“Why does it always rain on me?” or “Unser kleiner Ausflug ins regnerische Cardiff”

Hallo ihr Lieben,

um euch mal wieder auf den aktuellen Stand in Sachen Kurztrips zu bringen, gibt es hier ein paar Impressionen von unserem Ausflug in die walisische Hauptstadt Cardiff.

Wir sind am Sonntagmorgen bei strahlendem Sonnenschein und recht angenehmen Temperaturen hier in Bristol losgefahren, aber kaum haben wir im Zug gesessen, fing es auch schon an wie aus Eimern zu regnen. Als wir dann in Cardiff ankamen, war dann im wahrsten Sinne des Wortes Sintflut angesagt. Aber davon haben wir uns nicht abschrecken lassen. Nach ner heissen Schokolade und der genauen Untersuchung der walisischen Sprache, erinnert mich irgendwie an Elbisch, muss ich sagen, ging es dann todesmutig hinaus in den Regen und vorbei am Hardrock Cafe in Richtung Schloss. Dieses haben wir uns dann auch angeguckt, einige Stunden sogar. Angefangen hat alles mit einem Filmchen zur Geschichte von Wales in einem neugebauten Gebaeude, das so ziemlich zu allen Epochen von 1200 an Informationen lieferte. Schickierend ging es dann im Museum des Welch Regiment weiter, welches einen Teil des Schlosses einnimmt. Sowas Kriegsverherrlichendes hab ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen. An jeder Ecke gab es Fotos von Eroberungen, die das Regiment von irgendwelchen Feldzuegen mitgebracht hat oder Bildchen, die den Krieg so darstellen als sei die Ankunft des Welch Regiments fuer die Zivilisten so toll wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag zusammen. Der absolute Hammer… Der Rest des Schlosses war aber wirklich toll und ganz besonders hatte es mir die Bibliothek angetan, in der Akten von keine Ahnung wann lagerten. Aline nannte das Ganze kurz und knapp “Gammelbuecher”, Kulturbanause! Nach einer kurzen Staerkung in einem chinesischen Restaurant haben wir uns dann in einer der wenigen Regenpausen noch das Millenium Stadium angeschaut – zumindest von aussen. Danach war uns dann so kalt, dass wir die Shoppingzenter auskundschaften mussten, aber irgendwie war da am spaeten Sonntagnachmittag nicht mehr so viel los. Deshalb ging’s dann auch bal wieder nach Bristol, wo dann irgendwie auch keine Sonne mehr schien, sondern Schnee vom Himmel fiel…

Hello my dears,

just to get you up to date I’ll share some impressions of our trip to the Welsh capital Cardiff with you. We left Bristol on a sunny Sunday morning, but as soon as we sat on the train it started raining cats and dogs. In Cardiff itself we got nothing but rain for quite a while. But we before we went out in the pouring rain we used our time to have a hot chocolate and to do a bit of research on the Gaelic language which seems to have influenced Tolkins Elbic language in Lord of the Rings. Passing the main road and the Hardrock Cafe we soon arrived at the Castle which we visited for a couple of hours.

We started our tour in a newly build building where they showed a film on the history of Cardiff and Wales and had a massive timeline providing data and information from 1200 on. Afterwards we continued our tour in an elder part of the castle which now is the museum of the Royal Welch Regiment. Scary as hell! You won’t believe how much they supoort wars in there. In every single corner they proudly present trophies they brought from foreign countries or show pictures that make it appear as if the Welch Regiment arriving in a country is better than Christmas, Easter and birthday together for the civilians living there. But the rest of the castle was really nice and I immediately fell in love with the library that is home to millions of old documents. Aline called it “scruffy books” – such a philistine! After having lunch in a Chinese restaurant we went to see the Millenium Stadium in one of the few breaks from rain. But it’s gotten that cold in the meantime that we’ve been freezing and decided to explore Cardiff’s shopping facilities. Not a really clever idea on a late Sunday afternoon and that is exactly why we decided to go back to Bristol where the sun had also left by then and had been exchanged by snow…

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Weihnachtsendspurt – the last days before Christmas

Christmas Shopping Meine letzte Schulwoche für dieses Schuljahr ist nun auch fast zu Ende und deshalb noch mal schnell ein kurzer Rückblick über das, was hier in den letzten Tagen so passiert ist. Letzten Montag litt ich unter einem entsetzlichen Kater  und dachte, ich würde den nächsten Morgen nicht mehr erleben, weil ein gewisser Herr im Vergleich zu mir einfach mal viel zu viel verträgt oder ich einfach nur nicht in Form war, am Dienstag bin ich dann ominöserweise doch wieder aufgewacht und am Mittwoch war ich dann mit Khatija beim Weihnachtskonzert der Schule.Ihr wisst ja, dass ich eine kleine Schwäche für Weihnachtslieder, Konzerte und singende Kinder habe, von daher könnt ihr euch ja denken, dass ich mal wieder hin und weg war und den ganzen Abend über fröhlich singend durch’s Haus gesprungen bin. Am Liebsten hätte ich die ja alle mitgenommen, damit sie mir vierundzwanzig Stunden am Tag ihre Liedchen vorsingen und spielen kommen, aber um Konflikten mit ihren Eltern aus dem Wege zu gehen, habe ich die Idee dann doch lieber zu den Akten gelegt und selbst gesungen. Ansonsten ist in der letzten Woche nicht wirklich viel passiert, glaube ich, zumindest kann ich mich an nichts Besonderes mehr erinnern.

Am Montag dieser Woche war dann unsere Language-Assistant-Wichtel-Weihnachtsfeier, die wir im “Bella Pizza” bei italienischem Essen und leckerem Schokokuchen begangen haben. War mal wieder ein lustiger Abend, wohl auch dank Lauriannes Geschenk für Pierre, und wir haben herzhaft gelacht. Schreit also definitiv nach einer Wiederholung zu Ostern oder irgendner anderen Feierlichkeit, die wir noch erfinden müssen. Ach ja, für alle, die es interessiert, ich habe ganz wundervolle pinke Minnie Mouse Hausschuhe bekommen. Perfektes Geschenk für mich, ich hatte ja schon leichte Panik, was mich erwarten würde, aber mein Secret Santa hat das mal ausgezeichnet hinbekommen. Am Dienstag gings dann noch mal zum Weihnachtsgeschenke einkaufen ins Zentrum, dieses Mal aber nicht wirklich für euch, sondern im Auftrag der britischen Weihnacht. Obwohl es nach anfänglichen Schwierigkeiten nicht wirklich danach aussah, habe ich tatsächlich noch alles bekommen und konnte dann noch mal ab zur Schule.

Da gab’s nämlich mal wieder was zu bestauen – dieses Mal die Tanzkünste der Schüler. In einem etwa zweistündigen Programm gab es so ziemlich alles zu sehen, was man auf zwei Beinen und zu Musik anstellen kann. Breakdance, Modern Dance, klassische Choreographien zur Musik der Nussknacker Suite und der Jump Dance, den einige meiner Schüler aufgeführt haben, waren nur einige der Programmpunkte – letzterer war aber wirklich einer meiner Favoriten, weil er einfach mal richtig gut aufgezogen und in eine tolle Show verpackt war. Ich hab mich jedenfalls köstlich amüsiert und freu mich schon auf das, was mich dann im nächsten Jahr hier erwartet. Jetzt werde ich aber mal den Rest der Woche genießen und dann geht es am Montag nach Hause zum Schwarzbrot und Gehacktesessen :D

*** English version ***

My last week at school for this year is almost over, so I take the chance to give zou a quick overview of what happened over the last couple of days. Last Monday I was suffering from a horrible hang over and thought I won’t wake up ever again, because I couldn’t handle the British way of drinking in contrast to somebody else or because I was simply not in form,but anyway, I woke up on Tuesday and on Wednesday I went to the Christmas Concert of my school with Khatija. And as you all know how much I like Christmas carols, concerts and singing kids, I don’t really have to tell you how much I enjoyed it and that I was totally on Christmas drugs afterwards, jumping through the house singing and whistling Christmas songs. I so would have loved to take them all home and make them sing and play for me for at least 24 hours, but in order to avoid conflicts with their parents I thought it would be best to banish that thought and sing on my own. Well, as I can’t remember anything really really special, there hasn’t happened anything too exciting it seems.

