefühl, einfach nur total bescheuert auszusehen. Joah, was gibt es sonst noch so zu berichten? Eigentlich so viel, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, aber das ist dann wahrscheinlich nur die gerechte Strafe dafür, dass ich in letzter Zeit so unregelmäßig blogge.

Die letzte Woche war relativ ruhig, obwohl in der Schule ziemlich viel auf dem Programm stand. Die Jahrgänge 10 und 11 haben ihre Vorprüfungen geschrieben, das heißt Prüfungen in den Bereichen Lesen, Hören und Schreiben absolviert und jetzt bereiten wir uns auf die mündlichen Prüfungen in der nächsten Woche vor. Von Dienstag bis Donnerstag werden wir insgesamt 65 Schüler jeweils 30 Minuten lang in die Mangel nehmen, von diesen 30 Minuten können allerdings 15 Minuten zur Vorbereitung genutzt werden. Also alles halb so wild. Der Großteil wird die mündliche Prüfung bestimmt gut meistern, allerdings macht sich unter den Schülern so langsam die Panik breit, weil sich das Geforderte nach wirklich viel Arbeit anhört: Jeder Schüler muss eine einminütige Präsentation zu einem Thema nach Wahl machen, dann gibt es zwei kurze Rollenspiele, wie zum Beispiel „Beim Arzt“, „Im Fundbüro“ oder „Im Hotel“ und dann folgt ein kurzer Teil, in dem es sich um Konversation dreht. Wer jetzt allerdings denkt, da könnte irgendwas Unvorhergesehenes passieren, der irrt, denn alle Schüler haben einen Fragenkatalog, der sämtliche Fragen, die gestellt werden können, abdeckt und sogar noch eine Vielzahl von Antwortmöglichkeiten gibt. Für die Schüler, die sich für das höhere Sprach-Niveau entscheiden, gibt es eine kleine Änderung im Rollenspiel-Teil. Sie müssen eines der normalen Rollenspiele machen und ein narratives Rollenspiel, d.h. anhand von fünf Bildern einen Tagesablauf beschreiben. Das machen allerdings nur etwa 12 von 65, die werden dann also das Highlight der drei Tage werden.

Ansonsten werde ich nach der mündlichen Prüfung meine eigene kleine Gruppe bekommen, die ich bis zu den Abschlussprüfungen im nächsten Jahr unterrichten werde. Juchu! Das wird zwar mehr Arbeit als einfach nur mal so irgendwelche Sprechübungen zu machen und im Unterricht Fragen zu beantworten, aber ich freue mich schon richtig darauf, mir tolle Wege auszudenken, um ihnen die verhasste Grammatik näher zu bringen oder ihnen dabei zu helfen, sich Vokabeln einzuprägen. Ich hab schon zehn Millionen Ideen – wenn doch nur mehr Zeit wäre, das alles umzusetzen! In der nächsten Woche steht außerdem noch der sogenannte „Options-Evening“ an, ein Abend, zu dem die Schüler der achten und neunten Klassen mit ihren Eltern kommen, um sich nach einer Vorstellung aller Fächer für ihre GCSE-Kurse zu entscheiden. Das GCSE ist hier so etwas wie die Mittlere Reife. Meine Aufgabe für diesen Abend ist es nun also, den Fachbereich Deutsch so toll, spannend, innovativ und super wie nur denkbar darzustellen, damit sich möglichst viele Schüler für das Fach Deutsch entscheiden und das bedarf natürlich einiger Vorbereitung. Ich denke aber, dass das, was ich bereits habe und das, was da noch so kommen wird, ganz cool wird und wir hoffentlich ganz gut wegkommen. Ansonsten gibt’s morgen Abend noch ein Theaterstück in der Schule, das der Theaterkurs des Jahrgangs 12 aufführt und das ich mir wenn nichts dazwischen kommt auf jeden Fall anschauen werde, weil auch eine meiner Schülerinnen mitspielt, die später Musicaldarstellerin werden möchte.Kultur pur hier, letztens war ich übrigens mal wieder im Kino – gab „Changeling“ mit Angelina Jolie und John Malkovich, der in Deutschland mit dem Namen „Der fremde Sohn“ in die Kinos kommt. Sehr sehenswert, also unbedingt angucken!

