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Bei den Höhlenmenschen – Visiting the cave men

Ja, ich habe lange nichts mehr geschrieben und ja, ich gelobe Besserung. Wirklich sogar, denn ich hab meine treue Leserschaft in der Tat sträflichst vernachlässigt. Nicht mit Absicht, sondern, weil ich hier momentan alles andere als gelangweilt bin und, weil mein Blogeintrag der letzten Woche nach einem klitzekleinen Problem irgendwo in den Tiefen meines Laptops verschollen ging. Aber egal, ich habe die Feierlichkeiten zum Jahrestag von Gay Fawkes Attentat auf das britische Parlament inklusive anderthalb Wochen Nonstop-Feuerwerk hervorragend überstanden, die erste Woche Schule nach den Herbstferien verlief auch bestens und joah, sonst muss ich doch echt mal erwähnen, dass hier bei mir ungeahnte hausfrauliche Fähigkeiten ans Tageslicht treten. Kochen und backen machen tatsächlich Spaß, man mag es kaum glauben. Kommentare zu meinen Kochkünsten dorthin, wo sie hingehören und wenn nicht, wird bitte für immer geschwiegen!

Um mal zum eigentlichen Punkt zu kommen: Aline und ich waren heute mit der Freundin von Prinzessin Mia von Genovien aus „Plötzlich Prinzessin“ in Cheddar. Verblüffende Ähnlichkeit und mindestens genauso freakig, aber so haben Aline und ich es gleich noch mal nen Zacken lustiger gehabt als ohnehin schon. Ach ja, bevor hier das große Grübeln ausbricht, ja es ist DAS Cheddar und ja, dort gibt es Käse. Der und die alten Höhlen des Cheddar Gorge sind aber auch das einzige, was der Ort so an touristischen Attraktionen zu bieten hat. Das lassen neben unseren Beobachtungen jedenfalls auch die Reaktionen der Engländer erahnen, denen man berichtet, man würde einen Ausflug nach Cheddar machen. Aber egal, uns hat es nämlich richtig gut gefallen und länger als einen Tag muss man ja auch nicht bleiben, wenn man nicht will. Wir haben unseren Aufenthalt jedenfalls genutzt, um uns alles anzugucken, was uns so in die Quere kam. Beine vertreten musste nach der Busfahrt allerdings auch unbedingt sein. Ich habe noch nie solange in einem Bus gesessen, der nur 24 km zurücklegen muss – das Ganze hat fast anderthalb Stunden gedauert. War jetzt aber auch nicht so schlimm, weil die Landschaft mal wieder ein Traum war. Ich kann es kaum erwarten das alles im Frühjahr und Sommer zu sehen und dann bei nem Pint Cider im Biergarten einer der vielen kleinen Cider Farms zu sitzen, aber zurück nach Cheddar. Das ist nämlich nicht nur Englands Käse-Hauptstadt, sondern auch Heimat von Höhlenmenschen und einer richtig tollen Höhle, die auf „Herr der Ringe“ getrimmt ist. Gibt noch eine weitere, in der man sich über alles Theoretische informieren kann, also wann welche Gesteinsart entstanden ist, wo sich weitere unterirdische Höhlen befinden und was denn nun eigentlich der immer wieder vergessene Unterschied zwischen Stalaktiten und Stalagmiten ist, von denen ich bis eben fälschlicherweise dachte, sie hießen Stalakniten, aber die viel lustigere Höhle ist die, in der man sich auf die Suche nach einem Kristall macht, der von einem großen Feuer spuckenden Drachen bewacht wird. Blöderweise waren Aline und ich vom Rest der Höhle sowas von hin und weg, dass wir vor lauter Fotos und Rumgeblödel das Ende vollkommen verpasst haben. Also gab’s für uns nur den Kristall, aber keine Showeinlage von seinem Hüter. Dafür konnten wir uns dann im prähistorischen Museum nochmal so richtig austoben, nachdem wir uns brav mit Richard Cox Gough’s Biographie, Steinzeitmenschen im Allgemeinen, dem Feuermachen und Jagen sowie Kannibalismus beschäftigt haben. Neben den Ausstellungsstücken zum Thema Höhlenmalerei gab es nämlich eine Plexiglaswand auf der man nach Herzenslust mit roten, gelben und blauen Wasserfarben rumkritzeln konnte. Dass ich dabei meine helle Freude hatte, könnt ihr euch ja denken -fehlten nur noch Glitzerfarben und pinke Prinzessinnen-Aufkleber!

