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Auf Wohnungssuche or The Quest for the Holy Room

Ich bin noch nicht einmal in Bristol und finde schon jetzt Unterschiede, die krasser nicht sein können. Wie angedeutet, muss ich mich ja langsam mal auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft machen, hab ich auch getan, logo. Allerdings gestaltet sich das Ganze manchmal etwas komplizierter als gedacht. In Zeiten des Internets sollte es ja eigentlich kein Problem sein, bei Nutzung einer Immobilien-Plattform auch Fotos des zu vermietenden Wohnraumes beizufügen. Nach Recherche auf ähnlichen deutschen Seiten habe ich herausgefunden, dass das Abbilden des Zimmers in Form von Fotos oder zumindest eines Grundrisses durchaus üblich ist. Engländer sind da aber irgendwie anders. Klar, auch sie nutzen Immobilien-Plattformen wie Room Buddies, My New Roommate oder Gumtree, aber Fotos sind scheinbar nicht ihr Ding. Zumindest keine Fotos vom potentiellen neuen Schlafgemach. Küchen, Vorgärten, zwei Sessel oder sonstige Einrichtungsgegenstände sind da schon beliebtere Motive – nur entscheide ich doch nicht anhand zweier Sitzmöbel, ob Wohnung und Vermieter zu mir passen, oder? Nun ja, hiermit sei verkündet, die Suche hat begonnen, sie kann noch ziemlich spaßig werden…

*** English version ***

I haven’t even arrived in Bristol and start finding differences between Germans and Britons that are pretty obvious. As I already mentioned, I have to start looking for a room and I did that, that’s for sure. But it’s more complicated than I actually thought it would be. In times of the Internet it should actually be no problem to add pictures of the flat or room to let to your advert and as I found out after doing some research on similar German platforms it isn’t as there are several pics of the room or at least some footprints of it added. But English people are somehow different. They, of course, do use platforms like Room Buddies, My new Roommate or Gumtreeas well, but they seem not to like photos – at least not when it comes to photos of your potential new room. They seem to prefere pics of kitchens, gardens or armchairs standing in some dusty corner – but hey, who decides by seeing two armchairs if they could get along with the other roommate and like the place? Well, I hereby declare: The Quest for the Holy Room has started and I am sure it’ll be pretty funny….

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Große Köpfe, fehlende Hände oder just leaving dabs

Nachdem ich die Zusage für die Stelle als Foreign Language Assistant in England bereits vor einigen Wochen erhalten habe, habe ich nun am Freitag begonnen, mich um einige organisatorische Dinge zu kümmern. Ganz oben auf der Liste standen – Reisepass und polizeiliches Führungszeugnis besorgen. Braucht man theoretisch beides nicht, um ins Land zu kommen. Möchte man allerdings, so wie ich auch auf der Insel arbeiten, sind beide Dokumente ein Muss.

Muss ist ansich schon ein doofes Wort, es steigert sich allerdings noch, wenn man für dieses Muss auch noch Voraussetzungen erfüllen muss – Passfotos machen, zum Beispiel. Ich als wenig fotogener Mensch habe damit ja sowieso schon Schwierigkeiten, wenn die Bilder aber auch noch häßlicher als häßlich sein müssen, weil das Gesetz es so vorschreibt, dann macht die ganze Sache noch mal viel weniger Spaß als ohnehin schon. Kurze Rede, langer Sinn: Meine Passfotos sind richtig grausam und wer an dieser Stelle “Zeigen” schreit, dem zeige ich virtuell ‘nen Vogel. Bis auf den netten Menschen beim Einwohnermeldeamt und die Mitarbeiter meiner zukünftigen britischen Bank, wird diese Auswüchse fiesester deutscher Bürokratie nie jemand zu Gesicht bekommen. Dafür stehe ich mit meinem Namen…

Fingerabdrücke für's Innenministerium - Leaving dabs for the Home Office
Nun ja, wo ich gerade über das Einwohnermeldeamt sprach, wollen wir gleich mal zum Thema kommen: Es war geöffnet, obwohl ich mich am Freitag dazu entschloss ihm einen Besuch abzustatten und muffelig war der Beamte auch nicht – aber, er hat mein Passfoto beleidigt. Als hätte ich nicht schon selbst mehrfach festgestellt, dass es nicht das ist, was man als ansehnlich bezeichnet, bestätigt er mir meine Feststellung auch noch mit einem fröhlichen “Sie haben aber einen großen Kopf!”. Andere Menschen haben große Füße – ich hab eben Beides, große Füße und ‘nen großen Kopf. Nachdem wir meine anatomischen Auffälligkeiten, meine Augenfarbe, Adresse und Größe geklärt hatten, durfte ich dann zur Tat schreiten und meine Fingerabdrücke hinterlassen. Jeweils dreimal durfte ich meinen linken und rechten Zeigefinger auf ein kleines schwarzes Gerät vom Bundesministerium für Inneres pressen, dann war mein Job erledigt.  Das Beantragen des polizeilichen Führungszeugnisses war jetzt nur noch Formsache. Ich hatte mich beim Produzieren der Fingerabdrücke scheinbar gar nicht so doof angestellt, oder der Bearbeiter hatte Angst vor erneuten Fragen á la “Was passiert eigentlich, wenn jemand keinen Zeigefinger oder keine Hände hat?” – jedenfalls verlief die Führungszeugnisaktion reibungslos und ich konnte nach 2 Minuten wieder nach Hause spazieren. Hoffentlich bleibt das mit dem Organisieren so einfach, Wohnungssuche, Kontoeröffnung & Co. stehen mir ja noch bevor…

***** English version:

After having been accepted for the job as a Foreign Language Assistant in the UK some weeks ago, I started to get some organisational things done on Friday. On top of my todo-list there were applying for a passport and my Certificate of No Criminal Record (what a word). You actually don’t need any of them to get into the country, but if you want to work there as I want to do, both documents are a must-have.

Must itself is a stupid word, but if you have to fullfil pre-conditions to get this must-have it even becomes worse. Works perfectely with passport photos – as I just found out.  As I am not really photogenic it is for sure that I don’t like to get photos taken of me, but it is even more cruel with photos having to fullfil mean premisses the government made up. To sum things up: my passport photos are uglier than ugly and who says “Show them” now, gets the virtual bird.  Nobody will ever see them, excepted from the guy at the registration office and the people working at my future bank in the UK. I put my name behind that…

Well, writing about the registration office, I can just start telling you about how it went there: I went there on Friday and it was neither closed nor was the officer sulky, but he insulted my passport photo telling me I had a big head. I mean, hello? I did realise on my own that it was not the nicest pic ever, but that was arrg. Other people have big feet and I do have both –  a big head and big feet… Well, anyway, after having recorded all my anatomical “irregularities”, my eye colour, height and address, I was allowed to leave my dabs (three times for each fore finger) on a little black machine invented by the Home Office. I either did very well or the officer was afraid of further questions á la “What does happen to people not having fore fingers or hands?”, but applying for my Certificate of No Criminal Record only took my two or three more minutes and so I could head home again faster than I’d expected. Hope organisational things will keep on being that easy to manage, especially now that there are things like looking for a flat, opening an account & Co. are coming up…

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