Archive for September, 2008

Unser Sonntag in Clifton – Our Sunday in Clifton

Ob ihr’s glaubt oder nicht, aber ich habe mir gestern echt ‘nen kleinen Sonnenbrand eingefangen. Es war wieder mal ein wundervoller Tag und wir hatten einmal mehr richtig viel Spaß dabei, Bristol zu erkunden. Nach einem Spaziergang entlang des Flusses Avon sind Aline, Eva, Vito und ich dann den Berg zur Clifton Suspension Bridge hoch marschiert, um von dort aus den wundervollen Blick über die Stadt zu genießen. Die Brücke selbst führt über das Avonbecken und verbindet Bristol’s Stadtteil Clifton mit den Leigh Woods in North Somerset. Sie wurde vom britischen Ingenieur Isambard Kingdom Brunel entworfen und ist wahrscheinlich eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Bristol.

Obwohl der Aufstieg nicht unbedingt die beste Bewegung für meinen Fuß war (ihr kennt ja das Problem mit unebenen Untergründen), so hat sich der Spaziergang durch den kleinen Wald am Fuße der Brücke wirklich gelohnt. Von oben sieht man erstmal, wie groß Bristol eigentlich ist und obwohl Clifton nicht weit vom Zentrum entfernt ist, kommt es einem dort vor, als wäre man irgendwo auf dem Land. Weit und breit sieht man grüne Wiesen, Felder, Wälder und Felsen und es ist einfach nur wunderschön. Nachdem wir dann zweimal die Brücke überquert hatten, Vito’s Lektion über die Flora und Fauna des Avon Gorge Beckens gelauscht und mehrere Fotostops eingelegt hatten, entschieden wir uns, auf der Terrasse des Avon Gorge Hotels Mittag zu essen. Die Terrasse selbst liegt so toll, dass man beim Essen die ganze Zeit auf die Brücke gucken kann. Für mich gab’s Pita-Brot mit Möhren-Kümmel-Salat, Tzatziki und Hummus – war ganz okay, aber nicht das beste, was ich jemals gegessen habe, aber das Erlebnis wird wahrscheinlich auch einem anderen Land als England vorbehalten sein. Trotzdem war es dort richtig toll, weil wir uns alle richtig gut unterhalten haben und so die Möglichkeit hatten, uns noch ein bisschen besser kennenzulernen. Nach dem Essen ging es dann noch einen weiteren kleinen Hügel hinauf zur Sternwarte, wo wir dann Alice, eine weitere Fremdsprachenasssistentin aus Frankreich, getroffen haben. Wir waren also eine ziemlich bunt durcheinander gemischte Gruppe, was unsere Nationalitäten angeht: Aline und ich aus Deutschland, Eva, die auch Fremdsprachenassistentin ist, aus Spanien und Vito, der hier, glaube ich, als Ingenieur oder so arbeitet. Alles in allem also ein toller Tag mit tollen Leuten, der sehr viel Spaß gemacht hat.

*** English version:

Believe it or not, but I got a little sunburn, yesterday. It was such a brilliant day again and we did really have lots of fun exploring Bristol once again. After a walk along the river Avon, Aline, Eva, Vito and I climbed up the hill to the Clifton Suspension Bridge to enjoy the wonderful view over the city. The bridge itself is spanning the Avon Gorge and is connecting Bristol’s Clifton with the Leigh Woods in North Somerset. It was designed by Isambard Brunel and is possibly one of the most popular sights of Bristol.

Although climbing up there was not the best thing for my foot (you know the little problem with the movement when walking on uneven grounds) the walk through the forest was definitely worth it. From the top you can see quite a lot and get a good impression of how big the City of Bristol actually really is. And even though Clifton is not that far from the City Centre you absolutely feel like you were somewhere in the country. After crossing the bridge, getting a biological lecture by Vito on the plants growing in the Avon Gorge and various photo stops, we decided to have lunch on the terrace of the Avon Gorge Hotel that is facing bridge, so you can look at it from almost every point there. I had some Pitta bread with carott and cumin salad, hummus and tzatziki which was pretty okay, but not the best thing I’ve ever had. Neverthess it was absolutely fine there as we were having some nice conversations and got to know a bit better. Afterwards we went up another small hill to the Observatory where we met Alice another Foreign Language Assistant (FLA) from France. So there were Aline and I who are from Germany, Eva who is also a FLA and comes from Spain and Vito who is from Italy, but doesn’t work as a FLA, but as an engineer or something, I think. After all it was a really nice mixture of nations and it was really fun talking with each other and having a great day.

