Posts tagged Foreign Language Assistant

Leute, trinkt Cider or People, drink Cider!

Sonntagabend, mein bequemer Sessel, eine schöne Tasse Tee und mein Laptop – was das bedeutet? Einen Rückblick auf’s Wochenende natürlich. Das war bis auf den heutigen Tag nämlich recht ereignisreich. Sind wir am letzten Sonntag noch fröhlich zur Clifton Suspension Bridge hoch geklettert, so hat das Wetter das heute zu verhindern gewusst. Bestes englisches Nieselwetter mit fiesen kalten Temperaturen. Ich bin heute also zu Hause geblieben und hab gefaulenzt. Dafür war ich gestern und vorgestern unterwegs. Am Freitag waren wir bei einem Treffen für Fremdsprachenassistenten und Junglehrer in der Clifton High School, wo es ein Quiz zu Bristol und Umgebung sowie einen äußerst aktiven älteren Herren gab, der Detlef D! Soost starke Konkurrenz machte, wenn es um das Einhalten seiner Barn Dance Choreographien ging. Zu original englischem Geflöte und Gefidel wurde sich also im Kreis gedreht, abgeklatscht oder bei Wein, Bier & Co. mit anderen Assistenten unterhalten. Zur Stärkung gab’s dann noch ein leckeres Büffet mit Quiche, Hähnchen, Salaten und ‘nem englischen Krümelkompott namens Crumbs. Da war aber irgendwas Milchiges drin, also hab ich sicherheitshalber mal gepasst, ihr wisst ja. Nach Stärkung und einigem Hin und Her ging es dann noch mal mit ein paar Leuten in Richtung City, wo wir dann in einem Club gelandet sind, in dem es alle Getränke für nur £ 1,95 gab – ein echtes Schnäppchen, meine Lieben. Vor allem, wenn man betrachtet, dass im Bacardi-Cola mehr Rum als alles andere war. In Deutschland wäre das genau anders herum.

Gestern waren Aline und ich dann mal ein paar Pubs erkunden – ist etwas kommunikativer als sich in ‘nem Club die Stimmbänder zu versauen, weil man sich die Gesprächsfetzen zu brüllen muss, damit man sich irgendwie verständigen kann. Zuerst waren wir in einem Pub namens „The Crown“ in der All Saints Lane und danach ging’s in eine australische Bar „Walkabout“. Beide waren wirklich toll, wenn auch total unterschiedlich und wurden bestimmt nicht das letzte Mal aufgesucht. Ich hab gestern übrigens auch meine Leidenschaft für Cider entdeckt – eine äußerst schmackhafte Alternative zu Bier, die ganz schön süffig ist, aber auch einige Umdrehungen hat. Der Abend war insgesamt wirklich nett. Wir haben zwei tolle Kneipen gefunden, uns gut unterhalten und uns mal wieder darüber amüsiert, wie die Briten feiern gehen. Die laufen nicht nur wie die Sommerfrischler rum, sondern sind bereits um 19 Uhr so besoffen, dass sie nicht mehr ansatzweise gerade laufen können. Manche wirken aber auch besoffener als sie eigentlich sind, so zum Beispiel eine Gruppe Engländer, die wir im „Walkabout“ getroffen haben und die laut irgendwelche Lieder gegröhlt haben. Unterhalten konnte man sich mit denen trotzdem, vor allem als es um deutsche Trinkspiele ging. Auf dem Heimweg dann wieder das typische Bild: leicht bekleidete Mädels ohne Schuhe. Ist ja nachts auch gar nicht kalt…

*** English version:

It’s Sunday evening, I am sitting in my comfortable armchair having a nice cup of hot tea and my notebook is on my lap – and that means? A review of my weekend, of course. It was quite busy except from this day which I spent at home relaxing. Last weekend we’ve been wandering to the Clifton Suspension Bridge, but as it was absolutely not that nice today – typical British drizzle – I did not go out. But I was, of course, on tour yesterday and the day before.