Am selben Tag ging’s dann auch noch mal über den Weihnachtsmarkt hier in Bristol, der allerdings anders als alles andere, was mit Weihnachten zu tun hat, recht mickrig ausfällt. So gibt es nur 12 bis 15 Stände, ich hab vergessen zu zählen, ein Riesenrad mit dem keiner fährt und ein riesiges Bierzelt, in dem wahrscheinlich selbst nach Schließung „Do they know it’s Christmas“ und „Christmas Time“ von John Lennon und Yoko Ono laufen. Nichts gegen die Musik, ich sing ja selbst immer fleißig mit, aber jedes Mal, wenn man dort vorbei geht, läuft eines der beiden Lieder. Ach ja, die deutsche Bratwurst war okay, auch wenn eine ordentliche Thüringer besser gewesen wäre, aber der Glühwein war irgendwie nicht das Gelbe vom Ei. Heiß und fruchtig war er ja schon, aber der Wein war bis zum Schluss nicht zu schmecken. Im Zuge unseres Glühweinabenteuers haben wir auch ein Verbrechen begangen. Wir wollten gerade mit unserem Glühwein in der Hand vom Weihnachtsmarkt spazieren, da hält uns ein Ordner an und meint, wir möchten doch bitte auf dem Gelände austrinken, Alkohol in der Öffentlichkeit sei doch schließlich verboten. Wir hatten’s aber eilig, weil wir noch ins Kino wollten, also haben wir brav gepustet und so getan als würden wir uns an seine Anordnung halten und schwupps, als der gute Mann weiter Patrouille lief, waren wir hinter den nächsten Ecke verschwunden und mit Glühwein im City Centre unterwegs, coole Aktion, oder? Stellt euch mal vor, wir wären erwischt worden, das hätte hübsche neue Passfotos gegeben, haha. Naja, jetzt wärm ich mal weiter meine Füße an Jamies tollen Kamin und mach mich dann an die englische Übersetzung dieses Textes und dann wird noch ein bisschen Unterricht vorbereitet. Also ihr Lieben, habt eine tolle Adventszeit und putzt am Sonnabend ordentlich eure Stiefel!

*** English version:

christmasTime’s running so fast, I can hardly believe it. I opened the second door of my advent calendar toay and it is only three more weeks until I am in Germany for my Christmas holidays, but what is even more amazing: I have all my Christmas presents – only have to get them to Germany somehow, but I think I’ll find a way. Well anyway, as it’s been my day off yesterday so I used it for some massive Christmas shopping at Cabot Circus, The Mall and all the rest of the centre and I did not only buy loads of presents, but also pretty much stuff for me. Shame, shame, shame and as if that wasn’t enough, I have to tell you that I did already regret one of my buyings 30 minutes after leaving the shop – I bought a hat. Yeah, Chrischi already laughed her ass off thinking of me wearing a hat, but it was friggin cold and I really liked the colour. Well, I still do, but it is somehow much bigger now than it was in the shop and this somehow gives me the feeling of looking totally stupid wearing it. But okay, what else could I tell you? Actually there’s millions of things, but as I haven’t blogged for such a long time again (I know it’s my fault) I have no clue where to start.