On Monday we had our little Secret-Santa-Dinner with some of us assistants and it was a really nice evening that we spent in a little Italian restaurant called “Bella Pizza” having Italian food and lush chocolate cake. Was well fun again, probably especially because of Lauriannes present to Pierre, and we really laughed a lot. We definitely have to do that again for Easter or another occasion that we have to make up or something, but secret presents are cool. At first, I was a bit afraid of what I would get, but I definitely got the perfect gift – pink Minnie Mouse slippers. Thanks Secret Santa! On Tuesday I went to town for another shopping session, but this time I did not go there to buy presents for you, but on behalf of British Christmas and although I thought everything would turn out a bit tricky, I got Modern Danceeverything and could leave for another great show at John Cabot’s. This time we watched the pupils dance and it was really amazing. In a two-hour programme we saw pretty much everthing you can do on two legs and with music on. There were bits of Breakdance, Modern Dance, classic choreographies for parts of the Nutcracker Suite and a Jump Dance, which was bloody amazing. I did at least really enjoy myself and do absolutely look forward to next year’s events. Until then I’ll enjoy the rest of the week, because I am going home for Christmas for some lush German bread and minced meat

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Mit ARD und ZDF sieht man wirklich besser – British reporting on biathlon

magdalena_neuner_gBiathlon-Berichterstattung im englischen Fernsehen ist irgendwie komisch – das finde ich zumindest nach dem heutigen Biathlon-Nachmittag. Ich mein, es grenzt ja schon an ein Wunder, dass es auf dem britischen Eurosport überhaupt eine Live-Übertragung gegeben hat, denn es gibt, grob zusammengefasst mal kein Team, das schlechter in dieser Sportart ist als die Engländer und Holländer, aber das war echt mal ein totaler Witz.

Davon, dass der Sport aus den Sportarten Ski-Langlauf und Schießen besteht, bekommt man hier nämlich herzlich wenig mit. Gezeigt wird zu 98% nur der Schießstand, hin und wieder gibt es dann ein paar Start- und Zielbilder oder eine kleine Impression aus der Strafrunde. Das war es dann aber auch, was man von der Strecke zu sehen bekommt. Die Kommentatoren waren allerdings ganz niedlich und haben sich wirklich Mühe gegeben, den Zuschauern Infos zu den einzelnen Athleten zu geben und die Deutschen richtig auszusprechen. Am Niveau der deutschen Berichterstattung können die hier aber nicht mal ansatzweise riechen. Gut, sie kennen die Ergebnisse der letzten Rennen, aber man darf nicht erwarten, dass spontan jemand weiß, welchen Platz im Gesamtweltcup ein Sportler mit seinem Rennergebnis einnimmt. In Deutschland weiß der erfahrene Biathlonreporter, wie man sich das Ergebnis mal fix errechnet oder zumindest die richtige Info von der Regie bekommt, hier wird rumphilosophiert, ob denn nun Wilhelm oder Neuner vorne liegt.

Aber gut, Biathlon ist hier so eine Randsportart wie Rugby in Deutschland – ich werde mich also lieber darüber freuen, dass die Rennen überhaupt übertragen werden und für mich selbst kommentieren, anstatt zu nörgeln, dass die Briten das nicht so toll wie die Jungs und Mädels von ARD und ZDF hinbekommen. Beste Britin war übrigens Emma Fowler aus Somerset (also ganz in der Nähe) mit Rang 81, ihre Landsfrau Adele Walker landete auf 102 von 106 Startern, das nur zur Info für alle Biathlonfans.

*** English version:

The reporting on biathlon on British television is weird, at least that’s what I think after today’s afternoon of biathlon. I mean it’s amazing that Europsport UK reports live at all, because there is hardly any team that’s worse in biathlon than the UK and the Netherlands, but the reporting was really a joke.

There was almost no chance to see that the sport actually consists of both – crosscountry skiing and shooting, 98 percent of what was shown were the shooting range, every now and then you got pictures from start and finish and if you were lucky you could see that such a thing as a penalty lap existed. The reporters were quite cute and they really tried to give as much information as possible and to pronounce the names of the Germans properly, but you can’t compare the level of reporting with the German one – there are worlds between them. Okay, they know the results of the last races and have heard about some basic facts, but you can’t expect them to spontaneously know where an athlete ranks after their race. Every experienced German reporter knows how to calculate the Worldcup points, but in the UK they philosophise whether Wilhelm or Neuner is ahead.

But okay, biathlon is as popular in the UK as rugby is in Germany, so I think I should better be glad that they show it on TV at all and will start commenting on my own instead of moaning that the guys from ARD and ZDF are doing a better job than the Brits. By the way, best British athlete was Emma Fowler from Somerset (so really close to Bristol) on position 81, Adele Walker became 102 out of 105 athletes – only to inform all the biathlon fans out there.

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Verbrechen begehen – Committing a crime

christmasmarketDie Zeit vergeht momentan sowas von im Flug, dass ich es selbst kaum glauben kann. Heute konnte ich schon das zweite Türchen meines Adventskalenders öffnen und in drei Wochen bin ich schon für meine Weihnachtsferien in Deutschland. Es ist wirklich der Wahnsinn und glaubt es oder nicht, aber, ich habe bereits alle Weihnachtsgeschenke gekauft – muss den Spaß dann nur noch irgendwie nach Deutschland kriegen, aber mir fällt bestimmt noch ‘ne clevere Verpackungstaktik ein.

Gestern war nämlich mein freier Tag und den habe ich für eine ausgiebige Shoppingtour durch Cabot Circus, The Mall und den Rest des Zentrums genutzt. Neben Massen an Weihnachtsgeschenken ist auch jede Menge für mich abgesprungen. Eine meiner gestern noch gefeierten Errungenschaften habe ich allerdings eine halbe Stunde später schon wieder bereut – eine Mütze. Chrischi hat sich bei der Vorstellung gestern schon totgelacht, aber ja, ich habe mir eine Mütze gekauft. Die Farbe gefällt mir auch immer noch – lila, der letzte Versuch, aber komischerweise ist mir die Mütze jetzt irgendwie viel zu groß und gibt mir das Gefühl, einfach nur total bescheuert auszusehen. Joah, was gibt es sonst noch so zu berichten? Eigentlich so viel, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll, aber das ist dann wahrscheinlich nur die gerechte Strafe dafür, dass ich in letzter Zeit so unregelmäßig blogge.

Die letzte Woche war relativ ruhig, obwohl in der Schule ziemlich viel auf dem Programm stand. Die Jahrgänge 10 und 11 haben ihre Vorprüfungen geschrieben, das heißt Prüfungen in den Bereichen Lesen, Hören und Schreiben absolviert und jetzt bereiten wir uns auf die mündlichen Prüfungen in der nächsten Woche vor. Von Dienstag bis Donnerstag werden wir insgesamt 65 Schüler jeweils 30 Minuten lang in die Mangel nehmen, von diesen 30 Minuten können allerdings 15 Minuten zur Vorbereitung genutzt werden. Also alles halb so wild. Der Großteil wird die mündliche Prüfung bestimmt gut meistern, allerdings macht sich unter den Schülern so langsam die Panik breit, weil sich das Geforderte nach wirklich viel Arbeit anhört: Jeder Schüler muss eine einminütige Präsentation zu einem Thema nach Wahl machen, dann gibt es zwei kurze Rollenspiele, wie zum Beispiel „Beim Arzt“, „Im Fundbüro“ oder „Im Hotel“ und dann folgt ein kurzer Teil, in dem es sich um Konversation dreht. Wer jetzt allerdings denkt, da könnte irgendwas Unvorhergesehenes passieren, der irrt, denn alle Schüler haben einen Fragenkatalog, der sämtliche Fragen, die gestellt werden können, abdeckt und sogar noch eine Vielzahl von Antwortmöglichkeiten gibt. Für die Schüler, die sich für das höhere Sprach-Niveau entscheiden, gibt es eine kleine Änderung im Rollenspiel-Teil. Sie müssen eines der normalen Rollenspiele machen und ein narratives Rollenspiel, d.h. anhand von fünf Bildern einen Tagesablauf beschreiben. Das machen allerdings nur etwa 12 von 65, die werden dann also das Highlight der drei Tage werden.