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Mit Nr. 6 in die Sonne – Towards sunshine with bus no. 6

Pünktlich zum Wochenende gab es mal wieder strahlenden Sonnenschein und T-Shirt-Temperaturen. Grund genug also, sich in den Bus Nr. 6 zu setzen und in Richtung Broad Weir zu fahren. Diesmal ging’s aber nicht in den Castle Park, sondern nach einem kurzen Abstecher in die Mall auf direktem Weg die Broad Road runter und in Richtung Christmas Steps – zum täglichen Bergsteigen. Da ich heute nicht in der Schule war, musste ich schließlich eine Alternative finden. Die Christmas Steps führen einen von vielen Bristoler Hügeln hinauf und befinden sich in einer kleinen Straße, die bereits in der Frühen Neuzeit zur Stadt gehörte. Am Fuß der Christmas Steps findet man einen urigen Pub names „The Three Sugar Loaves“ und wenn man die Stufen hinauf geht, dann säumen die Gasse links und rechts viele kleine Galerien und Geschäfte, z.B. ein Philatelist, der antike Briefmarken verkauft oder eine total niedliche Boutique, die sich auf Fest- und Brautmoden spezialisiert hat. Ich will nicht wissen, was ein Kleid dort kostet, denn allein die Lage des Geschäfts ist der absolute Knaller. Das kann man sich vielleicht schlecht vorstellen, wenn man es selbst noch nicht gesehen hat, aber diese Gasse ist schon etwas Besonderes. Während es in Bristol sonst fast überall relativ laut und hektisch zu geht, scheinen die Christmas Steps den Alltag vollkommen draußen zu lassen. Es kommt einem bald vor, als wäre man gar nicht mehr direkt im Zentrum, sondern in irgendeinem kleinen alten Dorf. Oben angekommen befindet sich rechter Hand „The Chapel of the three Kings of Cologne“ – eine Kapelle auf dem Gelände, auf dem ein früherer Bürgermeister von Bristol sein Haus erbauen ließ. Ein Haus übrigens, das ich auch nicht ablehnen würde. Ihr könnt euch also denken, dass es ganz wunderbar alt und verwinkelt ist – typisch englisch irgndwie. Aber weiter mit meiner Tour, denn weil der Berg noch weiter nach oben führte, bin ich einfach mal bis ganz oben marschiert und habe noch eine alte Kirche entdeckt, die irgendwie zur Uni gehört, die ganz oben auf dem Berg einige Kliniken hat. Die Fenster waren zwar mit Sperrholz zugenagelt, aber wenn man den Schildern glaubt, die im meterhohen Gras standen, dann finden dort tatsächlich noch regelmäßig Gottesdienste statt. Aber das ist ja sowieso relativ egal, denn ich schlafe am Wochenende lieber aus als dass ich mich aus dem Bett und den Berg hoch quäle. Wieder unten angekommen, hab ich mir erstmal ‘ne Auszeit im Hafen gegönnt. Mit leckerem Waldbeeren-Smothie in der Sonne sitzend, hab ich ganz gemütlich auf einer der Hafenterrassen gesessen und einen ausführlichen Brief geschrieben – zumindest in der Zeit, in der mich nicht irgendwelche Leute angequatscht haben. Am ausdauerndsten war dabei eine Inderin, die sich an meinen Tisch gesetzt hatte und sich ursprünglich ganz unauffällig verhalten hatte. Allerdings war ihr wohl langweilig geworden und so hat sie mich die ganze Zeit mit Fragen zu Deutschland gelöchert, Vergleiche zu England gefordert und immer wieder betont, wie toll wir jungen Menschen es doch haben. Nach etwa 45 Minuten musste sie dann irgendwo hin und ich konnte mich weiter meinem Brief widmen. Danach gab’s dann noch ein paar Promotion-Geschenke von Topshop-Promotern und dann hab ich mich in Richtung Zentrum verkrümelt, nachdem ich nochmal über den St. Nicholas Market geschlendert bin. Schnell noch ein paar Einkäufe bei Superdrug und Tesco und dann ab in den Bus. Über die Gespräche dort könnte ich mittlerweile ein Buch schreiben – einfach der totale Brüller. Nun genieße ich aber weiter Take That im britischen TV und verabschiede mich bis zum nächsten Mal.