The last week was pretty quiet, although it was a busy time at school as my year 10s and 11s had their mock exams and did their exams in reading, listening and writing and prepare for their speaking next week, which means 65 oral examinations for us from Tuesday to Thursday. Each of them has 30 minutes whereas they can use 15 minutes for preparation, so it’s only 15 minutes they do really use for speaking. I am really sure they’ll be doing fine, but there are quite a lot of them who already start to panic, because they think it is really much work to do, but they actually only have to do a one-minute speech on a topic they pick, two role plays on „At the doctor“, „In the lost property office“ or „In the hotel“ and afterwards there’s a bit of conversation on questions they do already know from a catalogue giving them even the answers to all of the possible questions. There is only a slight difference for those doing the higher level, which are only 12 out of 65, but at least it is a bit of a change for us: They have to do a narrative role play instead of the second normal one. What is pretty cool is that I get my own small group of year 11s after their speaking to prepare them for their exams next year. Yippie! That means of course way more work than now, but I am really looking forward to it as I can think of many many cool things to help them get the grammar or to learn their vocabulary. I do already have millions of ideas on what to do with them – if there was only the time to realise all of them, but first of all there is next weeks „Option Evening“ that shall help students and parents of years 8 and 9 to decide for their GCSE subjects. My task will be to present German as a subject as great, exciting and funny as possible so that as many as possible decide on taking it as their GCSE subject and that is of course a bit of work, but I think I found some really nice activities, so we’ll be fine. What else is there? Ah right, tomorrow I’ll go and see a performance of year 12s drama course, which will hopefully be great fun, but I promised to come as one of my students is acting and she wants to become a musical actor after leaving school, so it will be pretty interesting to see her, I think. What a cultural life I have, my dears – last week I went to the cinema again and saw „Changeling“ with Angelina Jolie and John Malkovich which is a really brilliant film, so if you haven’t seen it by now go to the cinema and do it. It’s really worth it!

The same day we went to Bristol’s Christmas Market which is a bit sorry for itself as it has only 12 or 15 stalls, a ferring wheel nobody is using and a beer tent playing „Do they know it’s Christmas“ or „Happy Christmas“ by John Lennon and Yoko Ono all day. I mean, I love those songs and do always sing along, but they are playing it every time you pass the market. It’s amazing! And they sell German Bratwurst and German Glühwein, which was only hot and fruity, but didn’t seem to contain any alcohol at all, but what was best was that we commited a crime that day! When a security guy of the market told us that we weren’t allowed to leave the market with our mulled wine because that was illegal we pretended to stay there and drink it there, but sneaked around the corner and escaped when he kept on doing his patrol. Too cool, would have been so funny if we would have been caught, only imagine the pics, haha! But okay, that’s all for today, I hope you all have an awesome Christmas time and don’t forget to clean your boots for Saturday!

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Bei den Höhlenmenschen – Visiting the cave men

Ja, ich habe lange nichts mehr geschrieben und ja, ich gelobe Besserung. Wirklich sogar, denn ich hab meine treue Leserschaft in der Tat sträflichst vernachlässigt. Nicht mit Absicht, sondern, weil ich hier momentan alles andere als gelangweilt bin und, weil mein Blogeintrag der letzten Woche nach einem klitzekleinen Problem irgendwo in den Tiefen meines Laptops verschollen ging. Aber egal, ich habe die Feierlichkeiten zum Jahrestag von Gay Fawkes Attentat auf das britische Parlament inklusive anderthalb Wochen Nonstop-Feuerwerk hervorragend überstanden, die erste Woche Schule nach den Herbstferien verlief auch bestens und joah, sonst muss ich doch echt mal erwähnen, dass hier bei mir ungeahnte hausfrauliche Fähigkeiten ans Tageslicht treten. Kochen und backen machen tatsächlich Spaß, man mag es kaum glauben. Kommentare zu meinen Kochkünsten dorthin, wo sie hingehören und wenn nicht, wird bitte für immer geschwiegen!