Ansonsten werde ich nach der mündlichen Prüfung meine eigene kleine Gruppe bekommen, die ich bis zu den Abschlussprüfungen im nächsten Jahr unterrichten werde. Juchu! Das wird zwar mehr Arbeit als einfach nur mal so irgendwelche Sprechübungen zu machen und im Unterricht Fragen zu beantworten, aber ich freue mich schon richtig darauf, mir tolle Wege auszudenken, um ihnen die verhasste Grammatik näher zu bringen oder ihnen dabei zu helfen, sich Vokabeln einzuprägen. Ich hab schon zehn Millionen Ideen – wenn doch nur mehr Zeit wäre, das alles umzusetzen! In der nächsten Woche steht außerdem noch der sogenannte „Options-Evening“ an, ein Abend, zu dem die Schüler der achten und neunten Klassen mit ihren Eltern kommen, um sich nach einer Vorstellung aller Fächer für ihre GCSE-Kurse zu entscheiden. Das GCSE ist hier so etwas wie die Mittlere Reife. Meine Aufgabe für diesen Abend ist es nun also, den Fachbereich Deutsch so toll, spannend, innovativ und super wie nur denkbar darzustellen, damit sich möglichst viele Schüler für das Fach Deutsch entscheiden und das bedarf natürlich einiger Vorbereitung. Ich denke aber, dass das, was ich bereits habe und das, was da noch so kommen wird, ganz cool wird und wir hoffentlich ganz gut wegkommen. Ansonsten gibt’s morgen Abend noch ein Theaterstück in der Schule, das der Theaterkurs des Jahrgangs 12 aufführt und das ich mir wenn nichts dazwischen kommt auf jeden Fall anschauen werde, weil auch eine meiner Schülerinnen mitspielt, die später Musicaldarstellerin werden möchte.Kultur pur hier, letztens war ich übrigens mal wieder im Kino – gab „Changeling“ mit Angelina Jolie und John Malkovich, der in Deutschland mit dem Namen „Der fremde Sohn“ in die Kinos kommt. Sehr sehenswert, also unbedingt angucken!

Am selben Tag ging’s dann auch noch mal über den Weihnachtsmarkt hier in Bristol, der allerdings anders als alles andere, was mit Weihnachten zu tun hat, recht mickrig ausfällt. So gibt es nur 12 bis 15 Stände, ich hab vergessen zu zählen, ein Riesenrad mit dem keiner fährt und ein riesiges Bierzelt, in dem wahrscheinlich selbst nach Schließung „Do they know it’s Christmas“ und „Christmas Time“ von John Lennon und Yoko Ono laufen. Nichts gegen die Musik, ich sing ja selbst immer fleißig mit, aber jedes Mal, wenn man dort vorbei geht, läuft eines der beiden Lieder. Ach ja, die deutsche Bratwurst war okay, auch wenn eine ordentliche Thüringer besser gewesen wäre, aber der Glühwein war irgendwie nicht das Gelbe vom Ei. Heiß und fruchtig war er ja schon, aber der Wein war bis zum Schluss nicht zu schmecken. Im Zuge unseres Glühweinabenteuers haben wir auch ein Verbrechen begangen. Wir wollten gerade mit unserem Glühwein in der Hand vom Weihnachtsmarkt spazieren, da hält uns ein Ordner an und meint, wir möchten doch bitte auf dem Gelände austrinken, Alkohol in der Öffentlichkeit sei doch schließlich verboten. Wir hatten’s aber eilig, weil wir noch ins Kino wollten, also haben wir brav gepustet und so getan als würden wir uns an seine Anordnung halten und schwupps, als der gute Mann weiter Patrouille lief, waren wir hinter den nächsten Ecke verschwunden und mit Glühwein im City Centre unterwegs, coole Aktion, oder? Stellt euch mal vor, wir wären erwischt worden, das hätte hübsche neue Passfotos gegeben, haha. Naja, jetzt wärm ich mal weiter meine Füße an Jamies tollen Kamin und mach mich dann an die englische Übersetzung dieses Textes und dann wird noch ein bisschen Unterricht vorbereitet. Also ihr Lieben, habt eine tolle Adventszeit und putzt am Sonnabend ordentlich eure Stiefel!

*** English version:

christmasTime’s running so fast, I can hardly believe it. I opened the second door of my advent calendar toay and it is only three more weeks until I am in Germany for my Christmas holidays, but what is even more amazing: I have all my Christmas presents – only have to get them to Germany somehow, but I think I’ll find a way. Well anyway, as it’s been my day off yesterday so I used it for some massive Christmas shopping at Cabot Circus, The Mall and all the rest of the centre and I did not only buy loads of presents, but also pretty much stuff for me. Shame, shame, shame and as if that wasn’t enough, I have to tell you that I did already regret one of my buyings 30 minutes after leaving the shop – I bought a hat. Yeah, Chrischi already laughed her ass off thinking of me wearing a hat, but it was friggin cold and I really liked the colour. Well, I still do, but it is somehow much bigger now than it was in the shop and this somehow gives me the feeling of looking totally stupid wearing it. But okay, what else could I tell you? Actually there’s millions of things, but as I haven’t blogged for such a long time again (I know it’s my fault) I have no clue where to start.

The last week was pretty quiet, although it was a busy time at school as my year 10s and 11s had their mock exams and did their exams in reading, listening and writing and prepare for their speaking next week, which means 65 oral examinations for us from Tuesday to Thursday. Each of them has 30 minutes whereas they can use 15 minutes for preparation, so it’s only 15 minutes they do really use for speaking. I am really sure they’ll be doing fine, but there are quite a lot of them who already start to panic, because they think it is really much work to do, but they actually only have to do a one-minute speech on a topic they pick, two role plays on „At the doctor“, „In the lost property office“ or „In the hotel“ and afterwards there’s a bit of conversation on questions they do already know from a catalogue giving them even the answers to all of the possible questions. There is only a slight difference for those doing the higher level, which are only 12 out of 65, but at least it is a bit of a change for us: They have to do a narrative role play instead of the second normal one. What is pretty cool is that I get my own small group of year 11s after their speaking to prepare them for their exams next year. Yippie! That means of course way more work than now, but I am really looking forward to it as I can think of many many cool things to help them get the grammar or to learn their vocabulary. I do already have millions of ideas on what to do with them – if there was only the time to realise all of them, but first of all there is next weeks „Option Evening“ that shall help students and parents of years 8 and 9 to decide for their GCSE subjects. My task will be to present German as a subject as great, exciting and funny as possible so that as many as possible decide on taking it as their GCSE subject and that is of course a bit of work, but I think I found some really nice activities, so we’ll be fine. What else is there? Ah right, tomorrow I’ll go and see a performance of year 12s drama course, which will hopefully be great fun, but I promised to come as one of my students is acting and she wants to become a musical actor after leaving school, so it will be pretty interesting to see her, I think. What a cultural life I have, my dears – last week I went to the cinema again and saw „Changeling“ with Angelina Jolie and John Malkovich which is a really brilliant film, so if you haven’t seen it by now go to the cinema and do it. It’s really worth it!