*** English version:

Brilliant timing, now that the weekend is there sun’s come back again and you can run around in T-shirts. Perfect reason for getting on bus no. 6 to drive towards Broad Weir, but this time not for sunbathing in the Castle Park, but to directly go down the Broad Road to see the Christmas Steps after a short trip to the Mall.After all I need my daily rock climbing – so the Christmas Steps were the perfect alternative for my way to school. They do lead to the top of one of Bristols many hills and are located in a narrow little road that even existed in the Early Modern Period. At the bottom of the steps you find a lovely rustic pub called “The Three Sugar Loaves“ and when you go upstairs you see lots of small shops on the left and right side, e.g. a philatelist selling old stamps or a cute boutique specialized on ball and wedding gowns. I don’t want to know how much such a dress costs, because alone the location is absolutely amazing. I guess it’s hard to imagine without having seen it, but this little alley is really something special. While Bristol is pretty busy and hectic everywhere this place just feels like it was leaving the noise outside to create a feeling that makes you feel like you were not in the middle of a large city, but in a small village in the country. On top of the steps there is “The Chapel of the Three Kings of Cologne“ on the right – a chapel that was built on the ground of a former mayor of Bristol and the house next to it is so cute that I would move in at once. As you can imagine it’s adorably old and labyrinthine – typically English somehow. But we go on with my tour, now, as the hill was not completely climed by that point. So I went on walking up and found an old church that somehow belonges to the university that has some clinics at the top of the hill. Although the windows were nailed up with plywood there are some signs stating there are regular services, but I don’t know if that’s true and actually it doesn’t really matter as I prefere to sleep in at the weekend, but get up a hill too early. Down again, I relaxed at the sunny harbourside having a delicious wild berry smoothie and writing a long letter – at least I tried to do so when I was not interrupted by any people. The most endurant person was an Indian woman who sat down at my table and was behaving quite low-key at first, but then she somehow felt bored or something and she started to pepper me with questions on Germany, demanded comparisons with England and stated again and again how lucky young people were nowadays. After 45 minutes of smalltalk terror she had to leave and I could finish my letter. Afterwards I got some stuff from girls promoting the new Top Shop and went to the City Centre again after wandering around St. Nicholas Market. There I just did some shopping at Superdrug and Tesco’s and then I went back to Kingswood by bus and going by bus in Bristol can be real fun. You hear such funny stories so that you could actually really write a book on it – hilarious. But I keep on enjoying Take That on British television now, so goodbye until the next time.

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Zwischen Neugier und Ahnungslosigkeit – Between curiosity and having no idea

Wochenende! Und das hab ich mir auch mehr als verdient, nach meinem so anstrengenden Arbeitstag, nicht wahr, Herr Mitbewohner? Ich war heute nämlich ganze 110 Minuten in der Schule, von 13.20 Uhr bis 15.10 Uhr – sollte ich mich verrechnet haben, stellt diese Info die eigentliche Zeitspanne da.

War wieder sehr spaßig, erst eine Einzelstunde mit Georgie – ganz nettes Mädchen mit wirklich super Deutschkenntnissen und das mein ich gerade mal nicht ironisch, sondern absolut ernst – war nämlich selbst überrascht und danach dann noch eine Doppelstunde mit der 11. Klasse. Lustigerweise behandelt hier gerade jede Altersstufe das selbe Thema – alle schreiben Aufsätze zum Thema „Meine Stadt“ und alle nörgeln rum, weil sie 150 bis 180 Wörter definitiv zu viel finden. Wenn man sich mal anschaut, was sie so aufschreiben, dann versteht man diese Einstellung auch, denn irgendwie scheint ihnen nicht so richtig was zu dem Thema einzufallen. Daher bin ich immer in der Rolle des Anstupsers und gebe Ratschläge, was man denn alles über Bristol schreiben soll. Hilft also gerade ungemein weiter, dass ich mich im Vorfeld so gut informiert habe. Allgemein ist also heute in der Schule nicht sonderlich viel passiert. Gestern hatte ich eigentlich eine Stunde mit Jonathan, aber der wusste noch nichts von seinem Glück und war nicht da, also erst mal zwei Stunden Pause und dann fleißig Doppelstunden in den verschiedensten Altersklassen und eine Stunde mit Emily.