Um mal zum eigentlichen Punkt zu kommen: Aline und ich waren heute mit der Freundin von Prinzessin Mia von Genovien aus „Plötzlich Prinzessin“ in Cheddar. Verblüffende Ähnlichkeit und mindestens genauso freakig, aber so haben Aline und ich es gleich noch mal nen Zacken lustiger gehabt als ohnehin schon. Ach ja, bevor hier das große Grübeln ausbricht, ja es ist DAS Cheddar und ja, dort gibt es Käse. Der und die alten Höhlen des Cheddar Gorge sind aber auch das einzige, was der Ort so an touristischen Attraktionen zu bieten hat. Das lassen neben unseren Beobachtungen jedenfalls auch die Reaktionen der Engländer erahnen, denen man berichtet, man würde einen Ausflug nach Cheddar machen. Aber egal, uns hat es nämlich richtig gut gefallen und länger als einen Tag muss man ja auch nicht bleiben, wenn man nicht will. Wir haben unseren Aufenthalt jedenfalls genutzt, um uns alles anzugucken, was uns so in die Quere kam. Beine vertreten musste nach der Busfahrt allerdings auch unbedingt sein. Ich habe noch nie solange in einem Bus gesessen, der nur 24 km zurücklegen muss – das Ganze hat fast anderthalb Stunden gedauert. War jetzt aber auch nicht so schlimm, weil die Landschaft mal wieder ein Traum war. Ich kann es kaum erwarten das alles im Frühjahr und Sommer zu sehen und dann bei nem Pint Cider im Biergarten einer der vielen kleinen Cider Farms zu sitzen, aber zurück nach Cheddar. Das ist nämlich nicht nur Englands Käse-Hauptstadt, sondern auch Heimat von Höhlenmenschen und einer richtig tollen Höhle, die auf „Herr der Ringe“ getrimmt ist. Gibt noch eine weitere, in der man sich über alles Theoretische informieren kann, also wann welche Gesteinsart entstanden ist, wo sich weitere unterirdische Höhlen befinden und was denn nun eigentlich der immer wieder vergessene Unterschied zwischen Stalaktiten und Stalagmiten ist, von denen ich bis eben fälschlicherweise dachte, sie hießen Stalakniten, aber die viel lustigere Höhle ist die, in der man sich auf die Suche nach einem Kristall macht, der von einem großen Feuer spuckenden Drachen bewacht wird. Blöderweise waren Aline und ich vom Rest der Höhle sowas von hin und weg, dass wir vor lauter Fotos und Rumgeblödel das Ende vollkommen verpasst haben. Also gab’s für uns nur den Kristall, aber keine Showeinlage von seinem Hüter. Dafür konnten wir uns dann im prähistorischen Museum nochmal so richtig austoben, nachdem wir uns brav mit Richard Cox Gough’s Biographie, Steinzeitmenschen im Allgemeinen, dem Feuermachen und Jagen sowie Kannibalismus beschäftigt haben. Neben den Ausstellungsstücken zum Thema Höhlenmalerei gab es nämlich eine Plexiglaswand auf der man nach Herzenslust mit roten, gelben und blauen Wasserfarben rumkritzeln konnte. Dass ich dabei meine helle Freude hatte, könnt ihr euch ja denken -fehlten nur noch Glitzerfarben und pinke Prinzessinnen-Aufkleber!

Aber auch der schönste Ausflug geht mal zu Ende und so haben wir uns gegen 16 Uhr auf den Weg in Richtung Wells gemacht, von wo aus der Bus weiter in Richtung Bristol ging. Die Wartezeit haben wir uns dann mit einem Sprint zur Wells Abbey verkürzt, bevor es wieder nach Hause ging, wo Aline und ich noch ne Runde durch die City gedreht und ein Riesenrad vor’m Castle Park entdeckt haben. Juchu, ihr wisst, was das heißt. Außerdem ist hier momentan das absolute Weihnachtsfieber ausgebrochen. Das äußert sich in Deko, Deko und noch mehr Deko, Werbung für Weihnachtsmusical und lustigen Weihnachtsliedern, die ich wie immer, schon seit September singe. Aber ist ja nichts Neues für euch, ne?