On Friday we went to a Party for Foreign Language Assistants and PGCE’s at Clifton High School where the guys organized a quiz on Bristol and the area around it and where there was an old hyperactive man who would be the hardest rival for German star choreographer Detlef D! Soost ever when it came to sticking to his Barn Dance choreography. So everbody was dancing and clapping to the orginally British sound of fiddles and pipes or having a chat while drinking wine, beer or whatever drink you can think of. To get some power again there was a buffet with quiche, chicken, salats and an English dessert called “Crumbles“ that I did not eat as there was something milky in there. It’s best to be on the safe side. Afterwards we went to a club with some other guys where every drink was £ 1,95 – really good offer, my dears – especially taking into consideration that a Bacardi-Coke contained more rum than Coke. In Germany it would have definitely been the other way round.

Yesterday, Aline and I went to explore some of Bristol’s pubs – which is much more communicative than destroying your vocal cords by shouting at each other in a club just to be able to somehow understand each other. First of all we’ve been in a pub called „The Crown“ in All Saints Lane and afterwards we went to the Austalien bar „Walkabout“. Both places have been really nice although they were quite different, but I am sure we’ll definitely go there again. Ah and by the way, I found my hidden passion for Cider which is a really really delicious alternative for beer, totally nice to drink, but with some hidden rotations, if you know what I mean. All in all it was a really nice night. We found some great places to spend nights out, had a great conversation and got amused again about the way Brits party. They do not only dress as if it was midsummer they are also that drunk at 7pm that they can hardly walk on their owns. But to be honest some of them do appear more drunk than they actually really are, e.g. a group of Bristolians we met in the Austalien bar, singing songs and having one drink after the other. They were surprisingly clear when we had a little chat and exchanged English and German drinking games. On our way home we got the typical view again: barefooted girls wearing dresses being so short that they could also be a bigger belt, but okay, as long as they aren’t cold…

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Unser Sonntag in Clifton – Our Sunday in Clifton

Ob ihr’s glaubt oder nicht, aber ich habe mir gestern echt ‘nen kleinen Sonnenbrand eingefangen. Es war wieder mal ein wundervoller Tag und wir hatten einmal mehr richtig viel Spaß dabei, Bristol zu erkunden. Nach einem Spaziergang entlang des Flusses Avon sind Aline, Eva, Vito und ich dann den Berg zur Clifton Suspension Bridge hoch marschiert, um von dort aus den wundervollen Blick über die Stadt zu genießen. Die Brücke selbst führt über das Avonbecken und verbindet Bristol’s Stadtteil Clifton mit den Leigh Woods in North Somerset. Sie wurde vom britischen Ingenieur Isambard Kingdom Brunel entworfen und ist wahrscheinlich eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Bristol.

Obwohl der Aufstieg nicht unbedingt die beste Bewegung für meinen Fuß war (ihr kennt ja das Problem mit unebenen Untergründen), so hat sich der Spaziergang durch den kleinen Wald am Fuße der Brücke wirklich gelohnt. Von oben sieht man erstmal, wie groß Bristol eigentlich ist und obwohl Clifton nicht weit vom Zentrum entfernt ist, kommt es einem dort vor, als wäre man irgendwo auf dem Land. Weit und breit sieht man grüne Wiesen, Felder, Wälder und Felsen und es ist einfach nur wunderschön. Nachdem wir dann zweimal die Brücke überquert hatten, Vito’s Lektion über die Flora und Fauna des Avon Gorge Beckens gelauscht und mehrere Fotostops eingelegt hatten, entschieden wir uns, auf der Terrasse des Avon Gorge Hotels Mittag zu essen. Die Terrasse selbst liegt so toll, dass man beim Essen die ganze Zeit auf die Brücke gucken kann. Für mich gab’s Pita-Brot mit Möhren-Kümmel-Salat, Tzatziki und Hummus – war ganz okay, aber nicht das beste, was ich jemals gegessen habe, aber das Erlebnis wird wahrscheinlich auch einem anderen Land als England vorbehalten sein. Trotzdem war es dort richtig toll, weil wir uns alle richtig gut unterhalten haben und so die Möglichkeit hatten, uns noch ein bisschen besser kennenzulernen. Nach dem Essen ging es dann noch einen weiteren kleinen Hügel hinauf zur Sternwarte, wo wir dann Alice, eine weitere Fremdsprachenasssistentin aus Frankreich, getroffen haben. Wir waren also eine ziemlich bunt durcheinander gemischte Gruppe, was unsere Nationalitäten angeht: Aline und ich aus Deutschland, Eva, die auch Fremdsprachenassistentin ist, aus Spanien und Vito, der hier, glaube ich, als Ingenieur oder so arbeitet. Alles in allem also ein toller Tag mit tollen Leuten, der sehr viel Spaß gemacht hat.

