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“Why does it always rain on me?” or “Unser kleiner Ausflug ins regnerische Cardiff”

Hallo ihr Lieben,

um euch mal wieder auf den aktuellen Stand in Sachen Kurztrips zu bringen, gibt es hier ein paar Impressionen von unserem Ausflug in die walisische Hauptstadt Cardiff.

Wir sind am Sonntagmorgen bei strahlendem Sonnenschein und recht angenehmen Temperaturen hier in Bristol losgefahren, aber kaum haben wir im Zug gesessen, fing es auch schon an wie aus Eimern zu regnen. Als wir dann in Cardiff ankamen, war dann im wahrsten Sinne des Wortes Sintflut angesagt. Aber davon haben wir uns nicht abschrecken lassen. Nach ner heissen Schokolade und der genauen Untersuchung der walisischen Sprache, erinnert mich irgendwie an Elbisch, muss ich sagen, ging es dann todesmutig hinaus in den Regen und vorbei am Hardrock Cafe in Richtung Schloss. Dieses haben wir uns dann auch angeguckt, einige Stunden sogar. Angefangen hat alles mit einem Filmchen zur Geschichte von Wales in einem neugebauten Gebaeude, das so ziemlich zu allen Epochen von 1200 an Informationen lieferte. Schickierend ging es dann im Museum des Welch Regiment weiter, welches einen Teil des Schlosses einnimmt. Sowas Kriegsverherrlichendes hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. An jeder Ecke gab es Fotos von Eroberungen, die das Regiment von irgendwelchen Feldzuegen mitgebracht hat oder Bildchen, die den Krieg so darstellen als sei die Ankunft des Welch Regiments fuer die Zivilisten so toll wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen. Der absolute Hammer… Der Rest des Schlosses war aber wirklich toll und ganz besonders hatte es mir die Bibliothek angetan, in der Akten von keine Ahnung wann lagerten. Aline nannte das Ganze kurz und knapp “Gammelbuecher”, Kulturbanause! Nach einer kurzen Staerkung in einem chinesischen Restaurant haben wir uns dann in einer der wenigen Regenpausen noch das Millenium Stadium angeschaut – zumindest von aussen. Danach war uns dann so kalt, dass wir die Shoppingzenter auskundschaften mussten, aber irgendwie war da am spaeten Sonntagnachmittag nicht mehr so viel los. Deshalb ging’s dann auch bal wieder nach Bristol, wo dann irgendwie auch keine Sonne mehr schien, sondern Schnee vom Himmel fiel…

Hello my dears,

just to get you up to date I’ll share some impressions of our trip to the Welsh capital Cardiff with you. We left Bristol on a sunny Sunday morning, but as soon as we sat on the train it started raining cats and dogs. In Cardiff itself we got nothing but rain for quite a while. But we before we went out in the pouring rain we used our time to have a hot chocolate and to do a bit of research on the Gaelic language which seems to have influenced Tolkins Elbic language in Lord of the Rings. Passing the main road and the Hardrock Cafe we soon arrived at the Castle which we visited for a couple of hours.

We started our tour in a newly build building where they showed a film on the history of Cardiff and Wales and had a massive timeline providing data and information from 1200 on. Afterwards we continued our tour in an elder part of the castle which now is the museum of the Royal Welch Regiment. Scary as hell! You won’t believe how much they supoort wars in there. In every single corner they proudly present trophies they brought from foreign countries or show pictures that make it appear as if the Welch Regiment arriving in a country is better than Christmas, Easter and birthday together for the civilians living there. But the rest of the castle was really nice and I immediately fell in love with the library that is home to millions of old documents. Aline called it “scruffy books” – such a philistine! After having lunch in a Chinese restaurant we went to see the Millenium Stadium in one of the few breaks from rain. But it’s gotten that cold in the meantime that we’ve been freezing and decided to explore Cardiff’s shopping facilities. Not a really clever idea on a late Sunday afternoon and that is exactly why we decided to go back to Bristol where the sun had also left by then and had been exchanged by snow…

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Top 3 aus dem Kuriositätenkabinett or Top 3 of British quirks

Nach einem mehrstündigen Telefonmarathon war es gestern fast Mitternacht als ich ins Bett kam. Dass ich da keine Lust mehr hatte, noch einen Blogeintrag zu schreiben, dürfte klar sein, aber ich will euch ja nichts schuldig bleiben und so kommen hier wieder ein paar neue Zeilen aus Bristol. Die solltet ihr übrigens ganz besonders wertschätzen, denn ich muss hier in der Schule gerade die wildesten Tastenkombinationen benutzen, um Umlaute zu zaubern. Und da ihr ja mein wunderbares Gedächtnis kennt, werdet ihr euch denken können, dass ich alle zwei Sekunden nachschauen muss, ob ich auch die richtige Kombination genommen habe. Schrecklich verwirrend, aber das ist nicht das einzige, was hier anders ist als Deutschland und so lasse ich euch jetzt mal die TOP 3 meines persönlichen britischen Kuriositätenkabinetts sehen.