The same day we went to Bristol’s Christmas Market which is a bit sorry for itself as it has only 12 or 15 stalls, a ferring wheel nobody is using and a beer tent playing „Do they know it’s Christmas“ or „Happy Christmas“ by John Lennon and Yoko Ono all day. I mean, I love those songs and do always sing along, but they are playing it every time you pass the market. It’s amazing! And they sell German Bratwurst and German Glühwein, which was only hot and fruity, but didn’t seem to contain any alcohol at all, but what was best was that we commited a crime that day! When a security guy of the market told us that we weren’t allowed to leave the market with our mulled wine because that was illegal we pretended to stay there and drink it there, but sneaked around the corner and escaped when he kept on doing his patrol. Too cool, would have been so funny if we would have been caught, only imagine the pics, haha! But okay, that’s all for today, I hope you all have an awesome Christmas time and don’t forget to clean your boots for Saturday!

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Bei den Höhlenmenschen – Visiting the cave men

Ja, ich habe lange nichts mehr geschrieben und ja, ich gelobe Besserung. Wirklich sogar, denn ich hab meine treue Leserschaft in der Tat sträflichst vernachlässigt. Nicht mit Absicht, sondern, weil ich hier momentan alles andere als gelangweilt bin und, weil mein Blogeintrag der letzten Woche nach einem klitzekleinen Problem irgendwo in den Tiefen meines Laptops verschollen ging. Aber egal, ich habe die Feierlichkeiten zum Jahrestag von Gay Fawkes Attentat auf das britische Parlament inklusive anderthalb Wochen Nonstop-Feuerwerk hervorragend überstanden, die erste Woche Schule nach den Herbstferien verlief auch bestens und joah, sonst muss ich doch echt mal erwähnen, dass hier bei mir ungeahnte hausfrauliche Fähigkeiten ans Tageslicht treten. Kochen und backen machen tatsächlich Spaß, man mag es kaum glauben. Kommentare zu meinen Kochkünsten dorthin, wo sie hingehören und wenn nicht, wird bitte für immer geschwiegen!

Um mal zum eigentlichen Punkt zu kommen: Aline und ich waren heute mit der Freundin von Prinzessin Mia von Genovien aus „Plötzlich Prinzessin“ in Cheddar. Verblüffende Ähnlichkeit und mindestens genauso freakig, aber so haben Aline und ich es gleich noch mal nen Zacken lustiger gehabt als ohnehin schon. Ach ja, bevor hier das große Grübeln ausbricht, ja es ist DAS Cheddar und ja, dort gibt es Käse. Der und die alten Höhlen des Cheddar Gorge sind aber auch das einzige, was der Ort so an touristischen Attraktionen zu bieten hat. Das lassen neben unseren Beobachtungen jedenfalls auch die Reaktionen der Engländer erahnen, denen man berichtet, man würde einen Ausflug nach Cheddar machen. Aber egal, uns hat es nämlich richtig gut gefallen und länger als einen Tag muss man ja auch nicht bleiben, wenn man nicht will. Wir haben unseren Aufenthalt jedenfalls genutzt, um uns alles anzugucken, was uns so in die Quere kam. Beine vertreten musste nach der Busfahrt allerdings auch unbedingt sein. Ich habe noch nie solange in einem Bus gesessen, der nur 24 km zurücklegen muss – das Ganze hat fast anderthalb Stunden gedauert. War jetzt aber auch nicht so schlimm, weil die Landschaft mal wieder ein Traum war. Ich kann es kaum erwarten das alles im Frühjahr und Sommer zu sehen und dann bei nem Pint Cider im Biergarten einer der vielen kleinen Cider Farms zu sitzen, aber zurück nach Cheddar. Das ist nämlich nicht nur Englands Käse-Hauptstadt, sondern auch Heimat von Höhlenmenschen und einer richtig tollen Höhle, die auf „Herr der Ringe“ getrimmt ist. Gibt noch eine weitere, in der man sich über alles Theoretische informieren kann, also wann welche Gesteinsart entstanden ist, wo sich weitere unterirdische Höhlen befinden und was denn nun eigentlich der immer wieder vergessene Unterschied zwischen Stalaktiten und Stalagmiten ist, von denen ich bis eben fälschlicherweise dachte, sie hießen Stalakniten, aber die viel lustigere Höhle ist die, in der man sich auf die Suche nach einem Kristall macht, der von einem großen Feuer spuckenden Drachen bewacht wird. Blöderweise waren Aline und ich vom Rest der Höhle sowas von hin und weg, dass wir vor lauter Fotos und Rumgeblödel das Ende vollkommen verpasst haben. Also gab’s für uns nur den Kristall, aber keine Showeinlage von seinem Hüter. Dafür konnten wir uns dann im prähistorischen Museum nochmal so richtig austoben, nachdem wir uns brav mit Richard Cox Gough’s Biographie, Steinzeitmenschen im Allgemeinen, dem Feuermachen und Jagen sowie Kannibalismus beschäftigt haben. Neben den Ausstellungsstücken zum Thema Höhlenmalerei gab es nämlich eine Plexiglaswand auf der man nach Herzenslust mit roten, gelben und blauen Wasserfarben rumkritzeln konnte. Dass ich dabei meine helle Freude hatte, könnt ihr euch ja denken -fehlten nur noch Glitzerfarben und pinke Prinzessinnen-Aufkleber!

Aber auch der schönste Ausflug geht mal zu Ende und so haben wir uns gegen 16 Uhr auf den Weg in Richtung Wells gemacht, von wo aus der Bus weiter in Richtung Bristol ging. Die Wartezeit haben wir uns dann mit einem Sprint zur Wells Abbey verkürzt, bevor es wieder nach Hause ging, wo Aline und ich noch ne Runde durch die City gedreht und ein Riesenrad vor’m Castle Park entdeckt haben. Juchu, ihr wisst, was das heißt. Außerdem ist hier momentan das absolute Weihnachtsfieber ausgebrochen. Das äußert sich in Deko, Deko und noch mehr Deko, Werbung für Weihnachtsmusical und lustigen Weihnachtsliedern, die ich wie immer, schon seit September singe. Aber ist ja nichts Neues für euch, ne?

*** English version:

Shame on me! I haven’t written anything for ages, but I’ll be a god girl again and try to get you as up to date as possible. To defend myself, I did not forget you, but I was just terribly busy, my last entry disappered somewhere on my laptop and yes, that’s basically the main reasons for me not writing. But okay, as you can see, I survived the Gay Fawkes Night including all the fireworks and my first week at school after the first term break and yepp, everything else is fine as well. What should be mentioned as well: I am just discovering my housewife skills – cooking and baking can be real fun, I can’t believe it. All those who want to leave comments know where to do that – the other ones may keep silent until the end of their days!

But to get to the point of this post: Aline and me went to Cheddar with Princess Mia of Genovia’s best friend herself. Their resemblence and daftness was amazing, but so Aline and me had even more fun than we’d have anyway. Ah and to make things clear: Yes, it was THE Cheddar and yes, there was cheese, which by the way seems to be the only tourist attraction along with the caves of the Cheddar Gorge. But okay, we didn’t plan to stay there for ages so everything was fine and we had a really good time down there exploring everything we could get. That was absolutely necessary anyway as the 18 miles to go there took us almost one and a half hour – by far the longest trip I’ve ever had by bus when you relate it to the really short way. But it was only half as horrible as it might sound now as the landscape was really nice and I am already looking forward to having a nice pint of Cider in one of the beer gardens of one of the dozens of Cider Farms during summer time down there, but let’s get back to Cheddar, which is not only England’s capital of cheese, but also home of ancient cave men and a really amazing cave that kind of works with the “Lord of the rings“ characters. There is also another cave where you can get a lot of theoretical information on the origins of certain rocks, further cave systems and the difference between stalactites and stalagmites, that you’ll forget again as soon as you leave the cave anyway. But the real highlight was the cave in which you could go on a quest for a crystal protected by a fire spitting dragon. Unfortunately, Aline and I enjoyed the cave that much that we spent ages at each station taking millions of pictures or fooling around and guess what, we missed the final. When we finally arrived in the last cave the show was already over and there was only the crystal left, but we could luckily go wild in the prehistoric museum after dealing with Richard Cox Gough’s biography, cave men in general, hunting, starting a fire and cannibalism, because there was an awesome wall made of plexiglas next to some exhibits of cave-painting and you could doodle on it with red, yellow and blue water colours. Guess you can figure out who was definitely having fun with it – the only thing missing were glitter colours and some pink Disney princess stickers!