*** English version:

Shame on me! I haven’t written anything for ages, but I’ll be a god girl again and try to get you as up to date as possible. To defend myself, I did not forget you, but I was just terribly busy, my last entry disappered somewhere on my laptop and yes, that’s basically the main reasons for me not writing. But okay, as you can see, I survived the Gay Fawkes Night including all the fireworks and my first week at school after the first term break and yepp, everything else is fine as well. What should be mentioned as well: I am just discovering my housewife skills – cooking and baking can be real fun, I can’t believe it. All those who want to leave comments know where to do that – the other ones may keep silent until the end of their days!

But to get to the point of this post: Aline and me went to Cheddar with Princess Mia of Genovia’s best friend herself. Their resemblence and daftness was amazing, but so Aline and me had even more fun than we’d have anyway. Ah and to make things clear: Yes, it was THE Cheddar and yes, there was cheese, which by the way seems to be the only tourist attraction along with the caves of the Cheddar Gorge. But okay, we didn’t plan to stay there for ages so everything was fine and we had a really good time down there exploring everything we could get. That was absolutely necessary anyway as the 18 miles to go there took us almost one and a half hour – by far the longest trip I’ve ever had by bus when you relate it to the really short way. But it was only half as horrible as it might sound now as the landscape was really nice and I am already looking forward to having a nice pint of Cider in one of the beer gardens of one of the dozens of Cider Farms during summer time down there, but let’s get back to Cheddar, which is not only England’s capital of cheese, but also home of ancient cave men and a really amazing cave that kind of works with the “Lord of the rings“ characters. There is also another cave where you can get a lot of theoretical information on the origins of certain rocks, further cave systems and the difference between stalactites and stalagmites, that you’ll forget again as soon as you leave the cave anyway. But the real highlight was the cave in which you could go on a quest for a crystal protected by a fire spitting dragon. Unfortunately, Aline and I enjoyed the cave that much that we spent ages at each station taking millions of pictures or fooling around and guess what, we missed the final. When we finally arrived in the last cave the show was already over and there was only the crystal left, but we could luckily go wild in the prehistoric museum after dealing with Richard Cox Gough’s biography, cave men in general, hunting, starting a fire and cannibalism, because there was an awesome wall made of plexiglas next to some exhibits of cave-painting and you could doodle on it with red, yellow and blue water colours. Guess you can figure out who was definitely having fun with it – the only thing missing were glitter colours and some pink Disney princess stickers!

But all good things come to an end and so we went back to Wells at about 4 pm where we had a quick glance at the Abbey before heading towards Bristol again, where Aline and I did some window and DVD shopping and discovered a big wheel opposite the Galleries and directly in front of the Castle Park. Guys, you know what that means!

Furthermore, I’d like to officially announce that the Christmas season has started over here. Symptoms: Christmas decorations, decorations and more decorations, adverts for Christmas musicals and me singing the funny Christmas songs I am already singing in September anyway. But that’s nothing new, is it?

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Zwischen Neugier und Ahnungslosigkeit – Between curiosity and having no idea

Wochenende! Und das hab ich mir auch mehr als verdient, nach meinem so anstrengenden Arbeitstag, nicht wahr, Herr Mitbewohner? Ich war heute nämlich ganze 110 Minuten in der Schule, von 13.20 Uhr bis 15.10 Uhr – sollte ich mich verrechnet haben, stellt diese Info die eigentliche Zeitspanne da.

War wieder sehr spaßig, erst eine Einzelstunde mit Georgie – ganz nettes Mädchen mit wirklich super Deutschkenntnissen und das mein ich gerade mal nicht ironisch, sondern absolut ernst – war nämlich selbst überrascht und danach dann noch eine Doppelstunde mit der 11. Klasse. Lustigerweise behandelt hier gerade jede Altersstufe das selbe Thema – alle schreiben Aufsätze zum Thema „Meine Stadt“ und alle nörgeln rum, weil sie 150 bis 180 Wörter definitiv zu viel finden. Wenn man sich mal anschaut, was sie so aufschreiben, dann versteht man diese Einstellung auch, denn irgendwie scheint ihnen nicht so richtig was zu dem Thema einzufallen. Daher bin ich immer in der Rolle des Anstupsers und gebe Ratschläge, was man denn alles über Bristol schreiben soll. Hilft also gerade ungemein weiter, dass ich mich im Vorfeld so gut informiert habe. Allgemein ist also heute in der Schule nicht sonderlich viel passiert. Gestern hatte ich eigentlich eine Stunde mit Jonathan, aber der wusste noch nichts von seinem Glück und war nicht da, also erst mal zwei Stunden Pause und dann fleißig Doppelstunden in den verschiedensten Altersklassen und eine Stunde mit Emily.