*** English version:

Believe it or not, but I got a little sunburn, yesterday. It was such a brilliant day again and we did really have lots of fun exploring Bristol once again. After a walk along the river Avon, Aline, Eva, Vito and I climbed up the hill to the Clifton Suspension Bridge to enjoy the wonderful view over the city. The bridge itself is spanning the Avon Gorge and is connecting Bristol’s Clifton with the Leigh Woods in North Somerset. It was designed by Isambard Brunel and is possibly one of the most popular sights of Bristol.

Although climbing up there was not the best thing for my foot (you know the little problem with the movement when walking on uneven grounds) the walk through the forest was definitely worth it. From the top you can see quite a lot and get a good impression of how big the City of Bristol actually really is. And even though Clifton is not that far from the City Centre you absolutely feel like you were somewhere in the country. After crossing the bridge, getting a biological lecture by Vito on the plants growing in the Avon Gorge and various photo stops, we decided to have lunch on the terrace of the Avon Gorge Hotel that is facing bridge, so you can look at it from almost every point there. I had some Pitta bread with carott and cumin salad, hummus and tzatziki which was pretty okay, but not the best thing I’ve ever had. Neverthess it was absolutely fine there as we were having some nice conversations and got to know a bit better. Afterwards we went up another small hill to the Observatory where we met Alice another Foreign Language Assistant (FLA) from France. So there were Aline and I who are from Germany, Eva who is also a FLA and comes from Spain and Vito who is from Italy, but doesn’t work as a FLA, but as an engineer or something, I think. After all it was a really nice mixture of nations and it was really fun talking with each other and having a great day.

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Und hier scheint doch die Sonne – And the sun IS shining

Strahlende Sonne, mindestens 23°C, da kann der Wetterbericht sagen, was er will und Kinder, die in Springbrunnen plantschen – ja, ich bin in Bristol und nicht auf Mallorca. Das Wetter ist einfach herrlich und so haben Aline (auch Fremdsprachenassistentin aus Deutschland) und ich, uns heute nach dem Lunch einfach mal zum Sonnen in den Castle Park gelegt. Anschließend haben wir noch ein wenig die City erkundet und beschlossen, demnächst mal eine Stadtrundfahrt zu machen, wenn sich das Wetter hält. Heute waren wir also erstmal zu Fuß unterwegs, um die ganzen süßen kleinen Kinder zu beneiden, die in der Nähe des Hafens durch Springbrunnen gehüpft sind, um sich abzukühlen. Keine Übertreibung, die Beweisfotos lade ich gleich mit hoch, damit ihr vor eurern Rechnern mal vor Neid erblassen könnt. Von der Harbourside – so heißt die Gegend um den Hafen herum- ging es dann nach etlichen Fotostops noch zur Bristol Cathedral, einer richtig schönen alten Kirche aus Sandstein, wenn mich mein architektonischer Spürsinn da nicht täuscht. Direkt daneben liegt das Gebäude des Stadtrates vor dem, in den Boden eingelassen, Plaketten aller Partnerstädte zu sehen sind. Die deutsche Partnerstadt von Bristol ist, für alle, die es interessiert, Hannover. Und weil die Sonne um halb sechs abends immer noch schien, legten wir auf der großen Wiese vor dem Bristol City Council einen erneuten Bräunungsstop ein. Ich sag euch, ich kriege hier so viel Sonne, wie in Deutschland in einem ganzen Jahr nicht und ihr behauptet immer, in England gäbe es nur schlechtes Wetter. Aline befürchtet auch schon, dass hier bald der Herbst Einzug hält, aber wollen wir hoffen, dass wir die Sonne noch eine Weile genießen dürfen. So kommt hier nämlich wirklich Urlaubsflair auf und das, obwohl wir ja eigentlich zum Arbeiten hier sind…