But all good things come to an end and so we went back to Wells at about 4 pm where we had a quick glance at the Abbey before heading towards Bristol again, where Aline and I did some window and DVD shopping and discovered a big wheel opposite the Galleries and directly in front of the Castle Park. Guys, you know what that means!

Furthermore, I’d like to officially announce that the Christmas season has started over here. Symptoms: Christmas decorations, decorations and more decorations, adverts for Christmas musicals and me singing the funny Christmas songs I am already singing in September anyway. But that’s nothing new, is it?

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Weitere Seltsamkeiten or How bizarre

Um meine Gedanken zu einigen britischen Gepflogenheiten mal kurz und knapp mit ‘nem Songtitel aus dem 90ern zusammen zu fassen – „How bizarre“ von OMD trifft es hervorragend. Uns sind hier in den letzten Tagen schon wieder so seltsame Dinge unter gekommen, dass ich das hier unbedingt mal wieder für die Allgemeinheit aufschreiben muss:

1) Der Teddy

In einem kleinen süßen Laden des National Trust in Bath oder war es ein Laden, in dem früher mal der National Trust war? Nun ja, wie auch immer, in diesem Laden mit der National Trust Aufschrift eben, haben wir ihn entdeckt – einen kleinen wuscheligen Teddy, der aber, wie sich bei näherer Betrachtung der Verpackung herausstellte, kein gewöhnlicher Teddy war, sondern einer, der nach Lavendel duftet und in der Mikrowelle zum Kuscheln aufgeheizt werden kann. Wie bekloppt ist sowas denn bitte? Tut’s nicht auch ‘ne einfach Wärmflasche und wenn die schon nicht genug ist, warum muss der Partnerersatz dann auch noch nach Lavendel riechen? Ich will außerdem gar nicht wissen, welchen Knacks Kinder wegkriegen, wenn sie sehen, dass Mami ihren Teddy in die Mikrowelle stopft. Böse, böse!

2) Der Peilsender

Gestern wollten Aline und ich nach ausgedehnter Shoppingtour im Cabot Circus, der Mall und dem Broadmead Shopping Centre dringend irgendwo was essen gehen und weil Charlotte letztens meinte, das 50er Jahre Restaurant „Frankie & Benny’s“ sei ganz gut, sind wir da doch einfach mal hinspaziert. War zur Mittagszeit natürlich brechend voll, also gab’s nicht gleich ‘nen Tisch. Dafür bekamen wir allerdings ‘nen Peilsender in die Hand gedrückt, der uns durch Vibrieren und Blinken signalisiert, wann unser Tisch frei ist. Bisschen komisch ist das schon, aber so garantiert man natürlich, dass die Leute während des Wartens im Einkaufszentrum nicht einfach in eines der vielen anderen Restaurants gehen. Ziemlich clever, wenn ihr mich fragt!

3) Verkleidungen

Also ich weiß nicht, ob es mir nur so vorkommt oder ob es tatsächlich so ist, aber meine Beobachtungen sagen mir: Engländern haben ‘nen absoluten Verkleidungsfetisch! Hier finden irgendwie an jedem Wochenende irgendwelche Kostüm- und Mottoparties mit Kostümzwang statt und auch sonst stehen vorzugsweise Mädels und Frauen darauf, sich irgendwelche Bunnyschwänze an ihre Hotpants zu kleben oder mit Hasenohren, Fühlern oder Schmetterlingsflügeln ausgestattet durch die Pubs zu schwirren. Gestern hab ich das ja eingesehen, war auch Halloween, aber sonst ist das doch reichlich schräg, wenn bereits eine Woche vorher alle mit blutverschmierten Hälsen, Messern im Kopf oder im Jack the Ripper-Kostüm durch Bristol spazieren. Ganz zu schweigen von den Millionen von sexy Krankenschwestern oder Polizistinnen, die hier jedes Wochenende um die Häuser ziehen, aber hey, das ist England!

*** English version:

I do only need the titel of one song from the 90s to sum up my thoughts on some English habits – „How bizarre“ by OMD. We saw and experienced so many weird things during the last week that I have to tell you about at least three of them:

1) The Teddy

In a small shop of the National Trust in Bath or was it a shop that belonged to the National Trust in earlier days? Well anyway, in the shop with the National Trust Sign we found it – a cute little teddy bear that did not only turn out to smell of lavender, but that was also meant to be microwaved. How weird is that, please? Isn’t a hot-water bottle enough if your partner is missing? Does it have to smell of lavender? Absolutely strange, if you ask me and I do not even want to think about all the traumatised kids that saw their mother’s putting their beloved teddy into the microwave. Bad, bad thing!

2) The tracking transmitter

Yesterday, Aline and I wanted to have some lunch after a long shopping tour through Cabot Circus, the Mall and Broadmead and because Charlotte told me the restaurant “Frankie & Benny’s“ was a good place to eat, we went there and asked for a table. Well, at as it was lunchtime and there were many people around, we didn’ get a table, but a tracking transmitter telling that told us when our table was free by vibrating and flashing. Bit strange, but doing that you somehow guarantee that your gueast come back and do not go to another restaurant in the meantime Pretty clever, I think!

3) Fancy dresses

Well, I do not know if it is really like that or if it just seems to be like that, but according to my observational research the English have a fetish for fancy dresses. There are fancy dress parties taking place every weekend and if it comes to happen that there is none of them the Brits dress up nevertheless – especially girls and women. They pin bunny tails onto their hotpants or go clubbing equipped with bunny ears, the wings of butterflies or feelers. It was okay for yesterday as it was Halloween, but it is kind of weird to see bloody necks, knifes in heads or blokes dressed up as Jack the Ripper himself at least one week before, not to mention all the sexy nurses and police women painting the town red every single weekend, but hey, that’s England!

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Ab zu den Römern – Let’s go and see the Romans

Heute gibt es wieder eine neue Folge „Bildungsbloggen mit Caro“, die euch jetzt mal ‘ne Runde von ihrem Ausflug nach Bath erzählt. Da war sie nämlich heute mit Aline, Laurianne und Mathilde. Wer von Bath noch nie irgendwas gehört hat, dem sei gesagt, dass es sich dabei um eine 85.000 Einwohner-Stadt etwa 20 km östlich von Bristol handelt, die bereits vor 2000 Jahren auf Grund ihrer Thermalquellen von den Römern besiedelt wurde. Zu historisch? Dann versuchen wir es mal mit Literatur: Die gute Jane Austen, „Stolz und Vorurteil“ oder „Emma“, hat sich nämlich eine Weile später als die Römer auch am River Avon nieder gelassen und von 1801 bis 1806 fleißig Romane geschrieben, die heute vorzugsweise uns Anglistikstudenten vorgesetzt werden und mit Keira Knightley oder Gwyneth Paltrow in der Hauptrolle über Kino-Leinwände flackern. Das also zum Thema Bath.