Aber auch der schönste Ausflug geht mal zu Ende und so haben wir uns gegen 16 Uhr auf den Weg in Richtung Wells gemacht, von wo aus der Bus weiter in Richtung Bristol ging. Die Wartezeit haben wir uns dann mit einem Sprint zur Wells Abbey verkürzt, bevor es wieder nach Hause ging, wo Aline und ich noch ne Runde durch die City gedreht und ein Riesenrad vor’m Castle Park entdeckt haben. Juchu, ihr wisst, was das heißt. Außerdem ist hier momentan das absolute Weihnachtsfieber ausgebrochen. Das äußert sich in Deko, Deko und noch mehr Deko, Werbung für Weihnachtsmusical und lustigen Weihnachtsliedern, die ich wie immer, schon seit September singe. Aber ist ja nichts Neues für euch, ne?

*** English version:

Shame on me! I haven’t written anything for ages, but I’ll be a god girl again and try to get you as up to date as possible. To defend myself, I did not forget you, but I was just terribly busy, my last entry disappered somewhere on my laptop and yes, that’s basically the main reasons for me not writing. But okay, as you can see, I survived the Gay Fawkes Night including all the fireworks and my first week at school after the first term break and yepp, everything else is fine as well. What should be mentioned as well: I am just discovering my housewife skills – cooking and baking can be real fun, I can’t believe it. All those who want to leave comments know where to do that – the other ones may keep silent until the end of their days!

But to get to the point of this post: Aline and me went to Cheddar with Princess Mia of Genovia’s best friend herself. Their resemblence and daftness was amazing, but so Aline and me had even more fun than we’d have anyway. Ah and to make things clear: Yes, it was THE Cheddar and yes, there was cheese, which by the way seems to be the only tourist attraction along with the caves of the Cheddar Gorge. But okay, we didn’t plan to stay there for ages so everything was fine and we had a really good time down there exploring everything we could get. That was absolutely necessary anyway as the 18 miles to go there took us almost one and a half hour – by far the longest trip I’ve ever had by bus when you relate it to the really short way. But it was only half as horrible as it might sound now as the landscape was really nice and I am already looking forward to having a nice pint of Cider in one of the beer gardens of one of the dozens of Cider Farms during summer time down there, but let’s get back to Cheddar, which is not only England’s capital of cheese, but also home of ancient cave men and a really amazing cave that kind of works with the “Lord of the rings“ characters. There is also another cave where you can get a lot of theoretical information on the origins of certain rocks, further cave systems and the difference between stalactites and stalagmites, that you’ll forget again as soon as you leave the cave anyway. But the real highlight was the cave in which you could go on a quest for a crystal protected by a fire spitting dragon. Unfortunately, Aline and I enjoyed the cave that much that we spent ages at each station taking millions of pictures or fooling around and guess what, we missed the final. When we finally arrived in the last cave the show was already over and there was only the crystal left, but we could luckily go wild in the prehistoric museum after dealing with Richard Cox Gough’s biography, cave men in general, hunting, starting a fire and cannibalism, because there was an awesome wall made of plexiglas next to some exhibits of cave-painting and you could doodle on it with red, yellow and blue water colours. Guess you can figure out who was definitely having fun with it – the only thing missing were glitter colours and some pink Disney princess stickers!

But all good things come to an end and so we went back to Wells at about 4 pm where we had a quick glance at the Abbey before heading towards Bristol again, where Aline and I did some window and DVD shopping and discovered a big wheel opposite the Galleries and directly in front of the Castle Park. Guys, you know what that means!

Furthermore, I’d like to officially announce that the Christmas season has started over here. Symptoms: Christmas decorations, decorations and more decorations, adverts for Christmas musicals and me singing the funny Christmas songs I am already singing in September anyway. But that’s nothing new, is it?

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Von Geburtstagen, Monstern unterm Bett und Ouzo – On birthdays, monsters under the bed and Ouzo

Da bin ich wieder nach einer ziemlich aktiven, aber coolen Woche. Am Donnerstag mein Geburtstag, eine Ratte, Maus oder was auch immer unter meinem Bett am Freitag und ein wirklich toller Samstagabend bzw. eine Samstagnacht, aber ich fang dann mal am Anfang an, was?