Allgemein, lässt sich sagen, dass die Schüler zwar alle sehr unterschiedliche Sprachniveaus haben, aber sehr offen für Ratschläge und Anregungen sind. Was auch absolut schön ist, hier bedanken sich die Schüler nach jeder Stunde dafür, dass man ihnen etwas erklärt oder beigebracht hat. Bisher sind die Jungs alle sehr viel offener als die Mädels – zumindest ist das in den oberen Klassenstufen so. Die Kleineren sind allesamt neugierig und durchlöchern einen mit Fragen, in der Oberstufe sind es die Jungen, die auf einen zukommen, um Hilfestellungen bitten und auch abseits des Unterrichts das Gespräch suchen. Fußball ist eines unserer Lieblingsthemen und einige kennen sogar Hansa, juchu! Denen drücke ich natürlich auch aus der Ferne die Daumen, auch wenn ich hier im wahrsten Sinne des Wortes auf der Insel lebe und wenig über das Leben in Deutschland erfahre, wenn ich mich nicht gerade im Internet informiere, aber so ist das, wenn man unbedingt ins Ausland will, stimmt’s?

*** English version:

Weekend! And I truely deserve it after my more than hard working-day, don’t I, my dear Mr. Roommate? I have been at school for 110 minutes today, from 1.20 pm to 3.10 pm to be precise – just in case I was calculating the wrong way.

School was once again great fun. First of all I had an individual lesson with Georgie who is a really nice girl whose German is absolutely briliant and that’s not meant in an ironic way, but really true – I was surprised myself and afterwards I had a double session with grade 11. Funny enough every class, no matter what age they are, is dealing with the same topic at the moment – they’re all writing essays or course works on “My town“ and they’re all arguing that 150 to 180 words are far too much. When you consider what they are writing you really might understand them as they really seem to have no idea what to write about. Luckily I read a lot on Bristol before coming over and so I can give suggestions on what they could write about although they should actually know themselves. All in all there wasn’t much going on at school today. Yesterday, I was supposed to give an individual lesson to Jonathan, but he did not turn up, so I had a break and some double sessions and an individual one with Emily afterwards.

In general you can say that all students, although they really have different levels concerning their knowledge of the German language, are really open towards notes and suggestions you make to improve their sentences or texts. What is really nice is that everybody thanks you for teaching them or explaining something after each lesson. Should be introduced in Germany, as well. By now the boys are more open than the girls – at least that’s what I experienced in the older classes. The younger ones are altogether really curious about everything and ask question on whatever you can think of, among the elder ones it’s the boys who ask for advice or start a chat in the hall. Our favourite topic is definitely football. Some of them do even know Hansa which is really cool and I am, of course, crossing my fingers for them even over here. Unfortunately, I don’t hear much about the things going on over there in Germany if I do not read the news on the Internet, but hey, it was me who chose to live abroad and on an island, wasn’t it

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Der Pfannkuchen-Tag or The Pancake Day