*** English version

The sun is shing, there are at least 23°C (no matter what the weather forecast says) and children are jumping in fountains – yes, I am in Bristol and not on Mallorca. The weather over here is really awesome. That’s why Aline (another Foreign Language Assistant from Germany) and I decided to get a nice tan in the Castle Park after having had lunch. Afterwards we had a little walk through the city and thought it would be a great idea to do a sightseeing tour if the weather keeps on being that nice somewhen next week or so. But today we went by foot and were a little jealous seeing all the cute little children jumping in the fountains to cool themselves down. Sounds like I am exaggerating? I am not and that’s why you’ll get some photo proof to make you become jealous as well. After exploring the harbourside and doing severeal photo stops we went to see the Bristol Cathedral which is a really nice old church that is made of sandstone if my architectural flair isn’t completely wrong. Directly next to it there is the building of the Bristol City Council that has tags of all of Bristol’s partner cities infront of it. For everybody who is interested in it: Hanover is the German partner city of Bristol. As the sun was still shing around have past five we lay down on the lawn infront of the City Council and got ourselves another sunbath. Believe me or not, but I think I get as much sun over here as I wouldn’t get in one year in Germany – and you always say the weather over here is crap. Aline is also afraid we’ll have autumn soon, but I do really hope the sun keeps on shining for a while. You really feel like on holidays that way although we are actually here for working…

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Geduldig sein or Waiting patiently

Momentan passiert nicht wirklich viel, zumindest nicht von offizieller Seite: Ich warte immer noch geduldig auf die Schulzuweisung, bin im Hintergrund aber schon fleißig am Informieren und Organisieren. Wie in der letzten Woche berichtet, habe ich mich vor Kurzem auf die Suche nach einer Wohnung begeben und mich vorsorglich bei sämtlichen Mitwohnzentralen und Wohnungsbörsen registriert. Einige interessante Angebote gab es auch schon, allerdings warte ich mit meiner finalen Zusage besser bis ich endgültig weiß, in welchem Stadtteil meine Schule liegt. Das Warten auf meinen tollen neuen Reisepass hat allerdings ein Ende. Den konnte ich nämlich bereits in der vergangen Woche aus dem Rathaus abholen. Warum ich das noch nicht erwähnt habe? Nun ja, das kann sich jeder aufmerksame Leser wohl denken. Ach ja, heute kam dann auch gleich die Info-Broschüre für Foreign Language Assistants vom British Council ins Haus geflattert. Auf etwa 55 Seiten wurden jede Menge Infos, Tipps und Ratschläge zusammengetragen, die für den Start in England durchaus hilfreich sind. Besonders das Kapitel zu Versicherungen, Steuern und Banken hat ein wenig Licht ins Dunkel gebracht. Scheint alles unkomplizierter zu sein als befürchtet, wenn man sich nur rechtzeitig um alles kümmert. Positivnachricht des Tages: Wenn meine Schule mich bittet, mehr als die abgesprochenen 12 Stunden pro Woche zu arbeiten, habe ich einen Stundenlohn von umgerechnet 20 Euro. Nicht schlecht, oder?

*** English version ***

There’s not much happening at the moment, at least not officially: I am still waiting patiently for being assigned to a certain school, but I also started to gather all available pieces of information and to organise whatever is possible. As I told you the other week, I already commenced looking for a room and enrolled to almost every possible online-database offering rooms and flats to let. There have indeed been some really nice offers yet, but I think I’ll wait with my final decision until I know in which part of town my place of work will be. Waiting for my new passport has meanwhile come to an end. I could already pick it up from the townhall last week. Why I did not mention it before? Well, I think that’s easy to guess for everybody reading this blog attentively. Oh and by the way, today I received the notes for Foreign Language Assistants from the British Council. They made a brochure with approximately 55 pages and gathered many tipps and tricks that I really think can be really helpful for making a start in England. Especially the chapters on insurances, taxes and banking were quite informative and really shed light. Everything seems to be less complicated than I feared, at least when you start to sort things out early enough. Best news of the day: When my school wants me to work more than the official 12 hours a week, I’ll get 16 Pounds per hour. Not bad, is it?

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Große Köpfe, fehlende Hände oder just leaving dabs

Nachdem ich die Zusage für die Stelle als Foreign Language Assistant in England bereits vor einigen Wochen erhalten habe, habe ich nun am Freitag begonnen, mich um einige organisatorische Dinge zu kümmern. Ganz oben auf der Liste standen – Reisepass und polizeiliches Führungszeugnis besorgen. Braucht man theoretisch beides nicht, um ins Land zu kommen. Möchte man allerdings, so wie ich auch auf der Insel arbeiten, sind beide Dokumente ein Muss.