Allgemein, lässt sich sagen, dass die Schüler zwar alle sehr unterschiedliche Sprachniveaus haben, aber sehr offen für Ratschläge und Anregungen sind. Was auch absolut schön ist, hier bedanken sich die Schüler nach jeder Stunde dafür, dass man ihnen etwas erklärt oder beigebracht hat. Bisher sind die Jungs alle sehr viel offener als die Mädels – zumindest ist das in den oberen Klassenstufen so. Die Kleineren sind allesamt neugierig und durchlöchern einen mit Fragen, in der Oberstufe sind es die Jungen, die auf einen zukommen, um Hilfestellungen bitten und auch abseits des Unterrichts das Gespräch suchen. Fußball ist eines unserer Lieblingsthemen und einige kennen sogar Hansa, juchu! Denen drücke ich natürlich auch aus der Ferne die Daumen, auch wenn ich hier im wahrsten Sinne des Wortes auf der Insel lebe und wenig über das Leben in Deutschland erfahre, wenn ich mich nicht gerade im Internet informiere, aber so ist das, wenn man unbedingt ins Ausland will, stimmt’s?

*** English version:

Weekend! And I truely deserve it after my more than hard working-day, don’t I, my dear Mr. Roommate? I have been at school for 110 minutes today, from 1.20 pm to 3.10 pm to be precise – just in case I was calculating the wrong way.

School was once again great fun. First of all I had an individual lesson with Georgie who is a really nice girl whose German is absolutely briliant and that’s not meant in an ironic way, but really true – I was surprised myself and afterwards I had a double session with grade 11. Funny enough every class, no matter what age they are, is dealing with the same topic at the moment – they’re all writing essays or course works on “My town“ and they’re all arguing that 150 to 180 words are far too much. When you consider what they are writing you really might understand them as they really seem to have no idea what to write about. Luckily I read a lot on Bristol before coming over and so I can give suggestions on what they could write about although they should actually know themselves. All in all there wasn’t much going on at school today. Yesterday, I was supposed to give an individual lesson to Jonathan, but he did not turn up, so I had a break and some double sessions and an individual one with Emily afterwards.

In general you can say that all students, although they really have different levels concerning their knowledge of the German language, are really open towards notes and suggestions you make to improve their sentences or texts. What is really nice is that everybody thanks you for teaching them or explaining something after each lesson. Should be introduced in Germany, as well. By now the boys are more open than the girls – at least that’s what I experienced in the older classes. The younger ones are altogether really curious about everything and ask question on whatever you can think of, among the elder ones it’s the boys who ask for advice or start a chat in the hall. Our favourite topic is definitely football. Some of them do even know Hansa which is really cool and I am, of course, crossing my fingers for them even over here. Unfortunately, I don’t hear much about the things going on over there in Germany if I do not read the news on the Internet, but hey, it was me who chose to live abroad and on an island, wasn’t it

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Mein erster Schultag – My first day at school