Am Donnerstag wurde ich zu einer dermaßen unchristlichen Zeit von einem Typen geweckt, der mir ein riesiges Geburtstagspaket brachte, dass er bestimmt mindestens genauso erschrocken war mich zu sehen wie ich ihn. Es war nämlich so früh, dass ich noch nicht mal ansatzweise einen Gedanken ans Aufstehen verschwendet hatte. Immerhin wird man ja auch nicht jünger, nicht wahr? Naja, jedenfalls hab ich einen Geburtstagskuchen aus Deutschland bekommen. Wie krass ist das denn bitte? Und da war nicht nur ein Kuchen in meinem tollen Paket, sondern viele tolle Geschenke – juchu. An dieser Stelle noch mal vielen vielen Dank an alle für ihre lieben Päkchen, Briefe, Karten und Mails – ihr habt mir echt den Tag versüßt, obwohl ihr gar nicht hier wart. Abends gings dann mit Aline ins „The Crown“, wo es lecker Abendessen, Cider und ein tolles Geburtstagsgeschenk gab, das uns definitiv dabei helfen wird, unseren Dublin-Trip vorzubereiten. Lustigerweise hat mir an meinem Geburtstag fast jeder geschrieben „Ich hoffe, du hast nen tollen ersten Geburtstag fern von zu Hause“ – dabei war ich vor sechs Jahren zu meinem 18. Geburtstag auch nicht zu Hause, sondern auf großer Italienrundreise, aber das zählt wahrscheinlich nicht, weil ich da alle meine Freunde im Schlepptau hatte. Naja, ich hatte jedenfalls einen tollen Tag und es war wirklich super schön zu sehen, wieviele liebe Menschen an mich gedacht haben. Ich fühl mich echt geehrt!

Freitag war sogar noch nen Zacken spannender als Donnerstag – zumindest hat mich meine Freitagnacht zu Tode geängstigt, weil ich ein Monster unter meinem Bett hatte und wenn ich Monster sage, dann meine ich das vollkommen ernst. Da war echt eins und Garfield hat es offensichtlich gewusst, denn er ist den ganzen Tag wie bescheuert um mein Bett herum gesprungen, weil er mich scheinbar beschützen wollte – mein kleiner Held. Anfangs dachte ich ja, die Katze hat einfach nur nen totalen Lattenschuss, aber als nachts, nachdem Garfield nach draußen spaziert war und ich das Licht ausgemacht hatte, komische Geräusche von unter meinem Bett zu hören waren, dachte ich mir, das geht nicht mit rechten Dingen zu. Todesmutig hab ich unter’s Bett geguckt, aber nichts sehen können, also wieder ins Bett, Licht aus und erneutes Geräusch. Das wurde mir dann irgendwie unheimlich, also bin ich in die Küche spaziert und hab die Taschenlampe geholt, um den Dingen mal etwas genauer auf den Grund zu gehen und siehe da, plötzlich bewegte sich irgendwas ziemlich Großes unter meinem Bettlaken – aaaaah! Das war dann genau der Moment, in dem ich mich entschied, meine sieben Sachen zu packen und ins Wohnzimmer umzuziehen, um mein Nachtlager auf dem Sofa aufzuschlagen. Um sechs Uhr morgens hörte ich dann wieder Geräusche, die sich Richtung Wohnzimmer bewegten – diesmal kein Monster, sondern Jamie, der selbiges gefangen und in eine Kiste gesperrt hatte, nachdem Garfield es in sein Zimmer getragen hat. Gruselig gruselig, denn es war irgendeine riesige Mega-Monster-Maus oder ne Ratte oder irgendwas anderes Komisches – jedenfalls bin ich jetzt einfach mal froh, dass es aus meinem geliebten Zimmer entfernt wurde, denn ich wäre unter Garantie paranoid geworden, wenn ich ständig irgendwelche seltsamen Geräusche gehört hätte, von denen ich nicht weiß, woher sie kommen oder ob sie mir nicht eines Nachts über den Kopf springen während ich mich meinem Schönheitsschlaf widme. Meine Helden!