Nein Quatsch, etwas mehr kann ich ja schon noch berichten. Heute morgen um 10 Uhr sind wir mit dem Zug von Bristol Richtung Bath gefahren und die Zugfahrt, dauerte im Übrigen wahnsinnige 15 Minuten, war ja so niedlich. Naja, nicht wirklich die Zugfahrt, aber das, was man draußen vorbeiziehen sah. Englischer geht es echt nicht mehr. So niedliche Wiesen und Hecken, kleine niedliche Cottages und pompöse Landsitze – einfach toll. Bath selbst ist angeblich auch ziemlich nobel, zumindest hört man das immer wieder, wenn es ums Thema Mietpreise und Shoppen geht, allerdings haben wir ja vorrangig Sightseeing betrieben und Schaufenster begutachtet. Richtig intensiv haben wir uns vor allem mit dem Römischen Bad und der Bath Abbey beschäftigt, die direkt nebeneinander liegen. Ich persönlich hatte ja irgendwie erwartet, dass die römischen Quellen sich etwas außerhalb des Stadtzentrums befinden, aber die liegen tatsächlich mitten in der Hauptgeschäftsstraße, in der Lindt-Schokolade übrigens als die Spezialität schlechthin verkauft wird. Nun ja, „The Roman Bath“ ist Baths Hauptattraktion und das merkt man nicht nur an den relativ hohen Eintrittspreisen, die wir dank eines 2für1-Gutscheins und Studentenausweises geschickt mehr als halbieren konnten, sondern vor allem an den Menschenmassen, die sich durch das Museum quetschen, dem Bill Bryson persönlich übrigens seine Stimme für den Audio-Guide geliehen hat. Wir sind also etwa zwei Stunden, gepresst wie die Sardinen, auf den Spuren der Römer gewandelt, haben Mosaike, Artefakte und (k)nackige Hintern beguckt; um dann natürlich auch das Wasser zu testen, das ganz schön warm war und ziemlich dampfte – das nur mal als Anmerkung, falls das auf den Fotos nicht so rüber kommt. Die Bath Abbey ist halt ‘ne Kirche – zwar eine ganz schöne mit witzigen Ornamenten und schönen Fenstern, aber nicht wirklich spektakulär oder irgendwie weltbewegend anders als andere Gotteshäuser. Amüsant ist nur, dass an der Fassade die Himmelsleiter dargestellt ist, an der alle Engel hinauf klettern und einer wieder nach unten muss. Zu genial! Nach unserem Kulturprogramm ging’s dann auf eine leckere heiße Schokolade ins Riverside Café und danach noch mal auf Schaufensterbummel durch die Innenstadt. Gegen Abend wurde es uns dann aber doch langsam zu kalt, also wieder zurück in den Zug und ab nach Hause, schließlich wollen wir im Frühjahr ja auch noch was zum Angucken haben, wenn wir nochmal nach Bath fahren.

*** English version:

Here we have today’s brandnew episode of „Educational blogging with Caro“ who is now going to tell you a bit about her trip to Bath where she’s been to with Aline, Laurianne and Mathilde today. Who hasn’t ever heard of Bath before should know that Bath is a city with approximately 85,000 inhabitants, lying 13 miles east of Bristol, that was settled by Romans because of its hot springs around 2000 years ago. The ones of you that are more into literature will probably know Jane Austen, “Pride and Prejudice“ or „Emma“who did the same as the Romans just a bit later and not to do some wellness, but to write novels preferebly given to English students at university or shown in cinemas starring Keira Knightley or Gwyneth Paltrow.

But let’s get back to our day trip. We left Bristol at about 10 am this morning and it took us only 15 mins to get to Bath by train. And it was so cute – not the drive itself, but what could be seen outside. It was so English – green fields and hedges, lovely cottages or noble mansions. Bath itself is said to be pretty noble as well, especially when people are talking about rents and shopping, but as we went there for educational purposes only (haha) we only dealt with the main sights and did some window shopping. Our main fields of interest have been the “Roman Bath“ and “Bath Abbey“ that are situated directly next to each other. I actually would have expected the hot springs a bit more outside of the City Centre, but they are totally close to the main shopping road that by the way sells Lindt chocolate as a delicacy – so you can get there really quickly. But okay, let’s get back to the “Roman Bath“ that is one of Bath’s main sights if not its most famous one – what is not really hard to realise as they have a relatively high entrance fee, that we could halve with the help of our 2for1 voucher and our student ID, and because of all the people running through the museum with Bill Bryson himself speaking on the audio guides. We’ve been there for around two hours retracing the Roman’s footsteps and admiring mosaics, artefacts and naked Roman bums and tested the water, of course, that was by the way pretty warm and steamy – just to let you know, in case you don’t see that in the pics.

The Bath Abbey was a typical church – a nice one with funny ornaments and nice windows, but not really spectacular or different from other churches. Really cute was the facade that showed a stairway to heaven with little angles climbing up the ladder and one of them being send back because of not having been nice enough to get there. So funny! After our sightseeing program we went to the Riverside Café to warm up for some window shopping with a delicious Hot Chocolate. But as we were freezing after two more hours, we decided to go back to Bristol, but hey that’s okay as we definitely want to have some stuff left to see when we go there again….

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Von Geburtstagen, Monstern unterm Bett und Ouzo – On birthdays, monsters under the bed and Ouzo

Da bin ich wieder nach einer ziemlich aktiven, aber coolen Woche. Am Donnerstag mein Geburtstag, eine Ratte, Maus oder was auch immer unter meinem Bett am Freitag und ein wirklich toller Samstagabend bzw. eine Samstagnacht, aber ich fang dann mal am Anfang an, was?

Am Donnerstag wurde ich zu einer dermaßen unchristlichen Zeit von einem Typen geweckt, der mir ein riesiges Geburtstagspaket brachte, dass er bestimmt mindestens genauso erschrocken war mich zu sehen wie ich ihn. Es war nämlich so früh, dass ich noch nicht mal ansatzweise einen Gedanken ans Aufstehen verschwendet hatte. Immerhin wird man ja auch nicht jünger, nicht wahr? Naja, jedenfalls hab ich einen Geburtstagskuchen aus Deutschland bekommen. Wie krass ist das denn bitte? Und da war nicht nur ein Kuchen in meinem tollen Paket, sondern viele tolle Geschenke – juchu. An dieser Stelle noch mal vielen vielen Dank an alle für ihre lieben Päkchen, Briefe, Karten und Mails – ihr habt mir echt den Tag versüßt, obwohl ihr gar nicht hier wart. Abends gings dann mit Aline ins „The Crown“, wo es lecker Abendessen, Cider und ein tolles Geburtstagsgeschenk gab, das uns definitiv dabei helfen wird, unseren Dublin-Trip vorzubereiten. Lustigerweise hat mir an meinem Geburtstag fast jeder geschrieben „Ich hoffe, du hast nen tollen ersten Geburtstag fern von zu Hause“ – dabei war ich vor sechs Jahren zu meinem 18. Geburtstag auch nicht zu Hause, sondern auf großer Italienrundreise, aber das zählt wahrscheinlich nicht, weil ich da alle meine Freunde im Schlepptau hatte. Naja, ich hatte jedenfalls einen tollen Tag und es war wirklich super schön zu sehen, wieviele liebe Menschen an mich gedacht haben. Ich fühl mich echt geehrt!