School uniform at John Cabot Academy

School uniform at John Cabot Academy

Heute war mein erster Tag an meiner Schule, der John Cabot Academy in Kingswood, Bristol und er war phantastisch. Ich wurde sofort freundlich in Empfang genommen und den unterschiedlichsten Leuten vorgestellt, hauptsächlich Mitarbeitern des Fachbereichs für Fremdsprachen. Danach ging’s für mich dann zum ersten Mal in den Unterricht, der in wirklich super ausgestatteten Räumen stattfindet. Überall hängen selbst gebastelte Poster und Plakate zu den unterschiedlichsten Themen, alles ist freundlich und bunt und auch der Rest der Schule ist mit den mir bekannten Schulen in Deutschland nicht zu vergleichen. Jeder Schüler hat seinen eigenen e-Mail-Account, über den er mit den Lehrern kommunizieren kann und seine Hausaufgaben sowie zusätzliche Unterrichtsmaterialien, wie zum Beispiel Power-Point Präsentationen etc., bekommt, die Themen der jeweiligen Stunden aufgreifen. Außerdem gibt es eine Bibliothek, eine Sporthalle und mehrere Fitnessräume sowie eine Kantine, die wirklich gesundes und leckeres Essen anbietet. Als Mitglied des Lehrpersonals bekomme ich hier auch jeden Tag kostenfrei Mittagessen. Meine eigene Mail-Adresse habe ich auch schon bekommen, meine Kopierkarte und einige andere Sachen gibt es dann morgen früh, wenn ich mich mit einem Mitarbeiter treffe, um Vertragsfragen zu klären. Ein paar Deutschstunden stehen auch auf dem Stundenplan, aber in dieser Woche werde ich vorrangig erstmal hospitieren, wenn gleich ich heute schon vereinzelt aktiv werden konnte. Die Schüler sind wirklich nett und offen und ich hoffe, wir werden auch den Rest der Zeit so gut miteinander klar kommen. Ich bin gespannt, was dieses Jahr mit sich bringt. Ich freue mich jedenfalls darauf.

*** English version

I had my first day at John Cabot Academy in Kingswood, Bristol today and it was really phantastic. There was a very warm welcome and I was introduced to various people, mainly working in the Modern Language Department. Afterwards I went to class for the first time and I have to say that the class rooms are really amazing. All over the room, there are posters showing topics the pupils deal with in their lessons and everything is colourful and friendly. Even the rest of the school can’t be compared to the schools I know from Germany. Every students has their own email-account that gives them the possibility to communicate with their teachers or getting further material on the topics they’re dealing with in class such as power point presentations and things like that. Furthermore there are a library, a gym and further fitness rooms and a cantine that serves really healthy and delicious food. As a member of staff I get my lunch for free as well. Pretty cool! Today, I got my personal e-mail-address and tomorrow I’ll get my copy card and some additional stuff that will be arranged when I have a meeting with Rod, a guy being responsible for my contract and all the financial things at school. Tomorrow, there’ll be some German classes on my timetable, but for this week I’ll mainly just sit there and see how things go, although I was able to become active and help a bit today. The students over here are really nice and open-minded and I really hope we’ll get along with each other for the rest of the year as good as we got along today. I am really exciting to find out what this year will be like and I am really looking forward to it.

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Zwischen Auf- und Zusammenbruch or Between break-up and break-down

That's what organising things sometimes feels like

That's what organising things sometimes feels like

Stress, Hektik, Chaos und die ersten Abschiede – so sieht mein Alltag momentan aus. Aber auch Vorfreude, Spannung und freudige Erwartungen auf das, was mich in Bristol erwarten wird, mischen sich dazu.

Am Dienstag habe ich den Anruf von meiner zukünftigen Schule bekommen, am Sonntagabend geht dann der Flieger aus Berlin Schönefeld. Soll schließlich alles so schnell wie möglich gehen. Ab Montag bin ich dann an der John Cabot Academy im Osten Bristols unterwegs. Etwa 1100 Schüler werden dort von, so vermittelt es die Homepage, einer ganzen Armada an Lehrern, Assistants und allen möglichen Spezialisten unterrichtet. Die Schule selbst scheint ein totaler Glücksgriff zu sein, der Webauftritt verspricht zu mindestens Einiges. Mehr dazu aber, wenn ich die ersten Eindrücke gesammelt habe.