Geldautomaten

Großbritannien ist mehr als gut mit Geldautomaten ausgestattet. Es gibt sie an jeder Ecke, von jeder Bank und so ist es kein Problem, sich mit Bargeld zu versorgen. Man sollte dabei nur im Hinterkopf behalten, dass man hin und wieder eine Schubkarre brauchen könnte, wenn man Geld abhebt, denn das höchste, was bei mir bisher aus dem Geldautomaten gekommen ist, war ein 20-Pfund-Schein. Besonders toll ist das dann, wenn man seine Miete bezahlen will und 400 Pfund in 10-Pfund-Scheinen aus dem Schlitz schießen. Das Portemonnaie kriegt man dann nämlich nicht mehr zu.

Esskult- äh Nahrungsmittel

Gestern war ich mit Khatija, der neuen Französischassistentin, in der Kantine und zum Mittags gab es eine Backkartoffel, hier Jacket Potatoe, gefüllt mit Bohnen. Sah erstmal gar nicht schlecht aus, schmeckte aber so. Die Sauce war eine Mischung aus süß, ketchuplastig und undefinierbar – alles in allem nicht empfehlenswert und eher abartig als lecker. Allgemein haben die es hier nicht so mit Esskultur, glaub ich. Ein Essen schmeckt wie das andere, weil Salz und Pfeffer äußerst sparsam eingesetzt werden und vom Brot ja ganz zu schweigen. Geschmacklos, labberig und irgendwie nur erträglich, wenn man es lange genug im Toaster foltert, weil es dann wenigstens den Hauch einer bissfesten Konsistenz bekommt.

Hotpants und ihr Einfluss auf die Geburtenrate

Die Mädels rennen hier mit 13 Jahren manchmal rum als kämen sie direkt vom Babystrich. Echt erschreckend, dass ihre Eltern sie so aus dem Haus lassen, aber das scheint hier kein regionales Phänomen zu sein, denn meine Schottlandkorrespondentin, Frau Möller hat aus dem Norden des Landes Ähnliches gemeldet. Mit Hotpants, High Heels und möglichst tiefem Dekolleté ausgestattet, geht es dann auf Männerfang. Kein Wunder also, dass hier alle in meinem Alter mindestens ein Kind an der Hand und eins im Kinderwagen zu liegen haben. Aber gut, das hält die Geburtenrate oben, nicht wahr?

*** English version:

After having been on the phone for hours last night, it was somewhen past midnight when I went to bed and it’s clear that I had different things in mind than writing a new entry for my blog then, but as I don’t want you to moan about not hearing anything from me, here are some new lines from Bristol, which you by the way really have to appreciate as I am writing on a UK keyboard – means that I have to press the weirdest key combinations ever to get some German umlauts. But these key combinations are not the only strange things over here and that is why I will now present my TOP 3 of British quirks to you.

Cash mashines

There are millions of cash mashines in the UK. You can find them everywhere and they are put there by all possible banks so it’s absolutely no problem to get some cash, but you should really keep in mind that you might need a barrow to get your money home as these mashines tend to only give you £10 and £20 notes. Really great when you want to pay your rent and get £400 in 40 notes. It’s impossible to close you wallet with that amount of notes in there, believe me!

Eating hab- ehm food

Yesterday, I went to cantine with Khatija, the new French Assistant at John Cabot, and we had a jacket potatoe filled with beens there. It did not look that bad, but it was. The sauce was a mixture of something sweet, ketchup and another something that I couldn’t define – all in all, it was definitely not a meal to be recommended to anybody and more disgusting than delicious. But I guess that’s a general thing with British food. They do not seem to have good eating habits over here, after all, as every dish tastes the same, but I’m sure that’s because they have no clue about how to use salt, pepper and other spices properly. Same with bread: it has no taste at all, is wishy-washy and can only be eaten after toasting it for quite a long time.

Hotpants and their effect on the British birthrate

The teenage girls over here dress as if they’d walk the streets, it’s really amazing to see that their parents let them out of the house looking like that, but it doesn’t seem to be a regional phenomenon as Scotland correspondent Ms. Möller reported that she saw similar things up in the north of the country. Wearing hotpants, high heels and as less as possible to cover their breasts they go on the pull and taking that into consideration it’s no wonder that every girl my age seems to have at least one kid on their hand and on lying in the pram. But okay, it keeps the birthrate up, doesn’t it?

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