Nachdem ich gestern zu faul war, auch nur einen einzigen Satz zu schreiben, will ich heute mal was auf’s virtuelle Papier bringen. Montag ist mein freier Tag und deshalb war ich in dieser Woche erst gestern und heute in der Schule und es war wie immer total toll. Ich arbeite mit drei verschiedenen Lehrern zusammen, von denen zwei weiblich sind und einer männlich, und gebe individuelle Stunden für Schüler, die sich auf ihre Prüfungen vorbereiten. Diese Stunden sind vor allem für Schüler der höheren Klassen und der Inhalt ist ziemlich unterschiedlich, weil sich jeder auf unterschiedliche Themengebiete konzentriert. Während eines der Mädchen sich beispielsweise mit den Gruppen des deutschen Widerstands im Zweiten Weltkrieg beschäftigt und ihre Lesekenntnisse verbessern möchte, geht es einer anderen Schülerin vor allem darum, mehr zu sprechen. Die anderen Gruppen, mit denen ich arbeite sind vor allem Anfänger ab elf Jahren, was ziemlich cool ist, weil sie total aufgeschlossen sind und die ganze Zeit ankommen mit „Misses, kann ich Ihnen mal was erzählen?“ oder „Misses, ich hab heute morgen gesehen, wie Sie zur Schule gegangen sind“ und einen so niedlich angrinsen, dass es einem wirklich zu süß um wahr zu sein erscheint. Einer meiner Schüler aus den jüngeren Klassen war heute total erpicht darauf, etwas über deutsche Feiertage zu lernen und fragte mich, ob wir denn in Deutschland auch den „Pancake Day“ (den Pfannkuchentag“ hätten. Ich meinte, „Nein, ich hab keine Ahnung, was das sein soll“ und er fing an mir zu erklären, das sei ein Tag im Februar, an dem man alles, was man im Küchenschrank hat, in eine Schüssel wirft, durchmixt und dann einen Pfannkuchen daraus macht. Ich dachte mir, okay, was ist das denn für’n komischer Brauch und er erzählt und erzählte und erklärte mir dann, wie man denn eigentlich Pfannkuchen zubereitet. Als er dann nach einem langen Monolog fertig war, grinste er mich ganz stolz an und fragte „Also gibt es echt keine Pfannkuchen in Deutschland?“ und ich antwortete nur „Doch, na klar gibt’s Pfannkuchen“ und ihm war das Ganze so peinlich, dass er nur noch jammerte „Oh man, jetzt hab ich mich total zum Trottel gemacht, weil ich Ihnen erklärt hab, wie man Pfannkuchen macht“ und wir konnten uns nicht mehr einkriegen vor lachen. Das war so lustig, weil ich ihn einfach habe erzählen lassen, weil ich davon ausging, es würde noch was Ekelhaftes wie Bohnen oder so in die Pfannkuchen kommen, aber Engländer sind scheinbar doch nicht so schräg drauf wie ich dachte 😀


*** English version:

After having been too lazy to write only one sentence yesterday, I will try to put some things down today. I’ve been at school yesterday and today as Monday is my day off and it was real fun. I work with three different teachers, one of them male the other ones female and I give individual classes for students who prepare for their examinations. These classes are basically for students of the higher levels and their content is based on what the students want to deal with in their oral exams. While one of the girls concentrates on her coursepaper on the German resistance during the Second World War and her reading skills the other one tries to speak as much as possible. The other groups I am working with are basically beginners from the age of 11 on which is actually quite cool as they are just like “Misses, can I tell you something?“ or „Misses, I saw you walking to school today“ and smiling all over their little faces. It’s really too cute to be true. One of them was totally curious to learn about German holidays and asked me if we had the “Pancake Day“ over there and I answered like „No, I’ve got no idea what it is“ and he started started explaining it would be a day in February when you throw everything you have in the cupboard in a bowl, mix it up and make a pancake out of it. I thought okay what weird thing is that and he continued talking and talkin and telling me how pancakes are made. After a long monologue he looked at me totally proud and asked „So you have no pancakes in Germany, Misses? – I said „Of course, we do have“ and he was like „Oh no I made a complete fool of me telling you how to make pancakes then“ and we couldn’t stop laughing our asses of. That one was well funny as I thought he’d ended up telling my they threw something totally disgusting in their pancakes like beans or something, but okay the English seem not to be as weird as my thoughts on them 😀

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Und hier scheint doch die Sonne – And the sun IS shining