Freitag war sogar noch nen Zacken spannender als Donnerstag – zumindest hat mich meine Freitagnacht zu Tode geängstigt, weil ich ein Monster unter meinem Bett hatte und wenn ich Monster sage, dann meine ich das vollkommen ernst. Da war echt eins und Garfield hat es offensichtlich gewusst, denn er ist den ganzen Tag wie bescheuert um mein Bett herum gesprungen, weil er mich scheinbar beschützen wollte – mein kleiner Held. Anfangs dachte ich ja, die Katze hat einfach nur nen totalen Lattenschuss, aber als nachts, nachdem Garfield nach draußen spaziert war und ich das Licht ausgemacht hatte, komische Geräusche von unter meinem Bett zu hören waren, dachte ich mir, das geht nicht mit rechten Dingen zu. Todesmutig hab ich unter’s Bett geguckt, aber nichts sehen können, also wieder ins Bett, Licht aus und erneutes Geräusch. Das wurde mir dann irgendwie unheimlich, also bin ich in die Küche spaziert und hab die Taschenlampe geholt, um den Dingen mal etwas genauer auf den Grund zu gehen und siehe da, plötzlich bewegte sich irgendwas ziemlich Großes unter meinem Bettlaken – aaaaah! Das war dann genau der Moment, in dem ich mich entschied, meine sieben Sachen zu packen und ins Wohnzimmer umzuziehen, um mein Nachtlager auf dem Sofa aufzuschlagen. Um sechs Uhr morgens hörte ich dann wieder Geräusche, die sich Richtung Wohnzimmer bewegten – diesmal kein Monster, sondern Jamie, der selbiges gefangen und in eine Kiste gesperrt hatte, nachdem Garfield es in sein Zimmer getragen hat. Gruselig gruselig, denn es war irgendeine riesige Mega-Monster-Maus oder ne Ratte oder irgendwas anderes Komisches – jedenfalls bin ich jetzt einfach mal froh, dass es aus meinem geliebten Zimmer entfernt wurde, denn ich wäre unter Garantie paranoid geworden, wenn ich ständig irgendwelche seltsamen Geräusche gehört hätte, von denen ich nicht weiß, woher sie kommen oder ob sie mir nicht eines Nachts über den Kopf springen während ich mich meinem Schönheitsschlaf widme. Meine Helden!

Gestern Nachmittag hab ich mich dann nochmal mit Aline bei Starbuck’s getroffen, um bei nem Kaffee unsere Ausflüge nach London, Bath und vielleicht Cheddar zu planen und danach noch nen kleinen  Schaufensterbummel zu machen. Abends gings dann wieder ins „The Crown“, wo wir uns bei nem Cheesburger mit Pommes, Cider und Fosters echt gut mit Lorianne, französische Kollegin von Aline und Agnes, polnische Mitbewohnerin von Aline, unterhalten haben. Nachdem wir dann ins „Hatchett Inn“  umgezogen sind, hab ich nach nem weiteren Cider spontan entschieden, noch mal die Location zu wechseln und bei Ben vorbeizuschauen, der gefragt hat, ob ich nicht noch mal rumkommen will. Hab ich dann auch gemacht und für diese Zeit des Tages in Kombination mit Ouzo und Tee, waren wir echt noch äußerst kreativ und produktiv und haben uns richtig gut unterhalten. Aber hey, ihr wisst ja, dass ich nachts die besten Ideen überhaupt habe…

*** English version:

Here we go again, it was a quite busy week, but it was really cool I think. There was my birthday on Thursday, a rat, mouse or whatever monster under my bed on Friday and a really nice evening and night on Saturday, but let’s start where it began.

I was woken up by a guy delivering a huge birthday parcel from Germany and guess what, he must have been as shocked to see me as I was to see him, because it was freaking early and I was still lying in bed as I mean you don’t get younger, right? Well anyway, I got a Birthday cake from Germany. How amazing is that, please? And there has not only been a cake in there, but many nice presents – yippie. Thank you for that one and of course for all the nice parcels, letters, cards and e-mails. You all really made my day although not being over here. In the evening I met Aline to go to The Crown again to have dinner, some Cider and getting a birthday present that was pretty cool and will definitely help organising our trip to Dublin sometime. Funnily almost everybody sent messages like „Hope you have a great first birthday away from home“. It’s actually been my second birthday not being at home, but somehow the first one has either been forgotten or simply doesn’t count as it was six years ago on a trip through Italy, but somehow different as there we’re all my German friends around me. Nevertheless I had a really good day and it was really great to see how many people thought about me. I feel really honoured about it.

Friday was even more exciting – at least my Friday night that scared the hell out of me, because I had a monster under my bed and I am being serious. There was one and Garfield did obviously know about it and tried to protect me – little braveheart. At first I thought he was just being totally crazy jumping around my bed all day, but when Garfield had left my room and there were suddenly strange noises coming from under my bed every time I switched the lights off, I knew there was something going on down there. At first I had a look, but couldn’t see anything, then I switched the light off again and there it was again. That’s when I went down to get a torch and have a closer look and then there was something really moving under my linen – ahhhh. That’s been exactely the moment when I decided to grab my stuff and move to the living room to sleep on the sofa. At six in the morning there was another noise coming towards the living room – no  monster, but Jamie who caught it when Garfield took it to his room. Scary scray as it was some mega mouse or rat or whatever, but after all I am really happy to have it removed from my beloved room, because I would have become paranoid hearing the noises all the time not knowing where they exactely came from and expecting something to jump on me while sleeping.

Yesterday, Aline and I met in the City Centre for a coffe at Starbuck’s to plan our trips to London, Bath and possibly Cheddar and to do some window shopping. Afterwards we went to „The Crown“ where we had a Cheeseburger and Fries, some Cider and Fosters and a really good conversation with Lorianne, one of Aline’s French colleagues and Agnes, one of Aline’s house mates. After going to the „Hatchett Inn“ after a couple of drinks, I spontaneously decided to change locations for one more time that night and went to Ben’s for some Ouzo, tea and a hell of a lot productivity for that time of the day. But as everybody knows I get my best ideas in the middle of the night…

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Schnieftie-Schnuff – Cough cough – sneeze

The Crown? Agora? The White Harte? Nö, dieses Wochenende war/ist Heimspiel angesagt und die Getränke, die serviert werden,  heißen auch nicht Cider, Bier oder Bacardi, sondern Hustensaft, Tee und noch mehr Tee.

Pünktlich zum Ferienbeginn habe ich mir nämlich meine jährliche Erkältung eingefangen und deshalb nicht mal ansatzweise einen Gedanken daran verschwendet, mir die Nächte in irgendwelchen Pubs oder Clubs um die Ohren zu schlagen, sondern bin lieber gleich zu Hause geblieben, um es mir vor dem Fernseher gemütlich zu machen. Los ging alles in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, schlimmer wurde es dann nach einem tollen Donnerstagabend. Am Freitag und Samstag fühlte ich mich als müsse ich sterben, heute sehe ich wieder Hoffnung, doch noch zu überleben. Ich bin sicher, das liegt an all dem Tee, dem Vitamin C sowie den Grippe und Erkältungs-Tabletten, die ich in mich hinein schütte. Der Hauptgrund ist aber unter Garantie, dass ich vorbildlicherweise den ekelhaftesten Hustensaft der Welt schlucke. Der ist nämlich so abartig süß, dass sich nach jedem Löffel alles in einem zusammenzieht und man das Gefühl bekommt, dass man seinen gesamten Mageninhalt doch am liebsten nach außen kehren möchte. Aber das Zeug scheint zu helfen und deshalb werde ich weiter durchhalten und das solange nehmen bis sich mein Hals und meine Stimme wieder normal anfühlen. Das Beste aber ist mein heiß geliebter roter Rollkragenpullover – wenn ich den anhabe geht’s mir gleich viel besser – ist halt mit Liebe gestrickt :-)


*** English version:

The Crown? Agora? The White Harte? Nope, this weekend was more like a home game and the drinks being served weren’t Cider, beer or Bacardi, but cough syrup, tea and even more tea. Just on time for the holidays I caught my annual cold so that I did not even think about going out, but absolutely prefered staying at home and relaxing in front of the TV.

Everything started in the night from Wednesday to Thursday and got worse after a really nice Thursday evening. On Friday and Saturday I felt like dying, but today I think it’s getting better. I’m sure it’s because of all the tea, vitamine C, the flu and cold killers, but definitely because I take the most disgusting cough syrup ever. It is so sweet that you really feel like vomiting after each spoon of it, but it obviously really helps – so I guess I will keep on taking it until my throat is fine again. What makes me feel best is my beloved red turtleneck sweater – so good I brought it over as it helps you getting better wearing a jumper knitted with love :-)

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Lage der Nation für Jule – State of the Union for Jule

Auf Wunsch einer einzelnen Dame, wir wollen ja keine Namen nennen, stimmt’s Jule, kommt jetzt mal wieder ein neuer Eintrag von mir. Da mein letztes Lebenszeichen vom Donnerstag stammte und ich heute, am Montag schreibe, heißt das, ich habe ein weiteres Wochenende in der Partyhochburg Bristol überlebt und das sogar richtig gut.