Gestern Nachmittag hab ich mich dann nochmal mit Aline bei Starbuck’s getroffen, um bei nem Kaffee unsere Ausflüge nach London, Bath und vielleicht Cheddar zu planen und danach noch nen kleinen  Schaufensterbummel zu machen. Abends gings dann wieder ins „The Crown“, wo wir uns bei nem Cheesburger mit Pommes, Cider und Fosters echt gut mit Lorianne, französische Kollegin von Aline und Agnes, polnische Mitbewohnerin von Aline, unterhalten haben. Nachdem wir dann ins „Hatchett Inn“  umgezogen sind, hab ich nach nem weiteren Cider spontan entschieden, noch mal die Location zu wechseln und bei Ben vorbeizuschauen, der gefragt hat, ob ich nicht noch mal rumkommen will. Hab ich dann auch gemacht und für diese Zeit des Tages in Kombination mit Ouzo und Tee, waren wir echt noch äußerst kreativ und produktiv und haben uns richtig gut unterhalten. Aber hey, ihr wisst ja, dass ich nachts die besten Ideen überhaupt habe…

*** English version:

Here we go again, it was a quite busy week, but it was really cool I think. There was my birthday on Thursday, a rat, mouse or whatever monster under my bed on Friday and a really nice evening and night on Saturday, but let’s start where it began.

I was woken up by a guy delivering a huge birthday parcel from Germany and guess what, he must have been as shocked to see me as I was to see him, because it was freaking early and I was still lying in bed as I mean you don’t get younger, right? Well anyway, I got a Birthday cake from Germany. How amazing is that, please? And there has not only been a cake in there, but many nice presents – yippie. Thank you for that one and of course for all the nice parcels, letters, cards and e-mails. You all really made my day although not being over here. In the evening I met Aline to go to The Crown again to have dinner, some Cider and getting a birthday present that was pretty cool and will definitely help organising our trip to Dublin sometime. Funnily almost everybody sent messages like „Hope you have a great first birthday away from home“. It’s actually been my second birthday not being at home, but somehow the first one has either been forgotten or simply doesn’t count as it was six years ago on a trip through Italy, but somehow different as there we’re all my German friends around me. Nevertheless I had a really good day and it was really great to see how many people thought about me. I feel really honoured about it.

Friday was even more exciting – at least my Friday night that scared the hell out of me, because I had a monster under my bed and I am being serious. There was one and Garfield did obviously know about it and tried to protect me – little braveheart. At first I thought he was just being totally crazy jumping around my bed all day, but when Garfield had left my room and there were suddenly strange noises coming from under my bed every time I switched the lights off, I knew there was something going on down there. At first I had a look, but couldn’t see anything, then I switched the light off again and there it was again. That’s when I went down to get a torch and have a closer look and then there was something really moving under my linen – ahhhh. That’s been exactely the moment when I decided to grab my stuff and move to the living room to sleep on the sofa. At six in the morning there was another noise coming towards the living room – no  monster, but Jamie who caught it when Garfield took it to his room. Scary scray as it was some mega mouse or rat or whatever, but after all I am really happy to have it removed from my beloved room, because I would have become paranoid hearing the noises all the time not knowing where they exactely came from and expecting something to jump on me while sleeping.

Yesterday, Aline and I met in the City Centre for a coffe at Starbuck’s to plan our trips to London, Bath and possibly Cheddar and to do some window shopping. Afterwards we went to „The Crown“ where we had a Cheeseburger and Fries, some Cider and Fosters and a really good conversation with Lorianne, one of Aline’s French colleagues and Agnes, one of Aline’s house mates. After going to the „Hatchett Inn“ after a couple of drinks, I spontaneously decided to change locations for one more time that night and went to Ben’s for some Ouzo, tea and a hell of a lot productivity for that time of the day. But as everybody knows I get my best ideas in the middle of the night…

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Lage der Nation für Jule – State of the Union for Jule

Auf Wunsch einer einzelnen Dame, wir wollen ja keine Namen nennen, stimmt’s Jule, kommt jetzt mal wieder ein neuer Eintrag von mir. Da mein letztes Lebenszeichen vom Donnerstag stammte und ich heute, am Montag schreibe, heißt das, ich habe ein weiteres Wochenende in der Partyhochburg Bristol überlebt und das sogar richtig gut.