Strahlende Sonne, mindestens 23°C, da kann der Wetterbericht sagen, was er will und Kinder, die in Springbrunnen plantschen – ja, ich bin in Bristol und nicht auf Mallorca. Das Wetter ist einfach herrlich und so haben Aline (auch Fremdsprachenassistentin aus Deutschland) und ich, uns heute nach dem Lunch einfach mal zum Sonnen in den Castle Park gelegt. Anschließend haben wir noch ein wenig die City erkundet und beschlossen, demnächst mal eine Stadtrundfahrt zu machen, wenn sich das Wetter hält. Heute waren wir also erstmal zu Fuß unterwegs, um die ganzen süßen kleinen Kinder zu beneiden, die in der Nähe des Hafens durch Springbrunnen gehüpft sind, um sich abzukühlen. Keine Übertreibung, die Beweisfotos lade ich gleich mit hoch, damit ihr vor eurern Rechnern mal vor Neid erblassen könnt. Von der Harbourside – so heißt die Gegend um den Hafen herum- ging es dann nach etlichen Fotostops noch zur Bristol Cathedral, einer richtig schönen alten Kirche aus Sandstein, wenn mich mein architektonischer Spürsinn da nicht täuscht. Direkt daneben liegt das Gebäude des Stadtrates vor dem, in den Boden eingelassen, Plaketten aller Partnerstädte zu sehen sind. Die deutsche Partnerstadt von Bristol ist, für alle, die es interessiert, Hannover. Und weil die Sonne um halb sechs abends immer noch schien, legten wir auf der großen Wiese vor dem Bristol City Council einen erneuten Bräunungsstop ein. Ich sag euch, ich kriege hier so viel Sonne, wie in Deutschland in einem ganzen Jahr nicht und ihr behauptet immer, in England gäbe es nur schlechtes Wetter. Aline befürchtet auch schon, dass hier bald der Herbst Einzug hält, aber wollen wir hoffen, dass wir die Sonne noch eine Weile genießen dürfen. So kommt hier nämlich wirklich Urlaubsflair auf und das, obwohl wir ja eigentlich zum Arbeiten hier sind…


*** English version

The sun is shing, there are at least 23°C (no matter what the weather forecast says) and children are jumping in fountains – yes, I am in Bristol and not on Mallorca. The weather over here is really awesome. That’s why Aline (another Foreign Language Assistant from Germany) and I decided to get a nice tan in the Castle Park after having had lunch. Afterwards we had a little walk through the city and thought it would be a great idea to do a sightseeing tour if the weather keeps on being that nice somewhen next week or so. But today we went by foot and were a little jealous seeing all the cute little children jumping in the fountains to cool themselves down. Sounds like I am exaggerating? I am not and that’s why you’ll get some photo proof to make you become jealous as well. After exploring the harbourside and doing severeal photo stops we went to see the Bristol Cathedral which is a really nice old church that is made of sandstone if my architectural flair isn’t completely wrong. Directly next to it there is the building of the Bristol City Council that has tags of all of Bristol’s partner cities infront of it. For everybody who is interested in it: Hanover is the German partner city of Bristol. As the sun was still shing around have past five we lay down on the lawn infront of the City Council and got ourselves another sunbath. Believe me or not, but I think I get as much sun over here as I wouldn’t get in one year in Germany – and you always say the weather over here is crap. Aline is also afraid we’ll have autumn soon, but I do really hope the sun keeps on shining for a while. You really feel like on holidays that way although we are actually here for working…

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Ich bin stolz auf dich, Papa – I’m proud of you, dad

Find ich ja mal total verschärft, dass du hier auf dem Festnetztelefon angerufen hast, ohne zu wissen, wer von uns beiden eigentlich ran geht. Und dann noch in so nem löblichen Englisch. “Total akzentfrei” nannte das der Fachmann. Hätte ich ja, ehrlich gesagt, nicht mit gerechnet, weil du dich sonst immer so zierst Englisch zu sprechen. Aber cool, ich bin stolz auf dich – ganz ehrlich!

*** English version

Woohoo, how amazing was that? You calling me on the land line without even knowing who of the both of us would pick up the phone! And then you were speaking such a great English. “Totally without any accent” is what the expert called it. To be honest, I actually would have not expected you doing that as you always feel ashamed of speaking English, but it is really cool and I am very very proud of you – really!

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Erkundungstour – Exploring Bristol

So liebe Leute, da bin ich wieder. Gestern Abend war ich zu faul noch was zu schreiben, deshalb wird das jetzt nachgeholt. Ich hab ja Zeit, weil noch die ganze Woche frei. Wie, ganze Woche frei? Ja, das war eines der Ergebnisse meines gestrigen Schulbesuches und Gesprächs mit Herrn Cook, dem Leiter des Verwaltungs- und Finanzbereiches. Außerdem geht es dann am Montag richtig und hochoffiziell los. Derweil hab ich erst mal Zeit für mich, also zum Eingewöhnen und Gegend erkunden.