Nur etwa 800 m von der Schule entfernt liegt dann mein neues Zuhause auf Zeit. Adresse und Telefonnummern gibt’s auf Anfrage oder ihr bekommt sie in einer meiner Mails geschickt. Hier haben sie jedenfalls nichts zu suchen 😉 Wohnen werde ich bei Jamie und seiner Katze, ebenfalls in Kingswood. Bevor es allerdings los geht, ist hier noch einiges zu erledigen. Dafür bin ich heute auch mal extra früh aufgestanden – Easyjet ihre doofe Doppelbuchung zurücknehmen lassen, Post wegbringen, großes Paket schnorren und dann ab zur Bank. Da dauerte es ziemlich lange, aber es gab ja auch ziemlich viel zu tun. Erst hab ich Tschechische Kronen für Püppi Princess besorgt und dann ging’s ans Eingemachte: Identität für die KfW-Förderung überprüfen lassen (dauerte ziemlich lange, weil von A nach B und wieder zurück telefoniert werden musste) und dann Referenzschreiben für die britische Bank besorgen, damit das Kontoeröffnen vor Ort auch ohne Probleme klappt. Super nur, dass kein Mensch mit Englischkenntnissen in der Filiale zu Gegen war. Aber dafür hab ich ja extra mein Material vom PAD mitgebracht. Nach zwei Mal Korrekturlesen war dann auch alles in Ordnung und ich konnte meinen Marsch durch Laage-City fortsetzen, um zu Hause zu hören, dass mein mühevoll ergatterter Karton viel zu klein ist. Jetzt hab ich einen von der Friseurin meines Vertrauens bekommen, die nebenbei gerade einen Brautmodenverleih aufbaut. Aufschrift auf den Kartons: Care Slips Large – hoffen wir also, dass ich das Paket entgegen nehmen kann, bevor Jamie es zu Gesicht bekommt. Sonst befürchtet er wahrscheinlich noch, ich hätte ein wässriges Problem und überlegt sich das mit dem Zusammenwohnen noch einmal. Mission: das muss verhindert werden! 😉

*** English version

Stress, hectic, chaos and the first farewells are teh things that describe my daily routine best at the moment. But anticipation, excitement and curistity on what Bristol will be like mix up with everything, so you can guess there’s a mixed bag of emotions in my head.

On Tuesday I got a call from my future school and on Sunday I’ll be leaving for Bristol from Berlin Schönefeld as everything shall go as fast as possible. From Monday on I’ll be exploring the John Cabot Academy in East Bristol. There are 1100 pupils who are taught by a whole armada of teachers, assistants and specialist on whatever you can think of – at least that’s what the homepage imparts. The school itself seems to be a real lucky strike, but I’ll tell you more about it as soon as possible.

My future home will only be around 800 m away from school. You’ll get my address and telephone number on demand or with one of my mails within the next couple of days. Don’t want everybody to have access to them on here 😉 Well, I’ll be living in Kingswood as well – with Jamie and his cat. But before finally leaving there are still several things to be done and because of that I got up pretty early this morning as I had to – make Easyjet take back their stupid double booking, go to the post office, beg for a lange parcel to send my stuff away with and go to the bank as well. The bank was what took most of my time as there was pretty much to do there: First of all I picked up the Czech Crowns that I ordered for Püppi Princess and then I had to have my identity checked for my KfW founding which seemed to be an endless affair as A had to call B who had to call A to Z, but everything worked as planned and so we could start dealing with the letter of reference for my future bank in the UK. What made it a little tricky was the fact that there was nobody available who spoke English, but clever me went there with a folder I got from the PAD that gave an example of how to write the text and after two times of correcting mistakes I was able to take my letter home and continue my march through Laage-City to be told that my great parcel was way too small for all my stuff when finally arriving at home. Now I got a parcel from my well-trusted hairdresser who just builds up a second business renting wedding dresses. And what’s the box tagged with? There’s written “Care Slips Large“ in large bold letters on it 😀 Hopefully I’ll get the parcel before Jamie sees it, because if I don’t he might think I have a little problem with my bleb and rethinks about me moving in. My mission: avoiding that! 😉

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