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Zwischen Neugier und Ahnungslosigkeit – Between curiosity and having no idea

Wochenende! Und das hab ich mir auch mehr als verdient, nach meinem so anstrengenden Arbeitstag, nicht wahr, Herr Mitbewohner? Ich war heute nämlich ganze 110 Minuten in der Schule, von 13.20 Uhr bis 15.10 Uhr – sollte ich mich verrechnet haben, stellt diese Info die eigentliche Zeitspanne da.

War wieder sehr spaßig, erst eine Einzelstunde mit Georgie – ganz nettes Mädchen mit wirklich super Deutschkenntnissen und das mein ich gerade mal nicht ironisch, sondern absolut ernst – war nämlich selbst überrascht und danach dann noch eine Doppelstunde mit der 11. Klasse. Lustigerweise behandelt hier gerade jede Altersstufe das selbe Thema – alle schreiben Aufsätze zum Thema „Meine Stadt“ und alle nörgeln rum, weil sie 150 bis 180 Wörter definitiv zu viel finden. Wenn man sich mal anschaut, was sie so aufschreiben, dann versteht man diese Einstellung auch, denn irgendwie scheint ihnen nicht so richtig was zu dem Thema einzufallen. Daher bin ich immer in der Rolle des Anstupsers und gebe Ratschläge, was man denn alles über Bristol schreiben soll. Hilft also gerade ungemein weiter, dass ich mich im Vorfeld so gut informiert habe. Allgemein ist also heute in der Schule nicht sonderlich viel passiert. Gestern hatte ich eigentlich eine Stunde mit Jonathan, aber der wusste noch nichts von seinem Glück und war nicht da, also erst mal zwei Stunden Pause und dann fleißig Doppelstunden in den verschiedensten Altersklassen und eine Stunde mit Emily.

Allgemein, lässt sich sagen, dass die Schüler zwar alle sehr unterschiedliche Sprachniveaus haben, aber sehr offen für Ratschläge und Anregungen sind. Was auch absolut schön ist, hier bedanken sich die Schüler nach jeder Stunde dafür, dass man ihnen etwas erklärt oder beigebracht hat. Bisher sind die Jungs alle sehr viel offener als die Mädels – zumindest ist das in den oberen Klassenstufen so. Die Kleineren sind allesamt neugierig und durchlöchern einen mit Fragen, in der Oberstufe sind es die Jungen, die auf einen zukommen, um Hilfestellungen bitten und auch abseits des Unterrichts das Gespräch suchen. Fußball ist eines unserer Lieblingsthemen und einige kennen sogar Hansa, juchu! Denen drücke ich natürlich auch aus der Ferne die Daumen, auch wenn ich hier im wahrsten Sinne des Wortes auf der Insel lebe und wenig über das Leben in Deutschland erfahre, wenn ich mich nicht gerade im Internet informiere, aber so ist das, wenn man unbedingt ins Ausland will, stimmt’s?

*** English version:

Weekend! And I truely deserve it after my more than hard working-day, don’t I, my dear Mr. Roommate? I have been at school for 110 minutes today, from 1.20 pm to 3.10 pm to be precise – just in case I was calculating the wrong way.

School was once again great fun. First of all I had an individual lesson with Georgie who is a really nice girl whose German is absolutely briliant and that’s not meant in an ironic way, but really true – I was surprised myself and afterwards I had a double session with grade 11. Funny enough every class, no matter what age they are, is dealing with the same topic at the moment – they’re all writing essays or course works on “My town“ and they’re all arguing that 150 to 180 words are far too much. When you consider what they are writing you really might understand them as they really seem to have no idea what to write about. Luckily I read a lot on Bristol before coming over and so I can give suggestions on what they could write about although they should actually know themselves. All in all there wasn’t much going on at school today. Yesterday, I was supposed to give an individual lesson to Jonathan, but he did not turn up, so I had a break and some double sessions and an individual one with Emily afterwards.

In general you can say that all students, although they really have different levels concerning their knowledge of the German language, are really open towards notes and suggestions you make to improve their sentences or texts. What is really nice is that everybody thanks you for teaching them or explaining something after each lesson. Should be introduced in Germany, as well. By now the boys are more open than the girls – at least that’s what I experienced in the older classes. The younger ones are altogether really curious about everything and ask question on whatever you can think of, among the elder ones it’s the boys who ask for advice or start a chat in the hall. Our favourite topic is definitely football. Some of them do even know Hansa which is really cool and I am, of course, crossing my fingers for them even over here. Unfortunately, I don’t hear much about the things going on over there in Germany if I do not read the news on the Internet, but hey, it was me who chose to live abroad and on an island, wasn’t it

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