Hab ich gestern dann auch gleich gemacht, als ich wieder von meinem täglichen Marsch zurück gekommen bin. Da steht übrigens noch ‘ne kleine Korrektur an. Die Entfernung zu Hause und Schule beträgt nämlich keine 1,0 km, sondern 1,0 Meilen und das wiederum bedeutet, ich renne hier täglich 1,6 km den Berg runter und nach der Schule wieder hoch. Kein Wunder, dass ich mich über jede Minute freue, in der ich Sneaker oder ähnlich bequeme Schuhe tragen darf.

Hab ich gestern dann auch gleich gemacht als ich mich auf große Erkundungstour begeben hab. Eigentlich ist die Bushaltestelle direkt um die Ecke, allerdings war der Bus gestern gerade abgefahren und so hab ich mir gedacht, guck ich mir mal die High Street an – die Hauptgeschäftsstraße hier in Kingswood, direkt an der Grenze zum Stadtteil Staple Hill. Das waren dann noch mal 1,3 km – damit man mal nen Eindruck meines täglichen Laufpensums bekommt, ne? Da war ich dann zu erst bei der Royal Bank of Scotland, weil ich mir da ein Konto eröffnen lassen wollte, aber da war’s mir zu voll, also bin ich dann zu Lloyds TSB spaziert. Am Montag hab ich nun ‘nen Termin. Scheint auch alles sehr viel unkomplizierter zu sein als ursprünglich erwartet und in der Info-Broschüre des PAD ausgedrückt. Aber ist ja eher besser als schlechter, von daher sehr gut – weniger Probleme für mich. Danach bin ich dann in ein Post Office, von dem ich annahm, das es simple SIM Karten verkaufen würde, tat es aber nicht, also in ‘nen Handyladen. Dort konnte mir der Verkäufer allerdings nicht sagen, wie teuer es beispielsweise ist, SMS mit einer britischen Vodafone-Karte zu schreiben. Nett war er aber trotzdem, hat mich sogar zur Konkurrenz geschickt. Das erlebt man in Deutschland ja doch eher selten.

Wie auch immer, anstatt zur Konkurrenz bin ich lieber ins Zentrum gefahren. Ich dachte mir, die wird’s da bestimmt auch geben und ich hatte Recht, was für ‘ne Überraschung, ne? 😉 Aber erstmal zur Busfahrt, die war nämlich auch ein Erlebnis für sich. Die Busfahrer hier sind nämlich berühmt berüchtigt. Angeblich sollen die ganz schrecklich unfreundlich und muffelig sein. Meiner war eigentlich ganz freundlich, sogar noch als ich das Ticket falsch aus der Druckmaschine riss und somit zerstörte. Er guckte mich nur an wie’n Auto und meinte „What did you do?“ („Was haben Sie gemacht?“) Wär das nicht so peinlich gewesen, hätte ich mich tot gelacht, so hab ich mich mit Unschuldsmiene auf meinen Platz verkrümelt und mir gedacht, wie toll, dass ich in Kingswood wohne und nicht in einigen Gegenden, durch die der Bus fuhr. Easton zum Beispiel – Kreuzberg und Neukölln in Berlin sind ein Scheißdreck dagegen. Da sieht man ja immerhin hin und wieder mal Deutsche oder Europäer, in Easton waren alle entweder afrikanischen Ursprungs oder Araber mit Turban oder Schleiern. Ziemlich krass. Jamie meinte abends dann auch, dass das nicht unbedingt eine Gegend sei, in die man als Weißer gehen sollte. Man sei dort nicht wirklich gern gesehen – gut zu wissen.