Muss ist ansich schon ein doofes Wort, es steigert sich allerdings noch, wenn man für dieses Muss auch noch Voraussetzungen erfüllen muss – Passfotos machen, zum Beispiel. Ich als wenig fotogener Mensch habe damit ja sowieso schon Schwierigkeiten, wenn die Bilder aber auch noch häßlicher als häßlich sein müssen, weil das Gesetz es so vorschreibt, dann macht die ganze Sache noch mal viel weniger Spaß als ohnehin schon. Kurze Rede, langer Sinn: Meine Passfotos sind richtig grausam und wer an dieser Stelle “Zeigen” schreit, dem zeige ich virtuell ‘nen Vogel. Bis auf den netten Menschen beim Einwohnermeldeamt und die Mitarbeiter meiner zukünftigen britischen Bank, wird diese Auswüchse fiesester deutscher Bürokratie nie jemand zu Gesicht bekommen. Dafür stehe ich mit meinem Namen…

Fingerabdrücke für's Innenministerium - Leaving dabs for the Home Office
Nun ja, wo ich gerade über das Einwohnermeldeamt sprach, wollen wir gleich mal zum Thema kommen: Es war geöffnet, obwohl ich mich am Freitag dazu entschloss ihm einen Besuch abzustatten und muffelig war der Beamte auch nicht – aber, er hat mein Passfoto beleidigt. Als hätte ich nicht schon selbst mehrfach festgestellt, dass es nicht das ist, was man als ansehnlich bezeichnet, bestätigt er mir meine Feststellung auch noch mit einem fröhlichen “Sie haben aber einen großen Kopf!”. Andere Menschen haben große Füße – ich hab eben Beides, große Füße und ‘nen großen Kopf. Nachdem wir meine anatomischen Auffälligkeiten, meine Augenfarbe, Adresse und Größe geklärt hatten, durfte ich dann zur Tat schreiten und meine Fingerabdrücke hinterlassen. Jeweils dreimal durfte ich meinen linken und rechten Zeigefinger auf ein kleines schwarzes Gerät vom Bundesministerium für Inneres pressen, dann war mein Job erledigt.  Das Beantragen des polizeilichen Führungszeugnisses war jetzt nur noch Formsache. Ich hatte mich beim Produzieren der Fingerabdrücke scheinbar gar nicht so doof angestellt, oder der Bearbeiter hatte Angst vor erneuten Fragen á la “Was passiert eigentlich, wenn jemand keinen Zeigefinger oder keine Hände hat?” – jedenfalls verlief die Führungszeugnisaktion reibungslos und ich konnte nach 2 Minuten wieder nach Hause spazieren. Hoffentlich bleibt das mit dem Organisieren so einfach, Wohnungssuche, Kontoeröffnung & Co. stehen mir ja noch bevor…

***** English version:

After having been accepted for the job as a Foreign Language Assistant in the UK some weeks ago, I started to get some organisational things done on Friday. On top of my todo-list there were applying for a passport and my Certificate of No Criminal Record (what a word). You actually don’t need any of them to get into the country, but if you want to work there as I want to do, both documents are a must-have.

Must itself is a stupid word, but if you have to fullfil pre-conditions to get this must-have it even becomes worse. Works perfectely with passport photos – as I just found out.  As I am not really photogenic it is for sure that I don’t like to get photos taken of me, but it is even more cruel with photos having to fullfil mean premisses the government made up. To sum things up: my passport photos are uglier than ugly and who says “Show them” now, gets the virtual bird.  Nobody will ever see them, excepted from the guy at the registration office and the people working at my future bank in the UK. I put my name behind that…

Well, writing about the registration office, I can just start telling you about how it went there: I went there on Friday and it was neither closed nor was the officer sulky, but he insulted my passport photo telling me I had a big head. I mean, hello? I did realise on my own that it was not the nicest pic ever, but that was arrg. Other people have big feet and I do have both –  a big head and big feet… Well, anyway, after having recorded all my anatomical “irregularities”, my eye colour, height and address, I was allowed to leave my dabs (three times for each fore finger) on a little black machine invented by the Home Office. I either did very well or the officer was afraid of further questions á la “What does happen to people not having fore fingers or hands?”, but applying for my Certificate of No Criminal Record only took my two or three more minutes and so I could head home again faster than I’d expected. Hope organisational things will keep on being that easy to manage, especially now that there are things like looking for a flat, opening an account & Co. are coming up…

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