Am Freitag haben Aline und ich mal wieder bei Cider & Co. unseren Lieblingspub „The Crown“ unsicher gemacht. War eigentlich für 19.30 Uhr angesetzt, aber mein Bus entschied sich dann 30 Minuten Verspätung zu haben und so stand ich fast 40 Minuten an der Bushaltestelle und habe Smalltalk mit meinen Leidensgenossen gehalten. Sehr amüsant war, dass mindestens vier Busse der Linie 7 den Berg hinuntergefahren sind, 40 Minuten lang aber kein einziger von ihnen wieder hoch kam. Nach geraumer Zeit standen dann allerdings urplötzlich drei Busse auf einmal vor unserer Nase und so kam dann doch noch jeder dort an, wo er eigentlich hin wollte. Mit der Linie fahr ich aber trotzdem nicht mehr – meine Nr. 6 ist nämlich immer pünktlich und ihr wisst ja, ich kann Unpünktlichkeit bei anderen außer mir nicht leiden. Nun ja, nach schönem Abend im Pub ging es dann gegen Mitternacht wieder nach Hause, wo mich auch schon mein kleiner pelziger Mitbewohner sehnsüchtig erwartete. Nach ein paar Sprüngen auf meinen Laptop und ner ausführlichen Knuddelstunde hat er sich allerdings verkrümelt und mich bis morgens um 7 Uhr in Sicherheit schweben lassen. Dann ging’s in meinem Zimmer allerdings so richtig los – über’s Bett und unter den Schreibtisch, unter meine feinsäuberlich zusammengelegte Wäsche und noch dann noch ne Runde Krallenschärfen am Teppich und weiß ich wo. Nach einer halben Stunde war das Spektakel vorbei und ich konnte noch bis etwa 9 Uhr weiterschlafen, dann war ich allerdings so hellwach, dass ich aufstehen musste. Den Samstag hab ich dann ruhig angehen lassen, ich weiß gar nicht mehr genau, was ich überhaupt gemacht habe, jedenfalls bin ich dann abends zu Khatija spaziert und wir haben Nudeln gegessen, bevor wir weiter in Richtung City gefahren sind – mit europäischer Lenkung übrigens. Das gab ein paar ziemlich verwirrte Gesichter als wir an der Ampel standen. Zum „Vorglühen“ ging’s dann mal wieder ins „Agora“ mit den £1,95 Getränken. Das ist allerdings auch das einzig Gute an dem Laden, denn ab nem bestimmten Zeitpunkt wird die Musik dort so laut aufgedreht, dass an Unterhaltungen nicht mal mehr ansatzweise zu denken ist. Darüber trösten dann auch nicht die Getränkepreise hinweg, die im Vergleich zu normalen Pubs auch nicht so viel billiger sind, wie ich finde. Aber gut, ich bin sowieso eher der Pub-Typ. Ich find’s da einfach irgendwie kommunikativer und gemütlicher – gut also, dass wir nach ein, zwei Drinks weiter spaziert sind und einen ziemlich coolen Pub entdeckt haben – „The White Harte“. Da gab’s dann auch wieder lecker Cider und keinen Bacardi-Cola, wir konnten uns unterhalten und ja, war toll. Wann wir dann zu Hause waren, weiß ich gar nicht mehr so richtig, aber es war spät und ich bin nach ner Runde Computer spielen zum Runterkommen schnell ins Bett gefallen. Am Sonntag dann wieder morgendliches Theater mit Garfield und gemütliches Frühstück und dann ging’s zum Shoppen in die City. Fazit: böser, böser Cabot Circus! Man kauft dort eindeutig zu viel ein. Ich weiß schon, wohin ich mit einigen Bristolbesucher auf gar keinen Fall gehen darf, denn das hätte ein nicht so nettes Ende für Kreditkarten, Portemonnaies und den Koffer, der wieder nach Deutschland muss. Nicht, dass das nicht auch für mich gelten würde, aber ist ja für den Moment erstmal egal, ne? Nach fast fünfstündiger Shoppingtour durch ziemlich viele der 120 Geschäfte hab ich mich dann mit Aline im „@-Bristol“-Café getroffen, von wo aus wir dann später Richtung Bristol Cathedral spaziert sind. Dort warteten schon Alice und ihr Freund und nach ein paar Minuten kam auch Irish und Eva an. Zusammen sind wir dann zum Hafen gegangen, wo wir im „Pitcher & Piano“ Nachos gegessen und Preisfrage: was getrunken haben? Dem, der die richtige Antwort als Erster liefert, spendier ich selbiges Getränk bei Besuch in Bristol, ansonsten Pech gehabt :-P


*** English version:

On a special lady’s demand, we’re not mentioning any names Jule, are we, I’m writing another entry to my blog, now. As my last sign of life was on Thursday and today’s Monday you can see that I survived another weekend in partytown Bristol, but here we go:

On Friday, Aline and me have been to our favourite pub „The Crown“ again to have some Cider & Co. Actually we were meant to meet there at 7.30 pm, but as my bus decided to have a delay of 30 minutes I stood at the bus stop for 40 minutes and had smaltalk with my fellow sufferers. What was really weird is the fact that at least four busses of line 7 passed us and went down the hill, but none of them returned until there were suddenly three of them at the same time. Although we reached our aims really quickly I decided to keep on going into town only on my dear line 6 from now on. It is never late and it’s always very funny to go on this line as you can have really nice conversations. That’s how I got back home where Garfield was already waiting for me to cuddle him by the way and also jumped on my laptop a couple of times, but okay I interprete it as him being glad to see me. After some cuddles he went somewhere and left me in peace until 7 am when he suddenly started jumping through my room as if the devil himself was chasing after him. He jumped over my bed, hid under my desk and my clothes and sharpened his claws on the carpet and whereever. After doing this for almost 30 minutes he was so exhausted by his spectacle that he felt asleep again and got me another 1,5 h of sleep. My Saturday was quite relaxing though and I can’t even remember what I actually did, but in the evening I went to see Khatija’s house where we had some noodles before heading into town with her car that has a European steering. The confused faces when stopping infront of the traffic lights were so hilarious – especially the one of a little kid that might have never seen that before. Sooo cute! For predrinking we went to „Angora’s“ – the club with the £ 1,95 drinks again, but that’s really the only good thing about this place as from a certain point on the music is so loud that you can hardly understand anything. Not even the prices are a rebound for that, but I do think it’s not that cheap anyway when you compare it to real pubs which I absolutely prefere by the way. They are more comfortable and somehow more cummunicative or I am only more into pubs than in clubs – might be as easy as that. Well anyway, we found a really nice pub just off the Park Street that is called „The White Harte“ and yeah they were serving Cider and not only Bacardi-Cola there, we could understand each others words and it was a great night in the end. Don’t even know when we were back home again, but I went to bed pretty soon after calming down with some games on „Who has got the biggest brain“.

My Sunday started with another performance of Garfield and a nice breakfast and it continued with power shopping at Cabot Circus. Bad bad place! You definitely buy way too much there! I really know that I shouldn’t take some of my friends and family there when they come to visit me as they might get serious problems with their debit cards, their purses and their suitcases that will weigh far too much on their ways back to Germany. Not that this would not apply to my, but it doesn’t matter at the moment as I am here, does it?

After almost fives hours in many of the 120 shops at Cabot Circus I went to see Aline in the „@-Bristol“ café where we met to go to the Bristol Cathedral together to see Alice and her boyfriend, Eva and Irish. Altogether we went to the harbourside again where we had some Nachos and guess what at the „Pitcher & Piano“!? Who finds the right answer will get the drink when visiting me over here and who doesn’t visit me, but wants the drink gets a bad break :-P

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