Am Freitag haben Aline und ich mal wieder bei Cider & Co. unseren Lieblingspub „The Crown“ unsicher gemacht. War eigentlich für 19.30 Uhr angesetzt, aber mein Bus entschied sich dann 30 Minuten Verspätung zu haben und so stand ich fast 40 Minuten an der Bushaltestelle und habe Smalltalk mit meinen Leidensgenossen gehalten. Sehr amüsant war, dass mindestens vier Busse der Linie 7 den Berg hinuntergefahren sind, 40 Minuten lang aber kein einziger von ihnen wieder hoch kam. Nach geraumer Zeit standen dann allerdings urplötzlich drei Busse auf einmal vor unserer Nase und so kam dann doch noch jeder dort an, wo er eigentlich hin wollte. Mit der Linie fahr ich aber trotzdem nicht mehr – meine Nr. 6 ist nämlich immer pünktlich und ihr wisst ja, ich kann Unpünktlichkeit bei anderen außer mir nicht leiden. Nun ja, nach schönem Abend im Pub ging es dann gegen Mitternacht wieder nach Hause, wo mich auch schon mein kleiner pelziger Mitbewohner sehnsüchtig erwartete. Nach ein paar Sprüngen auf meinen Laptop und ner ausführlichen Knuddelstunde hat er sich allerdings verkrümelt und mich bis morgens um 7 Uhr in Sicherheit schweben lassen. Dann ging’s in meinem Zimmer allerdings so richtig los – über’s Bett und unter den Schreibtisch, unter meine feinsäuberlich zusammengelegte Wäsche und noch dann noch ne Runde Krallenschärfen am Teppich und weiß ich wo. Nach einer halben Stunde war das Spektakel vorbei und ich konnte noch bis etwa 9 Uhr weiterschlafen, dann war ich allerdings so hellwach, dass ich aufstehen musste. Den Samstag hab ich dann ruhig angehen lassen, ich weiß gar nicht mehr genau, was ich überhaupt gemacht habe, jedenfalls bin ich dann abends zu Khatija spaziert und wir haben Nudeln gegessen, bevor wir weiter in Richtung City gefahren sind – mit europäischer Lenkung übrigens. Das gab ein paar ziemlich verwirrte Gesichter als wir an der Ampel standen. Zum „Vorglühen“ ging’s dann mal wieder ins „Agora“ mit den £1,95 Getränken. Das ist allerdings auch das einzig Gute an dem Laden, denn ab nem bestimmten Zeitpunkt wird die Musik dort so laut aufgedreht, dass an Unterhaltungen nicht mal mehr ansatzweise zu denken ist. Darüber trösten dann auch nicht die Getränkepreise hinweg, die im Vergleich zu normalen Pubs auch nicht so viel billiger sind, wie ich finde. Aber gut, ich bin sowieso eher der Pub-Typ. Ich find’s da einfach irgendwie kommunikativer und gemütlicher – gut also, dass wir nach ein, zwei Drinks weiter spaziert sind und einen ziemlich coolen Pub entdeckt haben – „The White Harte“. Da gab’s dann auch wieder lecker Cider und keinen Bacardi-Cola, wir konnten uns unterhalten und ja, war toll. Wann wir dann zu Hause waren, weiß ich gar nicht mehr so richtig, aber es war spät und ich bin nach ner Runde Computer spielen zum Runterkommen schnell ins Bett gefallen. Am Sonntag dann wieder morgendliches Theater mit Garfield und gemütliches Frühstück und dann ging’s zum Shoppen in die City. Fazit: böser, böser Cabot Circus! Man kauft dort eindeutig zu viel ein. Ich weiß schon, wohin ich mit einigen Bristolbesucher auf gar keinen Fall gehen darf, denn das hätte ein nicht so nettes Ende für Kreditkarten, Portemonnaies und den Koffer, der wieder nach Deutschland muss. Nicht, dass das nicht auch für mich gelten würde, aber ist ja für den Moment erstmal egal, ne? Nach fast fünfstündiger Shoppingtour durch ziemlich viele der 120 Geschäfte hab ich mich dann mit Aline im „@-Bristol“-Café getroffen, von wo aus wir dann später Richtung Bristol Cathedral spaziert sind. Dort warteten schon Alice und ihr Freund und nach ein paar Minuten kam auch Irish und Eva an. Zusammen sind wir dann zum Hafen gegangen, wo wir im „Pitcher & Piano“ Nachos gegessen und Preisfrage: was getrunken haben? Dem, der die richtige Antwort als Erster liefert, spendier ich selbiges Getränk bei Besuch in Bristol, ansonsten Pech gehabt 😛


*** English version:

On a special lady’s demand, we’re not mentioning any names Jule, are we, I’m writing another entry to my blog, now. As my last sign of life was on Thursday and today’s Monday you can see that I survived another weekend in partytown Bristol, but here we go:

On Friday, Aline and me have been to our favourite pub „The Crown“ again to have some Cider & Co. Actually we were meant to meet there at 7.30 pm, but as my bus decided to have a delay of 30 minutes I stood at the bus stop for 40 minutes and had smaltalk with my fellow sufferers. What was really weird is the fact that at least four busses of line 7 passed us and went down the hill, but none of them returned until there were suddenly three of them at the same time. Although we reached our aims really quickly I decided to keep on going into town only on my dear line 6 from now on. It is never late and it’s always very funny to go on this line as you can have really nice conversations. That’s how I got back home where Garfield was already waiting for me to cuddle him by the way and also jumped on my laptop a couple of times, but okay I interprete it as him being glad to see me. After some cuddles he went somewhere and left me in peace until 7 am when he suddenly started jumping through my room as if the devil himself was chasing after him. He jumped over my bed, hid under my desk and my clothes and sharpened his claws on the carpet and whereever. After doing this for almost 30 minutes he was so exhausted by his spectacle that he felt asleep again and got me another 1,5 h of sleep. My Saturday was quite relaxing though and I can’t even remember what I actually did, but in the evening I went to see Khatija’s house where we had some noodles before heading into town with her car that has a European steering. The confused faces when stopping infront of the traffic lights were so hilarious – especially the one of a little kid that might have never seen that before. Sooo cute! For predrinking we went to „Angora’s“ – the club with the £ 1,95 drinks again, but that’s really the only good thing about this place as from a certain point on the music is so loud that you can hardly understand anything. Not even the prices are a rebound for that, but I do think it’s not that cheap anyway when you compare it to real pubs which I absolutely prefere by the way. They are more comfortable and somehow more cummunicative or I am only more into pubs than in clubs – might be as easy as that. Well anyway, we found a really nice pub just off the Park Street that is called „The White Harte“ and yeah they were serving Cider and not only Bacardi-Cola there, we could understand each others words and it was a great night in the end. Don’t even know when we were back home again, but I went to bed pretty soon after calming down with some games on „Who has got the biggest brain“.

My Sunday started with another performance of Garfield and a nice breakfast and it continued with power shopping at Cabot Circus. Bad bad place! You definitely buy way too much there! I really know that I shouldn’t take some of my friends and family there when they come to visit me as they might get serious problems with their debit cards, their purses and their suitcases that will weigh far too much on their ways back to Germany. Not that this would not apply to my, but it doesn’t matter at the moment as I am here, does it?

After almost fives hours in many of the 120 shops at Cabot Circus I went to see Aline in the „@-Bristol“ café where we met to go to the Bristol Cathedral together to see Alice and her boyfriend, Eva and Irish. Altogether we went to the harbourside again where we had some Nachos and guess what at the „Pitcher & Piano“!? Who finds the right answer will get the drink when visiting me over here and who doesn’t visit me, but wants the drink gets a bad break 😛

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Leute, trinkt Cider or People, drink Cider!

Sonntagabend, mein bequemer Sessel, eine schöne Tasse Tee und mein Laptop – was das bedeutet? Einen Rückblick auf’s Wochenende natürlich. Das war bis auf den heutigen Tag nämlich recht ereignisreich. Sind wir am letzten Sonntag noch fröhlich zur Clifton Suspension Bridge hoch geklettert, so hat das Wetter das heute zu verhindern gewusst. Bestes englisches Nieselwetter mit fiesen kalten Temperaturen. Ich bin heute also zu Hause geblieben und hab gefaulenzt. Dafür war ich gestern und vorgestern unterwegs. Am Freitag waren wir bei einem Treffen für Fremdsprachenassistenten und Junglehrer in der Clifton High School, wo es ein Quiz zu Bristol und Umgebung sowie einen äußerst aktiven älteren Herren gab, der Detlef D! Soost starke Konkurrenz machte, wenn es um das Einhalten seiner Barn Dance Choreographien ging. Zu original englischem Geflöte und Gefidel wurde sich also im Kreis gedreht, abgeklatscht oder bei Wein, Bier & Co. mit anderen Assistenten unterhalten. Zur Stärkung gab’s dann noch ein leckeres Büffet mit Quiche, Hähnchen, Salaten und ‘nem englischen Krümelkompott namens Crumbs. Da war aber irgendwas Milchiges drin, also hab ich sicherheitshalber mal gepasst, ihr wisst ja. Nach Stärkung und einigem Hin und Her ging es dann noch mal mit ein paar Leuten in Richtung City, wo wir dann in einem Club gelandet sind, in dem es alle Getränke für nur £ 1,95 gab – ein echtes Schnäppchen, meine Lieben. Vor allem, wenn man betrachtet, dass im Bacardi-Cola mehr Rum als alles andere war. In Deutschland wäre das genau anders herum.