Nach kurzem Kulturschock war ich dann im Zentrum, das einer einzigen Baustelle gleicht. Liegt daran, dass hier nächste Woche ein riesiges neues Einkaufszentrum eröffnen soll und wenn ich mir die Ausmaße der Baustelle angucke, dann wird es das größte, das ich bisher überhaupt gesehen habe. Aber gut, mehr dazu wenn es eröffnet ist. Ich hab mir dann nur schnell eine SIM Karte besorgt, bei der mich SMS in England nur 5 p kosten, ins Ausland ein wenig mehr. Ist okay, denke ich, mehr hab ich damit ja auch nicht vor. Im Anschluss bin ich dann noch ein wenig durch die Stadt geschlenkert und hab mir einen kleinen Park in der Nähe des Avon angeguckt, in dem es einige alte Ruinen und eine schöne alte Kirche gibt. Die Bushaltestelle zurück lag gleich in der Nähe und so war auch die Rückfahrt ganz schrecklich entspannt. Was Neues hab ich hier trotzdem gelernt, immer wenn man aus dem Bus aussteigt, bedankt man sich beim Busfahrer für die Fahrt. Hier sind aber alle auch schrecklich freundlich. Kein Wunder, dass es mir vorkommt, als seien Sorry und Cheers (sagt man hier anstellte von Thanks) die meist gebrauchtesten Wörter überhaupt. Aber gut, an Freundlichkeit ist ja nichts verkehrt. Zurück zu Hause lag dann nicht mehr viel an, bisschen Abendessen, quatschen und Fernseh gucken. Sonst hätte ich wahrscheinlich noch Kopfschmerzen gekriegt wegen all der ganzen neuen Eindrücke 😉

*** English version

My dear readers, here I am again. I was too lazy to write something last night, but there we go now. I have plenty of time this week. What plenty of time? Yepp, that was one of the results of yesterday’s meeting with Mr Cook who is the head of finances and administration at school. My real and official start will be on Monday. Until then I have time for settling in and exploring Bristol and that’s exactely what I did after coming home from my daily march. There is actually something I have to put right here: The way from home to school is not 1,0 km, but 1,0 mi – means I walk 1,6 km uphill and downhill everyday. No surprise then that I am glad about every minute I can wear sneakers or shoes that are comfortable, is it?

And wearing comfortable shoes is what I did when I went on my tour exploring Bristol yesterday. Actually the bus stop for the City Centre is just around the corner, but the bus I wanted to take was already gone so I decided to have a look at the High Street – the main route with stores and shops on the border between Kingswood and Staple Hill. By the way, the way to get there was another 1,3 km – just that you get an impression of my daily fitness training.Well, having arrived there, I went to the Royal bank of Scotland to open an account there, but there were so many people that I thought that it might take ages and that is my I went to Llyods TSB on the other side of the road. I have an appointment for Monday – so everythings seems to be much easier then actually expected which is absolutely brilliant. Afterwards I went to a Post Office as I thought they’d maybe sell SIM Cards, but as they don’t I went to a mobile store that was actually not able to tell me how much texts or calls are. Too bad, but he told me that another store would know and sent me there. In Germany nobody would send you to another store but theirs.

However, I did not go to the other store, but decided to go to the City Centre as I was sure there would be loads of mobile shops as well and I was right, what a surprise, isn’t it? 😉 But first of all, I’ll tell you something about the bus ride which was a real event. After all, Bristolian bus drivers are pretty famous for being rude and unfriendliy. Mine was quite nice even when I destroyed my ticket pulling it out of the maschine the wrong way. He just looked a bit shocked and said “What did you do?“ with a really weird facial expression. If it hadn’t been that embarrassing I would have laughed myself silly. So I just sat down with my most innocent air and thought how great it is to live in Kingswood and none of the areas the bus passed. There was Easton for example which was really shocking for me as there was really no white person in the streets, but only people of African origin or Arabs with turbans and women all covered with burqas. In the evening Jamie told me that Easton would not really be an area to go to as a white person as people down there prefere to be among their peer’s. Good to know that!

After my little cultural shock I arrived in the City Centre that is just in the middle of getting a new look as there are massive works on a new shopping centre that shall open about next week or something. But more on that when it’s open and when I have been there. Well, what else? I bought a SIM Card and can send texts all over the UK for just 5 p now. Texts to Germany or any aother country abroad are just a bit more expensive, so that’s really okay as I do not need it for anything else. Afterwards I wandered around the City and found a cute little park near river Avon with plenty of ruins and a really nice ancient church in it. The bus stop back to Kingswood was just around the corner – so there was no need for searching it or getting stressed. The ride back was not very exciting, but I learned something new – thanking your driver when getting off the bus. I guess that’s just one example for the kindness over here in the UK. It really feels as if every second word is sorry or cheers (that’s what most people say instead of thanks in Bristol), but it’s cool to see everyone’s that friendly. Back at home I had dinner and we talked a bit and sat in front of the TV. Yesterday, there was only one episode of “The Simpsons“, but I watched „Dawn gets naked“ which was a really cute documentary by Dawn Porter.

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