Archive for June, 2008

Langweiliger geht’s kaum – getting one of the most boring letters ever

Schneller als erwartet flog es ins Haus, mein polizeiliches Führungszeugnis. Und obwohl man ja, mit an 100% grenzender Wahrscheinlichkeit weiß, ob irgendetwas drin stehen wird oder nicht, ist man doch recht gespannt, wenn man Post vom Bundesamt für Justiz bekommt. Hört sich ja doch nicht gerade unwichtig an. Unwichtig war das Schreiben zwar nicht, dafür aber ziemlich unspektaklär. Polizeiliches Führungszeugnis hört sich irgendwie doch actionreicher an, als es letztlich dann wirklich ist. Auf grünem Papier steht neben einer Auflistung der Personalien nämlich nichts weiter als „kein Eintrag“ – das nur zur Info für alle, die irgendwann mal gespannt auf ihr Zeugnis warten sollten.

Toll ist: Ich krieg nen Mega-Union Jack von Tom, um mich die nächsten zweieinhalb Monate schon mal aktiv auf’s United Kingdom einzustellen. Juchu…

*** English version***

I got it faster than expected, my Certificate of No Criminal Record. And even though you know with a certainty of nearly 100 % if there will be something listed or not, it’s pretty exciting to get a letter from the Federal Department of Justice . At least it was for me, because it does not really sound unimportant. Well, it definitely really isn’t, but it was pretty unspectecular. The word „Certificate of No Criminal Record“ somehow sounds like it would come along with a little bit more action than it actually really does. So it was kind of disappointing to realise this important document is nothing more than a list of personal data and the statement „no entry“ on a green sheet of paper- that’s just a hint for all those who will ever wait for their Certificate with excitement.

What’s pretty cool: I’ll get a mega Union Jack from Tom to kind of mentally and actively prepare for the United Kingdom within the next 2,5 months. Woohoo…

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Große Köpfe, fehlende Hände oder just leaving dabs

Nachdem ich die Zusage für die Stelle als Foreign Language Assistant in England bereits vor einigen Wochen erhalten habe, habe ich nun am Freitag begonnen, mich um einige organisatorische Dinge zu kümmern. Ganz oben auf der Liste standen – Reisepass und polizeiliches Führungszeugnis besorgen. Braucht man theoretisch beides nicht, um ins Land zu kommen. Möchte man allerdings, so wie ich auch auf der Insel arbeiten, sind beide Dokumente ein Muss.

Muss ist ansich schon ein doofes Wort, es steigert sich allerdings noch, wenn man für dieses Muss auch noch Voraussetzungen erfüllen muss – Passfotos machen, zum Beispiel. Ich als wenig fotogener Mensch habe damit ja sowieso schon Schwierigkeiten, wenn die Bilder aber auch noch häßlicher als häßlich sein müssen, weil das Gesetz es so vorschreibt, dann macht die ganze Sache noch mal viel weniger Spaß als ohnehin schon. Kurze Rede, langer Sinn: Meine Passfotos sind richtig grausam und wer an dieser Stelle “Zeigen” schreit, dem zeige ich virtuell ‘nen Vogel. Bis auf den netten Menschen beim Einwohnermeldeamt und die Mitarbeiter meiner zukünftigen britischen Bank, wird diese Auswüchse fiesester deutscher Bürokratie nie jemand zu Gesicht bekommen. Dafür stehe ich mit meinem Namen…

Fingerabdrücke für's Innenministerium - Leaving dabs for the Home Office
Nun ja, wo ich gerade über das Einwohnermeldeamt sprach, wollen wir gleich mal zum Thema kommen: Es war geöffnet, obwohl ich mich am Freitag dazu entschloss ihm einen Besuch abzustatten und muffelig war der Beamte auch nicht – aber, er hat mein Passfoto beleidigt. Als hätte ich nicht schon selbst mehrfach festgestellt, dass es nicht das ist, was man als ansehnlich bezeichnet, bestätigt er mir meine Feststellung auch noch mit einem fröhlichen “Sie haben aber einen großen Kopf!”. Andere Menschen haben große Füße – ich hab eben Beides, große Füße und ‘nen großen Kopf. Nachdem wir meine anatomischen Auffälligkeiten, meine Augenfarbe, Adresse und Größe geklärt hatten, durfte ich dann zur Tat schreiten und meine Fingerabdrücke hinterlassen. Jeweils dreimal durfte ich meinen linken und rechten Zeigefinger auf ein kleines schwarzes Gerät vom Bundesministerium für Inneres pressen, dann war mein Job erledigt.  Das Beantragen des polizeilichen Führungszeugnisses war jetzt nur noch Formsache. Ich hatte mich beim Produzieren der Fingerabdrücke scheinbar gar nicht so doof angestellt, oder der Bearbeiter hatte Angst vor erneuten Fragen á la “Was passiert eigentlich, wenn jemand keinen Zeigefinger oder keine Hände hat?” – jedenfalls verlief die Führungszeugnisaktion reibungslos und ich konnte nach 2 Minuten wieder nach Hause spazieren. Hoffentlich bleibt das mit dem Organisieren so einfach, Wohnungssuche, Kontoeröffnung & Co. stehen mir ja noch bevor…

***** English version:

After having been accepted for the job as a Foreign Language Assistant in the UK some weeks ago, I started to get some organisational things done on Friday. On top of my todo-list there were applying for a passport and my Certificate of No Criminal Record (what a word). You actually don’t need any of them to get into the country, but if you want to work there as I want to do, both documents are a must-have.

Must itself is a stupid word, but if you have to fullfil pre-conditions to get this must-have it even becomes worse. Works perfectely with passport photos – as I just found out.  As I am not really photogenic it is for sure that I don’t like to get photos taken of me, but it is even more cruel with photos having to fullfil mean premisses the government made up. To sum things up: my passport photos are uglier than ugly and who says “Show them” now, gets the virtual bird.  Nobody will ever see them, excepted from the guy at the registration office and the people working at my future bank in the UK. I put my name behind that…

Well, writing about the registration office, I can just start telling you about how it went there: I went there on Friday and it was neither closed nor was the officer sulky, but he insulted my passport photo telling me I had a big head. I mean, hello? I did realise on my own that it was not the nicest pic ever, but that was arrg. Other people have big feet and I do have both –  a big head and big feet… Well, anyway, after having recorded all my anatomical “irregularities”, my eye colour, height and address, I was allowed to leave my dabs (three times for each fore finger) on a little black machine invented by the Home Office. I either did very well or the officer was afraid of further questions á la “What does happen to people not having fore fingers or hands?”, but applying for my Certificate of No Criminal Record only took my two or three more minutes and so I could head home again faster than I’d expected. Hope organisational things will keep on being that easy to manage, especially now that there are things like looking for a flat, opening an account & Co. are coming up…

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