Gestern waren Aline und ich dann mal ein paar Pubs erkunden – ist etwas kommunikativer als sich in ‘nem Club die Stimmbänder zu versauen, weil man sich die Gesprächsfetzen zu brüllen muss, damit man sich irgendwie verständigen kann. Zuerst waren wir in einem Pub namens „The Crown“ in der All Saints Lane und danach ging’s in eine australische Bar „Walkabout“. Beide waren wirklich toll, wenn auch total unterschiedlich und wurden bestimmt nicht das letzte Mal aufgesucht. Ich hab gestern übrigens auch meine Leidenschaft für Cider entdeckt – eine äußerst schmackhafte Alternative zu Bier, die ganz schön süffig ist, aber auch einige Umdrehungen hat. Der Abend war insgesamt wirklich nett. Wir haben zwei tolle Kneipen gefunden, uns gut unterhalten und uns mal wieder darüber amüsiert, wie die Briten feiern gehen. Die laufen nicht nur wie die Sommerfrischler rum, sondern sind bereits um 19 Uhr so besoffen, dass sie nicht mehr ansatzweise gerade laufen können. Manche wirken aber auch besoffener als sie eigentlich sind, so zum Beispiel eine Gruppe Engländer, die wir im „Walkabout“ getroffen haben und die laut irgendwelche Lieder gegröhlt haben. Unterhalten konnte man sich mit denen trotzdem, vor allem als es um deutsche Trinkspiele ging. Auf dem Heimweg dann wieder das typische Bild: leicht bekleidete Mädels ohne Schuhe. Ist ja nachts auch gar nicht kalt…

*** English version:

It’s Sunday evening, I am sitting in my comfortable armchair having a nice cup of hot tea and my notebook is on my lap – and that means? A review of my weekend, of course. It was quite busy except from this day which I spent at home relaxing. Last weekend we’ve been wandering to the Clifton Suspension Bridge, but as it was absolutely not that nice today – typical British drizzle – I did not go out. But I was, of course, on tour yesterday and the day before.

On Friday we went to a Party for Foreign Language Assistants and PGCE’s at Clifton High School where the guys organized a quiz on Bristol and the area around it and where there was an old hyperactive man who would be the hardest rival for German star choreographer Detlef D! Soost ever when it came to sticking to his Barn Dance choreography. So everbody was dancing and clapping to the orginally British sound of fiddles and pipes or having a chat while drinking wine, beer or whatever drink you can think of. To get some power again there was a buffet with quiche, chicken, salats and an English dessert called “Crumbles“ that I did not eat as there was something milky in there. It’s best to be on the safe side. Afterwards we went to a club with some other guys where every drink was £ 1,95 – really good offer, my dears – especially taking into consideration that a Bacardi-Coke contained more rum than Coke. In Germany it would have definitely been the other way round.

Yesterday, Aline and I went to explore some of Bristol’s pubs – which is much more communicative than destroying your vocal cords by shouting at each other in a club just to be able to somehow understand each other. First of all we’ve been in a pub called „The Crown“ in All Saints Lane and afterwards we went to the Austalien bar „Walkabout“. Both places have been really nice although they were quite different, but I am sure we’ll definitely go there again. Ah and by the way, I found my hidden passion for Cider which is a really really delicious alternative for beer, totally nice to drink, but with some hidden rotations, if you know what I mean. All in all it was a really nice night. We found some great places to spend nights out, had a great conversation and got amused again about the way Brits party. They do not only dress as if it was midsummer they are also that drunk at 7pm that they can hardly walk on their owns. But to be honest some of them do appear more drunk than they actually really are, e.g. a group of Bristolians we met in the Austalien bar, singing songs and having one drink after the other. They were surprisingly clear when we had a little chat and exchanged English and German drinking games. On our way home we got the typical view again: barefooted girls wearing dresses being so short that they could also be a bigger belt, but okay, as long as they aren’t cold…

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